Kategorie: Rudern

Rudern

Ruderer/innen für Aktivitäten von morgen gerüstet

Ruderer/innen für Aktivitäten von morgen gerüstet

Ausübung von Breitensport in natürlicher Umgebung

Ruder-Club Rastatt bietet Kurse im Mai an

Rastatt/Elchesheim-Illingen(-). Auflagen bei der Sportausübung durch die Pandemie, Hochwasser beim Ruder-Club Rastatt (RCR) und trotzdem haben sich die Motorboot-, Segel- und Ruderabteilung ein offenes Auge für morgen behalten. Bei den Ruderern ist die Sportausübung aktuell auf dem Wasser mit Einschränkun-gen möglich und zum Erlernen der richtigen Technik bietet man für Interessierte Kurse an.

Die Termine, für die man sich unter rudern@ruder-club-rastatt.de anmelden kann, sind am 1./2. und 15./16. Mai, der Wochenendtermin am 29./30. Mai ist bereits ausgebucht. Was den Rudersport als eine Alternative zum Fitness-Studio attraktiv macht, darüber kann ein Gespräch mit der Physiotherapeutin Simone Rau und Osteopathin Susanne Baudendistel Klärendes bringen. Beide sind aktive Ruderinnen beim RCR.

„Wir sehen im Rudern nicht nur den Leistungssport, bei dem der Einzelne an seine Grenzen gehen kann, sondern schätzen die gesundheitlichen Aspekte dieses Breitensports“, merkt Susanne Baudendistel an. Was gesundheitliche Fakten betrifft, so ist einiges zur Ausübung des Sports in der herrlichen Umgebung des Goldkanals und anderen Gewässern zu nennen. Dazu Simone Rau: „Aktive Ruderer wissen, dass Rudern eine gesunde Sportart mit geringem Verletzungsrisiko ist, die in der freien Natur ausgeübt wird.“ Dabei werde wie bei kaum einer anderen Sportart die gesamte Muskulatur gestärkt und leistungsfähiger.

„Ja, auch die Gelenke werden bei richtiger Ausführung geschont, das Herz-Kreislaufsystem durch die Ausdauerbelastung leistungsfähiger. Hier liegt eine Sportart vor, die bis ins hohe Alter möglich ist“, weiß Susanne Baudendistel zu berichten.  Zudem könne nachweislich das Risiko von Schlaganfällen und Herzinfarkten verringert werden. Wenn man den beiden Gesundheitsspezialistinnen noch zu weiteren positiven Aspekten so zuhört, wächst die Lust, ins Ruderboot zu steigen. Unter sachkundiger Anleitung von Instruktoren haben im letzten Jahr so einige neue Wassersportler zum RCR gefunden.

Dazu kommt nach Ruderwart Matthias Koerwer auch neben dem Ausloten der persönlichen Leistungsfähigkeit die Möglichkeit des Relaxens: „Die ausgewogene aktive Erholung in der freien Luft führt zu Wohlempfinden und Entspannung. Dazu kommt, wenn es die Corona-Maßnahmen wieder erlauben, die Geselligkeit im Clubleben oder auf Wanderfahrten.“

Weitere Informationen zum RCR auf der Internetseite www.ruderclub-rastatt.de.


Bild: An zwei Terminen im Mai bietet der Ruder-Club Rastatt Ruderkurse am Goldkanal an. Anmeldung unter rudern@ruder-club-rastatt.de.
Archiv-Foto: RCR

Der neue Achter des RCR

Ein großes Ereignis für die Ruderabteilung
 – nach 75 Jahren ein neuer Achter –

 

Vor fast 1 1/2 Jahren kam das erste Mal die Idee auf einen neuen Achter zu beschaffen, um den in die Jahre gekommenen „Jupiter“ (Baujahr 1955) zu ersetzen. Im Sportrat wurde viel diskutiert und argumentiert und schließlich More…

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Neuer Achter für den RCR

 

Ein großes Ereignis für die Ruderabteilung

– nach 75 Jahren ein neuer Achter –

Vor fast 1 1/2 Jahren kam die initiale Idee auf, einen neuen Achter zu beschaffen, um den in die Jahre gekommenen „Jupiter“ (Baujahr 1955) zu ersetzen. Im Sportrat wurde viel diskutiert und argumentiert…und schließlich gab die Ruderversammlung im November 2019 das „O.K.“ für die Beschaffung des neuen Flaggschiffs. Noch im Dezember 2019 erfolgte die Bestellung bei der Bootswerft Schellenbacher in Linz/Österreich, bekannt für wunderschöne und qualitativ hochwertige Boote. Als Fertigstellungstermin war Mitte 2020 avisiert und der Sportrat hegte den insgeheimen Wunsch, das Boot in Verbindung mit einer Werftbesichtigung und einer ersten Probefahrt in Linz an der Donau vor Ort abzuholen…

Nun kam Corona und mit den dadurch bedingten Einschränkungen im Werftbetrieb (Materialversorgung, Auflagen und krankheitsbedingten Ausfällen) verzögerte sich der Termin von August… auf September… auf Oktober… auf November und schließlich auf Dezember. An ein Abholen in Linz war aufgrund der corona-bedingten Reisebeschränkungen nicht mehr zu denken. Und – auch wenn die Hoffnung blieb – die Wahrscheinlichkeit, das neue Boot noch im Jahr 2020 in Empfang nehmen zu können, schwand.

Am 16.12. dann der erlösende Anruf aus Linz: „Wir bringen ihnen das Boot am 19.12.(…)“ – und tatsächlich, um 11:00 Uhr war es soweit, ein Fahrzeug mit Linzer Kennzeichen und Bootsanhänger hatte den Weg auf unser Gelände gefunden…

Knappe 18 Meter ist das gute Stück lang, teilbar, so dass er StVO konform transportiert werden kann, ca. 150 kg schwer, 70 cm an der Wasserline breit und eine echte Schönheit! Ja, vielleicht bin ich nicht ganz objektiv – aber total begeistert! Das Bild spricht für sich.

Jetzt warten wir darauf, das neue Flagschiff in einem würdigen Rahmen taufen können, um ihn endlich seiner Bestimmung zuzuführen.

 

Er wird sich ganz sicher im Kreis der „Frühstücksruderer“ großer Beliebtheit erfreuen und ebenso sicher finden wir eine Mannschaft, die uns in Starnberg bei der legendären „Roseninsel-Regatta“ vertritt.

Wir alle hoffen, dass er uns ebenso lang Freude bereitet wie sein Vorgänger, der nun schon seit über 75 Jahren seinen Dienst tut. ‚Jupiter‘, Du warst (und bist auch noch!) ein Guter!

Bild und Text: Peter Sigmund & Matthias Koerwer

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Historischer Termin 1970

Vor 50 Jahren, Dienstag, 22. September

Gustav W. Heinemann auf dem Goldkanal

Mit dem Bundespräsidenten im Ruderboot / Sicherheitsbeamte begleiteten mit „Moby Dick“

Rastatt/Elchesheim-Illingen(rw). Wenn man Peter Hacker, den ehemaligen Hochbauamtsleiter der Stadt Rastatt, anspricht, da macht er den 22. September 1970, als er mit Bundespräsident Gustav W. Heinemann auf dem Goldkanal im Ruderboot saß, wieder lebendig. Der titulierte „Bürgerpräsident“ Heinemann war vor 25 Jahren nach Rastatt gekommen, um die Einrichtung einer „Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte in der ehemaligen Barockresidenz zu sondieren.

Heinemann kam auf Rastatt als Dokumentationsstätte für die Geschichte demokratischer Bewegungen durch den Bruder seines Urgroßvaters Carl Walter. Der hatte im Rahmen der Kämpfe um die Durchsetzung der Reichsverfassung 1849 erst am Elberfelder Aufstand, dann an den Kämpfen in Baden teilgenommen und wurde verwundet. Dachdeckermeister Walter starb als Gefangener in den Rastatter Kasematten.

Bei seinem ersten Rastattbesuch 1970 übernachtete Bundespräsident Heinemann im seit 1983 nicht mehr vorhandenen Hotel „Zur Blume“ neben dem Rathaus. Bei einem Abendessen zu Ehren des Staatsoberhaupts war auch das passionierte Mitglied des Ruder-Clubs Rastatt (RCR), Bürgermeister Otto Ertel, zugegen. Der schwärmte vom damals neuen Ruderrevier der Rastatter am Goldkanal. Da erinnerte sich Gustav Heinemann an seine eigene Ruderei während der Studienzeit. Spontan wurde am nächsten Morgen ein Rudertermin vereinbart. Otto Ertel trommelte die Mannschaft zusammen und versorgte den Bundespräsidenten mit dem Vereinstrikot, Sportschuhen und einem Trainingsanzug aus seinem damaligen Sportgeschäft.

Im Morgendunst des Goldkanals brachte man den Riemenvierer „Gust’l Moritz“ auf das Wasser. Gesteuert wurde das Holzboot vom späteren Bürgermeister Bernd Wafzig und neben Otto Ertel gehörten der Textilkaufmann Hans-Jürgen Rexroth und Ruderwart Peter Hacker zur Mannschaft  mit Gustav Heinemann.

Schweißperlen hatten die begleitenden Sicherheitsleute auf der Stirn. Ein Aufatmen gab es, als man von RCR-Seite ein begleitendes Motorboot mit dem Namen „Moby Dick“ organisierte. „Die Tour war kurz, aber die Stimmung herzlich“, erinnert sich Peter Hacker. Er ließ es sich auch nicht nehmen, dass sich der Bundespräsident hinterher in das Fahrtenbuch eintrug.

Im Jahr 1974, kurz vor dem Ende seiner Amtszeit, kam Gustav W. Heinemann wieder nach Rastatt. Bei einem offiziellen Festakt wurde die heutige „Bundesarchiv-Erinnerungsstätte“, eine Außen-stelle der staatlichen Einrichtung, eröffnet. Gustav Heinemann starb am 7. Juli 1976 und hinterließ ein Schmankerl, das in den Chroniken der Ruder-Club-Rastatt festgeschrieben wurde.


Bild: Vor 50 Jahren, am 22. September unternahm der damalige Bundespräsident Gustav W. Heinemann nach dem Treffen mit Bürgermeister Otto Ertel einen Rudertrip mit Hans-Jürgen Rexroth, Peter Hacker und Steuermann Bernd Wafzig auf dem Goldkanal.
Foto: Sammlung Wollenschneider

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Ruder-Versammlung 2020

Ruderabteilung des RCR zieht positive Bilanz

Isolde Orschulko zum vierten Mal Kilometermeisterin
Erbpachtvertrag des Ruderclubs wieder verlängert

Rastatt/Elchesheim-Illingen(RCR). Während die Mitglieder der Segelabteilung des Ruder-Club Rastatt (RCR) mit seinem Domizil am Goldkanal ihre Trainingswettfahrten optisch wirkungsvoll absolvierten, führten die Ruderer ihre Jahresversammlung durch. Man nahm dazu im Freien unter Beachtung der Abstandsregeln in selbst mitgebrachten Campingstühlen Platz. Ruderwart Matthias Koerwer und Sportratsmitglied Peter Sigmund gingen auf das Sportjahr 2020 und die Corona-Monate ein..

Isolde Orschulko wurde zum vierten Mal hintereinander für die größte erzielte Kilometerleistung von 3200 Kilometern der Clubmeister-Wanderpreis überreicht, gefolgt von Holger Dütsch (2182 km) und Reinhard Pfeuffer (2019 km). Insgesamt erfüllten 19 Mitglieder den vom Deutschen Ruderverband ausgeschriebenen Fahrtenwettbewerb. Was die Mitgliederentwicklung in der Ruderabteilung betrifft, so haben sich gerade die angebotenen Ruderkurse ausgezahlt. 17 Mitglieder sind hinzugekommen.

Dem trug man auch Rechnung, indem der Bootspark durch mehrere Bootsanschaffungen modernisiert wurde. Dazu soll als Krönung in diesem Jahr ein Achter hinzukommen. „Ich staune nur, wie in allen Altersstufen bei uns Aktivitäten auf dem Wasser stattfinden“, äußerte erfreut Matthias Koerwer. Mit Peter Sigmund (Koordination Material), Corina Klug-Kastner (Wanderrudern), Sabine Klomen (Veranstaltungen), Susanne Baudendistel (Mitglieder) und Simone Rau (Schriftführung) wurde der bisherige Sportrat einstimmig unter der Führung von Ruderwart Koerwer bestätigt.

Der Vorsitzende des RCR, Uli Jung, zeigte sich erfreut über das Clubleben in allen drei Abteilungen. Die Jahreshauptversammlung 2020 fällt aus, u. a. da der Verein derzeit über 550 Mitglieder habe und eine solch große Veranstaltung unter aktuellen Corona-Einschränkungen nicht durchführbar ist. Erfreulich auch, dass der auf 66 Jahre laufende Erbpachtvertrag mit der Gemeinde Elchesheim-Illingen verlängert werden konnte. „Unser Stellenwert am Goldkanal wird von den Gemeinden anerkannt und unser Gelände bestätigt“, fügte Uli Jung an.

Bild: Anlässlich der Openair-Ruderversammlung beim Ruder-Club Rastatt wurde im Rahmen zahlreicher Ehrungen Isolde Orschulko (Bildmitte mit Adler) für 3200 Ruderkilometer 2019 der Clubmeister-Wanderpreis überreicht.

Bild: Als Openair-Veranstaltung fand die Jahresversammlung der Ruderer des RCR am Goldkanal statt. Foto: RCR

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Loreley Wanderrudertour

Loreley Wanderrudertour   

04. September 2020

Ich weiß nicht was soll es bedeuten,
dass ich so traurig bin;
Ein Märchen aus uralten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Voraussetzung für eine Loreley Wanderfahrt ist die Textsicherheit beim Loreley Lied. Ruderkönnen wird für diese anspruchsvolle Tour ohnehin vorausgesetzt. Wir sind eigentlich gar nicht traurig als wir um 9:30 Uhr pünktlich das Boot vom Steg in Ingelheim abstoßen. Nur Ralph ist ein bisschen traurig, er nimmt den säumigen Zahler dennoch mit.(*)  Der Boots- und teilweisen Landdienstbesatzung ist eher eine gewisse Anspannung anzumerken, was da im Laufe des Tages noch auf sie zukommen wird. Erste Rast in Bacharach am Bootshaus des örtlichen Rudervereins. Bis hierher hat dank minutiöser Detailplanung alles geklappt – auch die Sonne scheint.

Die Luft ist kühl und es dunkelt
Und ruhig fließt der Rhein;
Der Gipfel des Berges funkelt
Im Abendsonnenschein

Mit dieser Erwartung stoßen wir in Richtung Abenteuer in Bacharach ab. Corina und Sabine übernehmen den Landdienst und werden die nächste Etappe Reporter sein. Die Rudermannschaft fädelt sich durch berg- und talfahrende Schiffe durch ein immer schneller strömendes Gewässer. Schroffe Felsen säumen den Fluss. Boppard ist das Ziel.

Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar
Ihr goldnes Geschmeide blitzet,
Sie kämmt ihr goldenes Haar,
Sie kämmt es mit goldenem Kamme,
Und singt ein Lied dabei;
Das hat eine wundersame,
Gewaltige Melodei.

Wir treiben neben der Loreley im ruhig fließenden Wasser und haben Glück, dass uns kein Schiff bedrängt. So können wir den Anblick genießen.

Der Schiffer im kleinen Schiffe,
Ergreift es mit wildem Weh;
Er schaut nicht die Felsenriffe,
Er schaut nur hinauf in die Höh‘.

Unter starken Schlägen wird das Lied viel mehr text- als melodiesicher geschmettert. Aber laut sind wir! Unser Steuermann Ralph hat das Fahrwasser gut im Griff.

Ich glaube, die Wellen verschlingen
An Ende Schiffer und Kahn;
Und das hat mit Ihrem Singen,
Die Loreley getan.

Okay, die Loreley ist altersmilde und lässt uns am Leben. Wir werden mit spektakulären Anblicken in der Abendsonne verwöhnt. Beim netten Empfang beim Ruderclub in Boppard wartet schon kühles Weizenbier und eine Runde Rollsitzenthärter von Norbert. Wir haben es uns verdient. 51 Rheinkilometer haben wir erfolgreich hinter uns gebracht. Boot und Mannschaft sind wohlauf.

Samstag, 05. September 2020

72 Rheinkilometer stehen uns heute bevor. Sabine steuert die erste Etappe und bringt uns gut zur Rudergemeinschaft Lahnstein. Dort wechselt die Mannschaft und wird auf der nächsten Etappe das deutsche Eck in Koblenz passieren. Passanten filmen die eingespielte Mannschaft. Danach wird das Wetter rauer.

Alle sind froh als sie endlich beim GTRVN in Neuwied ankommen. Dort warten Matthias und Johannes schon mit einem Mittagspicknick und Michael ist auch schon da. Michael vom Ruderclub Neuwied empfängt uns in seinem Heimatrevier – eine nette Geste. Er ist an dieser Tour auch nicht ganz unbeteiligt. Er hat uns in diesem Jahr am Goldkanal besucht und Ralph wichtige Hinweise zu jedem Kieselstein und jeder Welle auf unserer Tour gegeben. Und er hat das gut gemacht. Vielleicht hat die Loreley aus diesem Grund keine Chance uns ins Verderben zu führen?

Die Ruderer aus Neuwied müssen, wenn sie rudern wollen über den Deich. Gefühlt 100 Stufen nach oben und dann wieder 100 Stufen nach unten. Wie gut haben wir es am Goldkanal!
Kurz danach ist unsere Fahrt aber fast zu Ende. Eine Wespe in einer Bierflasche will in Norberts Magen und richtet auf dem Weg dorthin Unheil an. Die Sache geht jedoch zum Glück gut aus.

Die Restroute von 33 Kilometern bis Bad Honnef kann in Angriff genommen werden. Grauer Himmel, starker Gegenwind und stark bewegtes Wasser. Es gibt schönere Bedingungen. Doch auch diese Prüfung meistern wir – nicht zuletzt dank unserer Rheinaue. Das Wetter wird besser und der Wind lässt nach. Und dann wäre da noch Remagen zu erwähnen. Remagen ist die Stadt mit der Brücke. Also mit der Brücke in Remagen. Die heißt Ludendorff Brücke und ist eigentlich gar nicht mehr da. Deshalb können wir auch nicht unter ihr hindurchfahren. (*)
Die Etappe ist lang und die Mannschaft bettelt um eine Pause. Steuerfrau Corina ist aber unerbittlich und treibt uns bis zum Ziel. 17:30 Uhr pünktliches Anlegen in Bad Honnef. Nettes Städtchen, Abendessen beim Italiener – alles gut!

(*) Wer das nicht versteht, soll sich nicht grämen. Die Mannschaft versteht’s und ihr könnt ja nachfragen

Sonntag, 06. September 2020

7:00 Uhr Frühstück im Kühlraum des Hotels. Das soll uns auf die erste Etappe vorbereiten. (Draußen hat es gerade mal 8°C.) Diese soll uns zum schwimmenden Bootshaus in Mondorf bringen. Auf dem Weg dorthin wird unser Bugmann Ralph von einer Welle übermannt. Großes Gejammer – er soll sich nicht so haben! Das Bootshaus in Mondorf ist etwas Besonderes. Früher war es eine Autofähre – heute werden Ruderboote dort gelagert. Sehenswert!

Weiter nach Mannschaftswechsel bis Porz, um uns dort für die letzte Etappe nach Köln mit einem guten Mittagessen zu wappnen. Alles vor und los – zur letzten Etappe, die noch ein besonderes Highlight bereithält. Wir arbeiten uns durch das bewegte Wasser an der Innenstadt von Köln vorbei.

Ungewohnte Ausblicke auf Stadt und Dom fesseln uns. Steuermann Ralph hat Glück. Kein Zug überquert die zahlreichen Brücken während der Durchfahrt.

Ein würdiger Abschluss einer denkwürdigen und ereignisreichen Wanderrudertour. Dank an Corina und Ralph für die minutiöse Ausarbeitung der Tour und der permanenten Unterhaltung der gesamten Mannschaft!
Dank an unsere Rheinaue, die einiges mit uns aushalten musste und uns sicher zum Ziel brachte. Dank an unsere Steuerfrauen und –männer, Sabine, Corina, Ralph, Norbert und Matthias, die nicht in die Höhe sondern auf die Klippen schauten.
Dank an die Rettungssanitäter, die dafür sorgten, dass die Rudermannschaft komplett blieb. Dank an alle Rudervereine, die uns Ihre Steganlagen zur Verfügung stellten. Dank an Stephan der An-und Abfahrt zum Ruderrevier übernommen hat, unermüdlich im Maschinenraum gearbeitet hat und uns wie üblich mit Sprüchen und Lebensweisheiten versorgte. Dank an die tolle Landschaft und den Rhein, dass es sie gibt und uns ein tolles Rudererlebnis möglich machten.

Und was haben wir gelernt:
Heute stirbt keiner mehr beim Schiffen, nur weil eine Blondine sich die Haare kämmt!

Wisst ihr übrigens noch, wo sich die Ludendorff Brücke befindet?

Text und Bild: J. Decker

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