Autor: Archiv

Segeln

SBF Prüfung 2021


Erfolgreiche SBF Prüfung am RCR!

Am 26.06.2021 war es endlich soweit. Die praktische Segelprüfung stand bei allen groß im Kalender. Schon die Ausbildung war unter den besonderen Rahmenbedingungen für alle Beteiligten eine Herausforderung. Der Prüfungstermins musste mehfach verschoben werden. Am Samstag konnte Uschi Bodemer (Ausbildung RCR) den  Prüfer und die 13 Prüflinge bei schönem Wetter und leichtem Wind begrüßen, natürlich unter Einhaltung strenger Hygienerichtlinien mit negativem Test, Maske im Gesicht und Handdesinfektion. Die Stimmung war dennoch locker und sehr positiv. Von Nervosität war nichts zu bemerken. Der Reihe nach fuhren alle die vorgeschriebenen Mannöver mit dem vertrauten Schulungsboot, der Seahorse. Die Kommandos mussten mit der Maske noch etwas lauter gegeben werden, damit der Prüfer diese auch gut hören konnte.

Herzlichen Glückwunsch – alle haben bestanden!

Für die Zukunft wünschen wir allen weiterhin viel Spaß beim wahrscheinlich schönsten Hobby der Welt, beim Segeln.




Text & Bild: Peter Vogt (RCR)

Segeln

RCR Melges 24


Die neue RCR Melges 24 steht bereit!

Hallo Zusammen!

Manche haben sie schon gesehen, sie liegt am Jollensteg gleich links: Unsere neue Melges 24.

Im letzten Herbst haben Michael und ich sie an der niederländischen Grenze abgeholt und erst mal eingewintert. Dieses Einwintern wurde gleich jäh durch ein Hochwasser unterbrochen, bei dem wir die Wagen an die (feuchten) Grenzen brachten, um sie vom Gelände zu holen. Mir persönlich war nicht klar, wie schnell das Wasser innerhalb einer halben Stunde steigen kann. Letztlich kam sie dann im Frühjahr aufs Gelände und wurde aufgeriggt.

Weshalb haben wir sie gekauft?

Ziel des Bootes ist, bestimmte Gruppen zusammen zu führen.

Zuerst einmal ambitionierte Segler, die gerne auch einmal an einer Regatta teilnehmen wollen. Die Überlegung war, dass man das Boot auch übers Wochenende zu bestimmten Regatten mitnehmen kann und auch ein Training mit einer RCR-Gruppe auf einem fremden Revier möglich ist. Dies sollte sich in der Regel über das Wochenende bzw. auf eine Woche beschränken. Letztlich ist sie ein normales Clubboot.

Auch Jollensegler sollen die die Möglichkeit haben, ebenfalls einmal auf einem ambitionierten Kielboot zu fahren. Besonderer Blick geht hier in Richtung Jugendabteilung und den Trainingsgruppen.

Letztlich ist jeder eingeladen, der ebenfalls ambitioniert mit einem Kielboot segeln will.

Schwerpunkt, den wir bei der nicht leichten Entscheidungsfindung immer wieder in den Vordergrund gestellt haben, war die Teambildung. Wir wollten ein Boot, das die Segler unbedingt zum Zusammenkommen und gemeinsamem Trainieren animiert…und die Melges 24 funktioniert wirklich richtig nur unter dieser Bedingung. 😉

Die positive Resonanz und Freude über das Boot war von allen Seiten groß, so dass wir glauben, eine gute Entscheidung für den Verein getroffen zu haben. Schon jetzt haben wir mehr Anfragen, als wir in dieser für uns alle schwierigen Zeit bewältigen können.

Schaut bei der Rubrik „

Clubboote

“ rein und meldet Euch!

Und immer eine Handbr…..

Christian van Briel

Segeln

Talent-Trainer Kirchner


Interview mit dem Landestrainer für den baden-württembergischen Seglernachwuchs und RCR-Mitglied Lutz Kirchner, Rastatt.


Im Juni 2021 wurde unter Corona-Auflagen die Weltmeister-schafts-/Europameisterschafts-Qualifikation in der Segel-nachwuchsklasse der „Optimisten A“ vor Glücksburg (Flens-burger Förde) durchgeführt. Unter den 60 Bewerbern (60 Besten der deutschen Rangliste von 457) auch der Sieger Moritz Hamm, der vom Rastatter Lutz Kirchner betreut wird. Das Mitglied vom Ruder-Club Rastatt am Goldkanal coacht seit 2001 Talente auf Landesebene und ist neben seinem Be-ruf als Polizist ein Paradebeispiel für extremes Engage-ment


Wer wird von Dir trainiert?


Ich bin der hauptverantwortliche Trainer für den Talentka-der des Landes-Segler-Verbandes Baden-Württemberg in der Bootsklasse „Optimist“ und trainiere und betreue die besten SeglerInnen aus Baden-Württemberg und die Zwillinge Moritz und Lucas Hamm aus Bayern.

Bei der diesjährigen Weltmeisterschaft vom 30. Juni bis 10. Juli 2021 in Riva/Italien bin ich als hauptverantwort-licher Trainer nach 2012 und 2019 das dritte Mal für die Betreuung der fünf qualifizierten deutschen SeglerInnen zuständig.




Warst Du bei der Regattabegleitung auch schon weltweit un-terwegs?


Als Sportler und Trainer bin ich hauptsächlich in Europa, aber auch weltweit unterwegs. Italien, Slowenien, Däne-mark, Österreich, Schweiz, Niederlande, Nordirland und Ir-land, Frankreich, Spanien, Dominikanische Republik und An-tigua waren u. a. schon Trainings- und Wettkampfstätten.


Wo waren Deine Wurzeln beim Segeln und wie kam es zum Sprung in die Welt der Trainer?


Gelernt habe ich Segeln beim Ruderclub Rastatt. Von hier ging es dann zunächst in den Bootsklassen Optimist, 420er und 470er zu Regatten in Baden-Württemberg und schließlich in die ganze Welt. Nachdem ich im Jahr 2001 mit meinem Bruder aus dem aktiven Leistungssport im 470er ausgestiegen bin, habe ich als Trainer den Landes-kader der Optimisten in Baden-Württemberg übernommen. 2011 bin ich als Trainer für den Landeskader in Bayern zum Bayerischen Seglerverband gewechselt und war dort bis 2016 zuständiger Trainer für die Optimisten, ehe ich nach dem zweiten Studium im Jahr 2018 wieder den Ta-lentkader in Baden-Württemberg übernommen habe.


Hat die Corona-Pandemie ein Loch in die Regattasegelei geschlagen, gerade, was den Nachwuchs betrifft?




In Baden-Württemberg, aber auch in anderen Bundesländern, ist eine Lücke im Nachwuchs entstanden. Dies ist auch der Grund, warum ich zunächst bis Ende des Jahres die jetzi-gen Segler des Opti-Talentkaders beim Umstieg in die Bootsklasse 420er als dann verantwortlicher Trainer für den Landeskader 420er begleiten werde.


Welche Perspektiven siehst du  für die Zukunft?


Der Landes-Segler-Verband unterstützt die Vereine der-zeit intensiv durch Beratung bei der Nachwuchsgewinnung und –förderung. So war am 9. Juni der Talentkoordinator des LSVB Baden-Württemberg Jakob Janich auch am RCR und hat dort die zuständigen Nachwuchstrainer, meinen Bruder Martin Kirchner und Daniel Uhl, getroffen und sich mit diesen beraten. Insofern bin ich sehr zuversichtlich, dass wir nach einer kleinen Durststrecke bald wieder viele gute Talente finden und fördern können.


Als Mitglied der Segelabteilung des Ruder-Club Rastatt, wie hältst Du Kontakt?


Ich bin wieder aktiv mit dem 470er am Goldkanal unter-wegs und habe mit meinem Sohn Max (14) schon die ersten Starkwindeinheiten absolviert.

Über meinen Bruder erfahre ich natürlich auch, wie sich die mittlerweile echt große Gruppe am Goldkanal entwi-ckelt.

Darüber hinaus wurde ich auf einer Yacht der Klasse X-99 „angeheuert“ und hoffe ab Juli selbst wieder an Regatten teilnehmen zu können.


Foto: Kirchner privat

Interview: R. Wollenschneider

Segeln

Mitgliederboom 2021


Goldkanalsegler entgegen dem negativen Trend


57 neue Mitglieder in der Segelabteilung des Ruder-Clubs Rastatt



Michael Westholt: „Clubflotte wurde ausgebaut.“


Rastatt/Elchesheim/Illingen(RCR). „57 neue Segelmitglieder 2021 sind für uns eine Bestätigung und Motivation zugleich, den eingeschlagenen Weg weiterzuführen“, äußert der Segelwart des Ruder-Clubs Rastatt (RCR), Michael Westholt, stolz. Neben der Ruder- und Motorbootabteilung, die sich in Corona-Zeiten auch positiv entwickeln konnten, war die Expansion an Neumitgliedern in der Segelabteilung rekordverdächtig.

Fragt man Michael Westholt, wie der Trend in diesen Tagen zu erklären sei, in der mancher Verein über Mitgliederschwund klagt, liefert er eine realistische Sicht. Zwar finden auf dem deutschlandweit beliebten Regattarevier Goldkanal keine Wettfahrten mehr statt und auch aktuell mussten die Schneeglöckchen- und Osterregatta abgesagt werden, aber der Trainingsbetrieb und der erlaubte Individualsport in den Segeljollen blieb möglich. Erfreulich, dass auch das Training in der Segelnachwuchsklasse durch Trainer des Clubs unter Einhaltung der Abstandsregeln angeboten werden konnte.

„Wir haben uns gut auf das Wachstum unserer RCR-Abteilung vorbereitet“, betont der Segelwart. Über den Winter wurde die clubeigene Segelbootflotte um eine Yacht vom Typ „Melges 24“ auf vier erweitert. Damit konnte Neumitgliedern ohne eignes Segelboot die Möglichkeit geboten werden den Sport auf dem Wasser auszuüben. Weiter stellt Michael Westholt fest: „Auch haben wir in zwei weitere Europe-Trainingsjollen für die wachsende Trainingsgruppe investiert.“ Auch trainierte die RCR-Segeljugend mit dem 29er-Renn-Segelboot, mit dem Riko Rockenbauch vom RCR 2020 Deutscher Jugendmeister und Rastatter „Sportler des Jahres“ geworden war, oder. Zudem wurden die Landliegeplätze neu geordnet, um Platz für neue Boote zu schaffen.

„Auch, was uns besonders freut, zahlreiche Familien haben sich für die Mitgliedschaft entschieden und einen Trend im RCR verstärkt: Die Kids nehmen aktiv am Training teil oder segeln mit ihren Eltern auf den zur Verfügung gestellten Clubbooten“, sagt Michael Westholt. Was den Zuwachs an Mitgliedern betrifft, sei auch der Boris-Herrmann-Effekt ein Hintergrund dafür, gerade bei den sportlichen Regattajollen des RCR vom Typ 49er FX oder Laser 5000 im Bootspark. Wie auch die Gemeinschaft der Motorbootler und Ruderer steht die Sportgemeinschaft „den Neuen“ mit Rat und Tat zur Seite und man wartet darauf, dass der Individualsport wieder in gesellige Veranstaltungen und gemeinsame Sportevents einmündet.


Bild: Mit 57 neuen Mitgliedern der Segelabteilung des Ruder-Clubs Rastatt am Goldkanal stellt man sich entgegen derzeitigen Trends. Ein Grund für den Boom auch, die zur Verfügung stehenden Clubboote.

Archiv-Foto: RCR

Segeln

Offenes Jollentraining – Laser und andere Bootsklassen


Offenes Jollentraining – Laser und andere Bootsklassen

für fortgeschrittene Jugendliche und Erwachsene mit Interesse am sportlichen Segeln und Regattaambitionen

Weitere Informationen:

* Allgemeines Training für Ein- und Zweihandjollen mit Focus auf Lasersegeln

* Trainingsinhalte: Regattataktik und Regeln, Bootshandling, Linienstarts …

* Voraussetzungen für die Teilnahme: Mindestalter 14 Jahre und Segelkenntnisse bzw. Erfahrung im Jollensegeln

* Findet bei geeigneter Wetterlage statt, gegebenenfalls Absage am Tag zuvor bis 18Uhr

* Kommunikation mit den Teilnehmern per Messenger-Dienst

* Termin: Samstagvormittag 10.30 Uhr

* Trainingsstart hoffentlich bald, steht aber coronabedingt noch nicht fest …

Melde dich bei Interesse am Training per Email bei den Organisatoren David Caird, Christoph Puls und Angela Pietsch-Haas unter

Jollentraining@ruder-club-rastatt.de

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Bitte gib neben deinen persönlichen Daten auch an, ob du Vereinsmitglied bist oder nicht. Außerdem benötigen wir Information zu deiner Segelerfahrung, deiner Bootsklasse und deinen Trainingsvorstellungen.

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Nachruf Hans-Dieter Faaß


Nachruf Hans-Dieter Faaß

Der RCR-Segler Dieter Faass hat seinen letzten Törn angetreten. Am 28.2. 2021 gab der 84-Jährige seinen Kampf gegen den Krebs auf.Vor allem ältere Clubmitglieder erinnern sich an Dieter Faass als einen „Typ mit Ecken und Kanten“ und einem „großen Herz fürs Segeln“. Er hat sich beim RCR in Sachen „Regatta“ und im Besonderen für die Bootsklasse Finn eingebracht.

Bei einer Seglerversammlung vor ein paar Jahrzehnten sagte er einmal, Segeln sei – neben seiner Familie – „der Mittelpunkt seines Lebens“ geworden.Wer je ein paar Sätze mit Dieter sprach, wusste sogleich, woher er kommt: Bis zuletzt hielt Dieter Faass am Tonfall seiner Heimatstadt Berlin fest. Dort lernte er Ende der Fünfzigerjahre auf einer H-Jolle segeln, begeisterte sich schnell für Regatten auf den Berliner Seen und wechselte in die damals noch populäre O-Jolle.

In dieser Einhand-Klasse wurde er 1964 Deutscher Meister, um schon im nächsten Jahr in der Olympiaklasse Finn an den Start zu gehen. In der O-Jolle war es ihm zu „berlinerisch“ geworden, Dieter wollte gegen internationale Konkurrenz antreten. In den frühen Siebzigerjahren siedelte er mit seiner Frau zunächst nach Frankfurt am Main um, segelt „auf hessischen Teichen“ mit seinem Finn. 1976 zog die Familie Faass schließlich nach Karlsruhe – bevor Dieter überhaupt eine Wohnung ausgemacht hatte, wusste er schon, dass er in einen Club mit drei Buchstaben im „Wappen“ eintreten wird: den RCR.

Einige Jahre blieb Dieter der einzige Finn-Segler im RCR, bis in den Achtzigern Jürgen Eiermann dazu stieß. Auch Dieters Sohn Torsten ließ sich für die Einhandjolle begeistern, so dass peu a peu eine kleine Finn-Flotte dank Dieters Einsatz zustande kam. Zuvor hatte er sich auch als Coach für die Optimisten-Kinder unentbehrlich gemacht. Seinen Sohn setzt er schon Ende der Siebzigerjahre als Sechsjährigen ins Boot und in den Jahren darauf engagierte er sich als unermüdlicher Segel- und Regatta-Motivator für die Jüngsten.

Apropos Regatta: Es war Dieter Faass, der die mittlerweile schon legendäre und international besuchte Oster-Finn-Regatta auf dem Goldkanal ins Leben rief. 1995 zog es Dieter „ein wenig aus Bequemlichkeit“ zurück zur O-Jolle, auf der er noch einige Jahre seiner Leidenschaft frönte. In dieser Zeit wurde er auch zu einem kompetenten Regattaleiter und -berater bei RCR-Events. Unvergesslich sein „Mantra“: „In Berlin haben wir das aber anders gemacht!“ Noch als ü75iger zeigte Dieter regelmäßig Flagge auf dem RCR Regatta-Startschiff. Sogar in Zeiten, als ihn seine Krankheit schon zeichnete, war er immer wieder „draußen im Club“ anzutreffen. Dieter war seit über 40 Jahren Mitglied im RCR.


Dieter, Du wirst uns fehlen!

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