Kategorie: Segeln

Regatta Bericht Plobsheim 2026

RCR kapert Platz 2 und 3

Ein Wochenende, ein Verein, ein Fluss – und wieder einmal reichlich Grund zum Feiern: Die Finn-Flotte gab sich in Plobsheim beim ACAL ein Stelldichein, diesmal ganz ohne Europe-Begleitung, dafür mit stattlichem Ranglistenfaktor von 1,20. Der RCR war mit vier Mann stark vertreten: Jürgen Eiermann, Andreas Franke, Julian Hartung und Daniel Uhl gingen für den Verein an den Start – zu Gast bei unseren Freunden in Plobsheim, die uns ja auch immer an Ostern zu unserer Osterregatta besuchen. Ein gegenseitiger Besuch wertet eben jede Regatta auf und fördert die Gemeinschaft.

Samstag: Buffet schlägt Wind

Der Empfang durch Christoph und Josef auf dem ACAL-Gelände war wie gewohnt herzlich, die Anmeldung schnell erledigt – schließlich wartete um 12 Uhr ein Buffet, das seinesgleichen sucht. Käse, Wurst, Pastete, dazu Wein und Bier: Für die Finn-Segler war kulinarisch schon vor dem ersten Startschuss alles gewonnen.

Um 13:30 Uhr folgte die Steuermannsbesprechung mit Kursen und Ablauf, diesmal begleitet von einer besonders wachsamen Jury – die im Laufe des Wochenendes wegen einer Tonnenberührung auch tatsächlich zum Einsatz kam. Doch schon während der Besprechung war klar: Der Wind hatte keine großen Ambitionen mehr für diesen Tag. Pünktlich zum möglichen Start um 14:30 Uhr verabschiedete er sich vollständig.

Was folgte, war ausgedehntes Fachsimpeln, Boote-Tunen und jede Menge dummes Gebabbel am Steg. Für die spontane Unterhaltung sorgte ein Vater-Sohn-Gespann, das im seichten Wasser vor der Spundwand ein mehrstündiges „Hafenkino" ablieferte – kostenlose Zusatzattraktion inklusive. Da der Abend ebenfalls windstill blieb, fiel die erste Wettfahrt komplett aus. Dafür ging es pünktlich zum Abendessen: Haxe mit Spätzle, Wein und Espresso sorgten für Stärkung – und bei einigen zog sich die Team-Bildung bis in die frühen Morgenstunden hinein.

Sonntag: Er kommt doch noch

Der zweite Tag begann mit dem inzwischen vertrauten Ritual: Startverschiebung. Doch diesmal ließ der Wind sich tatsächlich blicken. Bei anspruchsvollen, wechselhaften Bedingungen konnten drei Wettfahrten gesegelt werden, in denen sich das Feld ordentlich durchmischte.

Am Ende setzte sich Bernd Rimmele vor Daniel Uhl und Andreas Franke durch und sicherte sich den Sieg bei der diesjährigen Finnregatta Plobsheim – Südwestmeisterschaft. Jürgen Eiermann belegte Platz 8, Julian Hartung Platz 11 – ein starkes Ergebnis der RCR-Crew in einem Feld von 21 Seglern aus Deutschland, Luxemburg, Frankreich und der Schweiz.

Und weil eine gute Tradition nie in Vergessenheit geraten sollte: Der frischgebackene Sieger Bernd wurde standesgemäß gewässert und von Julian und Jürgen kurzerhand in den Rhein befördert. Eigentlich ein Ritual, das man eher aus dem Optimisten-Nachwuchs kennt – aber tief drin steckt wohl in jedem Finn-Segler noch ein kleiner Bub.

In diesem Sinne: Bis zum nächsten Bericht von der Italienischen Meisterschaft in Malcesine Anfang Oktober am Gardasee – dem Saisonabschluss der RCR-Finn-Segler.

 

Text und Fotos: Daniel Uhl

Spaß am Goldkanal

22 strahlende Kinder aus Rastatt, Elchesheim-Illingen und Steinmauern waren am Samstag, den 05.09 zu Gast im RCR am Goldkanal. Wieder einmal konnten sie bei Sonnenschein und guter Laune alles ausprobieren, was unser Verein auf dem See zu bieten hat. Überall hörte man Lachen, fröhliche Rufe. Der erste Ruderschlag, der Wind im Gesicht beim Segeln oder eine flotte Runde mit den Mobos , begeistert genossen die Kids das Element Wasser.

Pünktlich zur Mittagszeit gab es Nudeln mit Bolognese und ein Eis. Dann konnte das Equipment getauscht werden und Neues ausprobiert. Und plötzlich mussten alle ihre sieben Sachen packen und auf Fahrrad oder zurück mit dem Bus nach Rastatt.

Ein herzliches Dankeschön sagen wir unsere vielen engagierten Vereinsmitglieder. Ohne euch wäre dieser bunte Ferientag nicht möglich gewesen — die Kinder freuen sich schon aufs nächste Jahr, wenn sie wieder beim „Spaß am Goldkanal“ dabei sein dürfen.

Text und Foto: S. Jung

Kaiser-Korsar-Preis 2026

Kaiserwetter und alle fünf Wettfahrten beim Korsarpreis 2026

Am vergangenen Wochenende (25. und 26. Juli) war der Goldkanal Austragungsort des Korsarpreises 2026. Insgesamt gingen 11 Boote mit 22 Seglerinnen und Seglern an den Start und erlebten ein abwechslungsreiches Segelwochenende bei bestem Sommerwetter.

Unter der Leitung von Wettfahrtleiter Gunnar Roters und seiner Stellvertreterin Nicole Meier (NSV) verlief die Veranstaltung reibungslos. Trotz zunächst schwieriger Windverhältnisse konnten alle fünf geplanten Wettfahrten wie vorgesehen durchgeführt werden.

Der Samstag begann mit viel Geduld: Bei zunächst nahezu völliger Flaute hieß es erst einmal abwarten. Im Laufe des Nachmittags setzte sich schließlich ein leichter Wind mit rund 6 Knoten durch, sodass noch zwei Wettfahrten gesegelt werden konnten.

Am Sonntag zeigte sich der Goldkanal dann von seiner sportlichen Seite. Bei etwa 12 Knoten Wind und Böen bis 20 Knoten herrschten ideale Bedingungen für drei weitere spannende Wettfahrten. So kamen sowohl Leichtwind- als auch Starkwindfans voll auf ihre Kosten.

Mit Kaiserwetter, fairen Wettkämpfen und einem gelungenen Ablauf war der Korsarpreis 2026 eine rundum erfolgreiche Veranstaltung des Ruder-Club Rastatt.

Die vollständigen Ergebnisse sind auf Manage2Sail verfügbar: https://www.manage2sail.com/DE-DE/event/Korsarpreis2026#!results.

Text: D. Uhl

 

Wakeboard statt Wende oder Ruderschlag – ein heißer Sonntag auf dem Rhein

 

Was macht man am heißesten Wochenende des Jahres? Genau – man tauscht Segel und Ruder gegen ein Wakeboard!

Unsere Motorbootabteilung hatte die Idee, einmal etwas ganz Neues für das abteilungsübergreifende Vereinsleben auf die Beine zu stellen und lud zu einem gemeinsamen Wakeboard- und Wakesurf-Nachmittag ein. Und tatsächlich fanden sich sechs mutige Freiwillige, die sich dieses Abenteuer nicht entgehen lassen wollten.

Pünktlich um 13 Uhr trafen wir uns am Club, machten das Wakeboard-Boot startklar und liefen gemütlich auf den Rhein aus. Auf unserer Trainingsstrecke angekommen, wurde schnell klar: Die ersten Versuche erinnerten eher an eine Badeveranstaltung als an elegantes Wakeboarden. Das Wasser war an diesem Sonntag definitiv öfter näher als das Brett.

Doch Aufgeben war keine Option! Mit jeder Runde wurden die Versuche besser und am Ende schaffte es fast jeder, mindestens einmal aufzustehen und ein paar Meter über die Wellen zu gleiten. Die schönsten Momente – und vermutlich auch die spektakulärsten Abflüge – findet ihr unten in unserer Bildergalerie.

Ein riesiges Dankeschön geht an Christoph und Thorsten, die mit Engelsgeduld, guten Tipps und einer ordentlichen Portion Humor unzählige Startversuche begleiteten. Dass sie dabei immer wieder die gleichen Anfängerfehler ertragen mussten, verdient höchsten Respekt.

Nach einem sportlichen Nachmittag wurden die kleinen und größeren Wehwehchen stilecht am Clubgelände versorgt: Bei einem kühlen Bier, Leckereien vom Grill und einem wunderschönen Sonnenuntergang ließen wir den Tag gemütlich ausklingen. Gegen 22 Uhr machten sich schließlich alle auf den Heimweg – glücklich, um viele Erfahrungen reicher und mit Muskelkater an Stellen, von denen man bisher gar nicht wusste, dass es dort Muskeln gibt.

Fazit: Ein rundum gelungener Nachmittag mit jeder Menge Spaß, vielen Lachern und definitiv Wiederholungsbedarf!

 
 
 
Text und Bilder: D. Uhl
 
 

Hessenmeisterschaft holt Baden!

Hessenmeisterschaft holt Baden!

Hessenmeisterschaft auf der Krombachtalsperre – Inoffizieller "Hessenmeistertitel" geht nach Baden!

Hessenmeisterschaft auf der Krombachtalsperre – Inoffizieller "Hessenmeistertitel" geht nach Baden!

Über das verlängerte Wochenende rund um den Brückentag traf sich die Seglergemeinschaft auf der Krombachtalsperre beim SCWw - Segelclub Westerwald zur Hessenmeisterschaft der Finn Klasse. Bereits am Donnerstag und Freitag nutzten viele Teilnehmer die Gelegenheit, das Revier bei einem lockeren Trainings kennenzulernen. Kleine Ausfahrten, Erfahrungsaustausch auf dem Wasser und gesellige Abende an Land sorgten für einen gelungenen Auftakt und machten schnell deutlich, dass dieses Wochenende nicht nur sportlich, sondern auch kameradschaftlich ein voller Erfolg werden würde.

Am Samstag startete dann die eigentliche Regatta. Die Wettervorhersage ließ bereits erahnen, dass es kein einfacher Segeltag werden würde und die Krombachtalsperre hielt, was sie versprach. Drehende und teilweise unberechenbare Winde stellten die Segler vor große Herausforderungen. Wer vorne mitsegeln wollte, brauchte nicht nur Geschwindigkeit, sondern auch ein gutes Auge für Winddreher und manchmal durchaus eine Portion Glück. Angesichts der schwierigen Bedingungen entschied sich die Wettfahrtleiterin Ann-Kristin Neuroth, am Samstag lediglich zwei Wettfahrten durchzuführen und die ursprünglich geplanten Läufe auf den Sonntag zu verschieben, für den deutlich mehr Wind angekündigt war.

Und mehr Wind gab es tatsächlich!
Der Sonntag präsentierte sich von seiner deutlich lebhafteren Seite. Ob der Wind dabei wirklich konstanter war, darüber dürften die Meinungen im Teilnehmerfeld auseinandergehen. Fest steht jedoch: Es wurde ordentlich gesegelt, und mit drei weiteren Wettfahrten konnte das geplante Programm erfolgreich abgeschlossen werden.

Besonders erfreulich aus Sicht des Ruderclubs Rastatt: Andreas Franke sicherte sich mit einer starken und konstanten Leistung den 1. Platz der Landesmeisterschaft Hessen und brachte damit den begehrten Titel kurzerhand nach Baden-Württemberg. Eine bemerkenswerte Leistung in einem starken Teilnehmerfeld und unter anspruchsvollen Bedingungen. Als besondere Auszeichnung durfte er außerdem den traditionsreichen Halbschalen-Wanderpokal mit nach Hause nehmen. Auch die übrigen Rastatter Segler konnten sich sehen lassen. Daniel Uhl belegte in dem 24 Boote starken Feld einen respektablen achten Platz und konnte ebenfalls zahlreiche wertvolle Erfahrungen auf dem anspruchsvollen Revier sammeln.

Doch nicht nur auf dem Wasser war die Veranstaltung hervorragend organisiert. Den Landteil hatte Ingo gemeinsam mit seiner Crew wieder einmal vorbildlich im Griff. Von einem reichhaltigen Frühstück über das wohlverdiente Einlaufbier bis hin zum Abendessen war jederzeit bestens für das leibliche Wohl gesorgt. Besonders die Pasta mit zwei verschiedenen Varianten und frischem Salat fand großen Anklang bei den Teilnehmern. Am Samstagabend übernahm dann das engagierte Thekenteam, vor allem unterstützt von den jüngeren Vereinsmitgliedern, die Versorgung der Segler. So konnte bei kühlen Getränken und dem Fußballspiel des Abends noch lange gefachsimpelt, gelacht und über die zahlreichen Winddreher diskutiert werden. Die perfekte Vorbereitung also für den letzten Regattatag.

Damit geht der Sieg zwar nach Baden, der Titel „Hessenmeister“ bleibt jedoch aus formalen Gründen im Bundesland. Schließlich kann bei einer nicht offenen Landesmeisterschaft nur ein echter Hesse Hessenmeister werden. Andreas Franke darf sich daher mit einem Augenzwinkern als „inoffizieller Hessenmeister“ bezeichnen – und den Pokal trotzdem völlig offiziell nach Rastatt entführen.

Text und Bild: D. Uhl

 

 

Schneeglöckchen-Regatta 2026

Saisonauftakt 2.0 am Goldkanal: Erfolgreiche Ranglisten-Regatta beim RCR

Nach dem großen Regattawochenende an Ostern mit der Finn- und Europe-Regatta hat der Ruder Club Rastatt am 18. und 19. April direkt nachgelegt: Mit der traditionellen Schneeglöckchen-Regatta für ILCA 7- und ILCA 6-Jollen wurde die Segelsaison 2026 am Goldkanal gewissermaßen im „Auftakt 2.0“ fortgesetzt.

Insgesamt 36 Boote gingen an den Start – darunter auch zahlreiche Gäste aus Frankreich, da die Regatta Teil der Serie „Grand Est“ ist. Zwölf Teilnehmer kamen von der anderen Rheinseite und sorgten erneut für ein starkes internationales Feld.

Der Vorsitzende Mattias Koerwer begrüßte die Seglerinnen und Segler herzlich, bevor Regattaleiter Andreas Deckers das Kommando übernahm. Geduld war jedoch zunächst gefragt: Der Samstag präsentierte sich zwar von seiner sonnigen Seite, blieb aber nahezu windstill – perfekte Bedingungen für Spaziergänger, weniger für Regattasegler.

Auch der Sonntag begann alles andere als verheißungsvoll: Regen, Kälte und erneut Flaute bestimmten das Bild. Doch im Laufe des Tages setzte schließlich der angekündigte Wetterumschwung ein. Mit auffrischendem Nordwind und ersten Sonnenstrahlen konnten Andreas Deckers und sein Team drei Wettfahrten durchführen. Die drehenden und böigen Bedingungen am Goldkanal verlangten den Teilnehmenden einmal mehr volle Konzentration und taktisches Feingefühl ab – eine echte Herausforderung, wie man sie hier kennt.

In der Klasse ILCA 7 setzte sich Bertrand Blanchet (FRA 211254) vor Benoit Vandereck (FRA 224207) und Miro Taphanel (GER 198607) durch.
In der ILCA 6 gewann Lukas Fangmeyer (GER 220962) vor Lukas Philipps (GER 205820) und Claude Wurz (FRA 207657).

Ein besonderer Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die auch dieses zweite große Regattawochenende möglich gemacht haben: dem Wettfahrtteam, unserem Clubwirt Ralph in der Kombüse sowie der DLRG für ihre Unterstützung an Land und auf dem Wasser.

Mit diesem gelungenen „Auftakt 2.0“ ist der RCR nun endgültig in der Segelsaison 2026 angekommen.