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Sportler des Jahres 2016



Sportler des Jahres 2016 der Stadt Rastatt


Gerald Roos ausgezeichnet zum Seniorensportler 2016


Bei der Sportlerehrung der Stadt Rastatt wurden die Sportler der Stadt Rastatt in mehreren Kategorien für ihre herrausragenden Leistungen ausgezeichnet. Preise gab es für die Sportlerin, den Sportler, der Mannschaft und dem Junior-Seniorsportler des Jahres. Gerald Roos, Mitglied der Segelabteilung des RCR, wurde zum Seniorensportler des Jahres 2016 gekührt. Schon 2013 wurde er für seinen zweiten Platz bei der Weltmeisterschaft der 505-er Zweimannboote mit dem Titel Sportler des Jahres 2013 bedacht. Seit 20 Jahren segelt er als Vorschoter in der Zweimann-Gleitjolle dem 505-er mit seinem Steuermann Stefan Böhm aus Köln zusammen. Seitdem konnten beide mit den Plätzen 5 2013 in Kiel und dem 6. in 2014 bei der WM in Port Elisabeth/Südafrika sowie dem 14. Platz bei der WM 2015 in Weymouth/England ihre Weltspitze beweisen. 2016 gewannen Sie zum vierten Mal den Eurocup am Gardasee in Italien einem Starkwindrevier. Beide spiele bei Starkwind ihre Kraft und Erfahrung ausspielen. Dann beweisen Sie Nervenstärke, um bei den letzten Wettfahrten der Serie, bei denen es oft um die Plätze 1 oder 2 geht, noch zu punkten. Gerald Roos ist ein Ausnahmesegler, der in der Saison 2017 bei den Europameisterschaften in Warnemünde an der Ostsee startet. Für 2018 ist der Start bei den Weltmeisterschaften in Gdynia in Polen geplant. Wir sind gespannt und drücken die Daumen für das 505-er Team Böhm/Roos.


Foto privat: Im Trapez Gerald Roos, an der Pinne Stefan Böhm

RCR-Opti-Kids


Optiliga Baden-Württemberg


Die Segeljugend des Landes-Seglerverbandes hat die Optiliga Baden-Württemberg ins Leben gerufen.

Für die Opti Anfänger gibt sie die Möglichkeit in das Segeln unter Wettfahrtbedingungen reinzuschnuppern.

Startberechtigt sind Anfänger, die noch nicht an B-Regatten teilgenommen haben.


In Baden-Württemberg gibt es vier Regionen, in denen Wettfahrten mit Begleitung durch Vereinstrainer für

den Nachwuchs ausgerichtet werden. Die Region Oberhein, Untersee, Obersee und Überlinger See veranstalten

Regatten und auch Trainings, um den Nachwuchs den Spaß am Segeln unter Wettfahrtbedingungen nahe zu bringen.


Ausschreibungen und Infos gibt es beim

Landes-Seglerverband.





Rudern

Wanderfahrt in Holland

RCR-Wanderfahrt auf Hollands Flüssen und Grachten mit Peter Möller

Der seit Jahren wandererfahrene Organisator Peter Möller konnte wieder eine Rudertour im Sommer auf Gewässern rund um Amsterdam anbieten. Seinem Ruf folgten Kameraden von Ruder-Club Rastatt, aus Berlin und eine wertvolle Verstärkung von der Rhenania Germersheim. Dabei auch deren Vorsitzender Roland Trauth, der gerade bei der Logistik für echte Highlights sorgte.

Standquartier in der Woche mit prächtigem Ruderwetter war das Motel „Jachthaven Borger“ in Vinkeveen. Hier erfuhr man einen tollen Gastservice. Die schließlich knapp 180 Wochenkilometer wurden zwei Vierern und Zweiern mit Steuermann errudert. Dabei war der Start am „Krummen Rhein“, ein Auenfluss, der mit einem querliegenden Baum als Barriere aufwartete. Nach dessen Überwinden, stärkte man sich in einem typischen holländischen Gartencafé und der Weg nach Utrecht war frei.

Die Durchfahrung der Stadt war nicht nur wegen der zwei passierten Gefängnisse etwas Besonders. Auf der Hauptgracht war so viel Betrieb, dass die Steuerleute die Meisterprüfung ablegen konnten. Nach der herzlichen Aufnahme beim Utrechter Ruderclub Orca sollte am kommenden Tag das Abenteuer durch Utrecht weitergehen. Doch nach der glücklichen Passage mit manchem Stopp und dem Passieren der Stadtschleuse lockte der Fluss Vecht. Hier wurden viele Hausboote jeder Qualität passiert, Herrensitze, Schlösser und Windmühlen als klassisches Fotomotiv.

Die Windmühlenromantik ging nach der Station Weesp weiter. Aber auch die Brücken wurden niedriger. Gleich bei der ersten macht Ruderkamerad Hans mit der Unterseite der beweglichen Brücke Bekanntschaft und verletzte sich.  Schließlich kamen die vier Rastatter Boote beim Amsterdamer Ruderverein Willem III an, wieder herzlich aufgenommen. Weiter ging es auf der schier nicht endende Amstel entlang nach Uithoorn, wo der angesteuerte Ruderclub zum Ausgangspunkt für Sternfahrten in den nächsten Tagen werden soll. Ausgiebig wurden die Grachten erkundet und erfahren. Auch die Steuerleute waren gefordert, sich im Wassernetz zurecht zu finden.

Jedenfalls genossen die Bootsbesatzungen die Partnerschaft auf dem Wasser mit anderen, herzlich grüßenden Partnern in den unterschiedlichen Wassergefährten. Zudem gehörten zum Programm von Peter Möller zwei touristische Ausflugstage. Dabei war man begeistert von der Atmosphäre in Den Haag und Delft. Außerdem boten Amsterdam bzw. Zandvoort manchen erlebenswerten Moment.

Hinterher waren die Teilnehmer an der RCR-Hollandfahrt beeindruckt vom Gebotenen und der Germersheimer Roland Trauth so, dass er versprach, die Tour unter seiner Leitung bald zu wiederholen.

 

Text/Bild. Rainer Wollenschneider

Rudern

Achterevent und Bootstaufe am Goldkanal

Rastatt(wo). Zwischen den drei Wassergefährten liegen über 60 Jahre. Einmal der 1956 in Rastatt getaufte, 18 Meter lange, Ruderachter „Jupiter“. Dann der in vielen Stunden restaurierte Renn-Gig-Achter „Germersheim“ aus dem Jahr 1953 und schließlich der eben getaufte Kunststoffeiner mit dem Namen „Murgflitzer“. Alle waren für die Sportler des Ruder-Club Rastatt am Goldkanal eine besondere Feier wert.

Ruderwart Uli Jung will mit seinem Sportrat den Aufwärtstrend, was Mitglieder betrifft, fördern und schaffte einen schmucken Einer an, in den 4000 Euro investiert wurden. Außerdem bekam das Trainingsmotorboot einen neuen Antrieb. Dazu gab es eine Regatta mit den Ruderdreiern „Flotter Dreier“ und „Seeteufel“ und verschiedenen Mannschaften. Siegreich nach Zwischenläufen war schließlich die Mannschaft mit Jette Meer, Ralf Kastner und Tim Wagner.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung am Goldkanal sollte neben der Geburtstagsfeier des „Jupiters“ (Jung:„Der hat in Sperrholz 60 Jahre durchgehalten.“) der nostalgische Achter „Germersheim“ stehen. So wie Autofans sich über einen Scheunenfund freuen, so klingt auch die Geschichte des schlanken Lulatschs. Er kam 1980 aus Germersheim, wo man ihn vor einem Sonnenwendfeuer rettete.

Das riesige Gefährt wurde nach einer ersten Restaurierung 1984 auf den Namen „Germersheim“ getauft. Beim Anrudern 1991 auf der Murg zwischen Anker- und Schließbrücke war zu wenig Wasser in der Murg und  der erste Achtzylinder (als Gag in Anlehnung an die Produktion im neuen Mercedes-Benz-Montagewerk) lief er auf einen „Murgwacker“ (Stein) auf und ging unter. Nach der Bootsreparatur wanderte das handwerkliche Meisterstück ins Abseits und wurde in luftiger Höhe gelagert. Wünsche nach dem Zersägen und Abfeuern überlebte der Achter, wie ein Wunder.

Der neue Steinmauerner Ruderwart Uli Jung erkannte den „Schatz“, den man da in der Halle hatte. In zahlreichen Arbeitseinsätzen wurde der Achter restauriert und kann zudem mit einer Besonderheit aufwarten. Er wurde 1953 beim Ludwigshafener Ruderverein von 1878 auf den Namen des Vereinsgründers „Konsul Andersen“ getauft. Nach Recherchen war er das erste Achtergefährt, das die aktuelle Bootsschmiede für Olympia- und Weltmeister-ruderboote,  Empacher in Eberbach am Neckar, 1953 ausgeliefert hat.

Stilecht, wie bei der Titanic-Einlage 1991 in der Murg, waren nun die Ruderer mit Zylinder und Fliege bei der erneuten Jungfernfahrt auf dem Goldkanal ausstaffiert. Wie damals hatte der erprobte Steuermann Peter Hacker seine Aufgabe übernommen und gemeistert. Schöne Bilder gab es dann für die Zuschauer am Ufer, als der neue Renneiner „Murgflitzer“, der Damenachter „Jupiter“ und die „Germersheim“ gemeinsam vorbeizogen.

Fotos: Wollenschneider

 

„Korsarpreis“ auf dem Goldkanal

Sonnenschein und leichter Wind



19 Segel-Teams beim „Korsarpreis“ auf dem Goldkanal

(Rastatt/Elchesheim-Illingen) Am Wochenende kamen 19 Segel-Teams aus Baden-Württemberg, Hessen und dem Saarland mit ihren Booten an den Goldkanal nahe Rastatt um Punkte für die deutsche Rangliste zu ersegeln. Gastgeber der Regatta war der Ruder-Club Rastatt (RCR). Zwei Tage lang bestimmten sommerliche Temperaturen aber gleichzeitig auch schwierige Windbedingungen den Wettbewerb. Dennoch reichte der  Wind für  zwei der geplanten fünf Wettfahrten aus.

Gesegelt wurde die sportliche „Korsar-Jolle“, die für zwei Erwachsene konzipiert ist. Die Boote sind ca. fünf Meter lang und rund 100 Kilo schwer. „Die Korsar-Klasse hat am Goldkanal bereits eine lange und erfolgreiche Tradition. Sportlich wird den Seglern von diesem Boot schon einiges abverlangt“, stellte dazu der Wettfahrtleiter Gunnar Roters fest. Bei den Leichtwindbedingungen am Wochenende war zudem auch die Regatta-Taktik nicht unwichtig.

Den Gesamtsieg des „Korsarpreises 2016“ sicherten sich Dietmar Schütz und Peter Lenk von der Segelkameradschaft Pforzheim, die ebenfalls am Goldkanal ansässig ist. Der zweite Platz ging an Axel Gramberg und Andrea Christ  von der Studentischen Seglergemeinschaft Stuttgart. Bjön Kaizik und  Christian Winkel vom Segelclub Graben-Neudorf und Yachtclub Saarbrücken belegten den dritten Platz.

Als bestes Team des Veranstalters belegten Lisa und Tim Debatin den fünften Platz der Gesamtwertung. Dieses Team führte am ersten Tag noch die Wertung an, verlor aber am zweiten Tag durch einen „schlechten Lauf“ erheblich an Plätzen.

Bei der Siegerehrung lobte Jürgen Wiesel, der in der deutschen Klassenvereinigung der Korsare für Regatten zuständig ist und bei dieser Regatta das Schiedsrichterteam unterstützte, das positive Engagement von Tim Debatin als Südwest-Obmann. So werden etwa von ihm beim RCR regelmäßig Trainings für Korsar-Segler angeboten.


Korsar-Jollen drängen sich auf dem Goldkanal beim Start und versuchen eine gute Ausgangsposition zu finden.


Foto: David Caird

Rudern

Rudern im Schatten der Zeppeline

Dreitägige Erlebnisrudertour auf dem Bodensee

Der Bodensee, auch das Schwäbisches Meer genannt, ist ein Wassersportrevier par excellence. Natürlich dürfen da die Ruderer zwischen den unzähligen Segelyachten, Motorbooten und sonstigen Gefährten nicht fehlen. Fahrtenleiterin Isolde Orschulko vom Rastatter Ruder-Club wollte auch einmal nach vielen Jahren auf anderen Gewässern das Revier zwischen Schwarzwald und Alpen kennenlernen.

Sie nahm mit dem Überlinger Ruderclub Bodan Kontakt auf, erhielt einen auf längere Zeit anvisierten  Termin und scharte weitere neun Rastatter Ruderer um sich. So wie im Vorfeld die Überlinger sehr kontaktfreudig waren, sollte sich auch der Aufenthalt entwickeln. Man erhielt Fahrtenvorschläge, die dann mit Begleitern des ÜRC Bodan auch realisiert wurden. Dabei sollten die Ruderinnen und Ruderer mit ihrem Revier an einem Nebenarm des Rheins feststellen, dass Bodenseerudern etwas Gewöhnungsbedürftiges ist und seine eigenen Regeln hat. Doch die landschaftlichen Schönheiten wogen vieles wieder auf.

Als eine kluge Entscheidung bei früher Anfahrt erwies sich eine Stadtführung durch das pulsierende aber auch nostalgische Überlingen mit so manchem sehenswerten Punkt. Hier hatte man auch zum ersten Mal optischen Kontakt mit den über dem Bodensee verkehrenden Zeppelinen. Das sollte auch die ganzen drei Tage so sein. Dabei der Höhepunkt, als ein Vierer bei strahlendem Sonnenschein, sich plötzlich sekundenlang im Schlagschatten der „Riesenzigarre“ befand.

Wanderruderwart Rolf Hospach hatte für seine Rastatter Gäste selbst private Termine zurückgestellt. Er war dabei, als bei stürmischer See eine Oberseerundfahrt angegangen wurde. Von den Steuerleuten wurde alles abgefordert, da vom ÜRC aus der See zu überqueren war, um in den Windschatten des Bodanrückens zu kommen. Eine Rastatter Ruderin hatte dabei Anzeichen von Seekrankheit. Doch dann verlief alles ruhiger: Man überquerte bei Marke 22 den Teufelstisch, erlebte im Bereich der Marienschlucht überraschende Hochrhein-ähnliche Bewaldung am Ufer und kam über Bodan in Sipplingen an. Nach der Abfahrt von dort, erlebten die Rastatter den Bodensee zu abendlicher Stunde von seiner besten Seite mit Wolkenmalereien am Himmel.

Zusammen mit Ruderkameraden aus Friedrichshafen und Überlingen unter der Regie von Ruderwartin Ulrike Gut machten sich die Rastatter dann auf eine 31-Kilometertour. Dieses führte vorbei an Postkartenmotiven: dem Kloster Birnau, den Pfahlbauten von Unteruhldingen und dem beeindruckenden Prospekt von Meersburg. Nach der Pause in Immenstadt hatte Renate Schlag eine besondere Variante parat. Sie steuerte den Achter durch die legendäre Dornier-Mole. Die beiden Vierer folgten. Die Premiere für auch viele Einheimische war durch den hohen Wasserstand des Bodensees begünstigt,

Nachdem es mit dem Linienbus wieder zurück nach Überlingen ging, sollte sich der Bodensee am letzten Tag bei der Rückfahrt von einer ganz anderen Seite zeigen. Es wurde schnell klar, warum die Überlingen sehr früh aufs Wasser gehen, denn ab zirka 11 Uhr wird der Spaßfaktor beim Rudern, gerade an Wochenenden, enorm getrübt. Linien-, Ausflugsschiffe, Fähren, rasende Motorboote und kreuzende Segelyachten zwingen zum öfteren Anhalten. Die Unruhe im Wasser fordert dann beim Ab- und Aufdrehen volle Konzentration.

Jedenfalls nach der Ankunft waren schnell die Einschränkungen auf dem Wasser durch die final gezeigte Gastfreundschaft der Überlinger vergessen. Die herrliche Kulisse beiderseits des Bodensees mit dem alles überragenden Säntis ist einfach beeindruckend. Übrigens ein weiter Faktor, der zur Zufriedenheit der Rastatter um Isolde Orschulko beitrug, war auch das Übernachten in der Martin-Buber-Jugendherberge, die sich von ihrer besten Seite zeigte.

Bild 1: Malerische Eindrücke, wie die Vorbeifahrt an Meersburg, gehörten zur Ruderfahrt der Rastatter Ruderer auf dem Bodensee.

Bild 2: Herrliche Abendstimmungen vor Sonnenuntergang hatte der Bodensee zu bieten.

Fotos: Wollenschneider