Kategorie: Der Club

Spaß am Goldkanal

22 strahlende Kinder aus Rastatt, Elchesheim-Illingen und Steinmauern waren am Samstag, den 05.09 zu Gast im RCR am Goldkanal. Wieder einmal konnten sie bei Sonnenschein und guter Laune alles ausprobieren, was unser Verein auf dem See zu bieten hat. Überall hörte man Lachen, fröhliche Rufe. Der erste Ruderschlag, der Wind im Gesicht beim Segeln oder eine flotte Runde mit den Mobos , begeistert genossen die Kids das Element Wasser.

Pünktlich zur Mittagszeit gab es Nudeln mit Bolognese und ein Eis. Dann konnte das Equipment getauscht werden und Neues ausprobiert. Und plötzlich mussten alle ihre sieben Sachen packen und auf Fahrrad oder zurück mit dem Bus nach Rastatt.

Ein herzliches Dankeschön sagen wir unsere vielen engagierten Vereinsmitglieder. Ohne euch wäre dieser bunte Ferientag nicht möglich gewesen — die Kinder freuen sich schon aufs nächste Jahr, wenn sie wieder beim „Spaß am Goldkanal“ dabei sein dürfen.

Text und Foto: S. Jung

Vogalonga !

Vogalonga im Mai 2026

Nach einer zweijährigen Planungsphase durch unsere Fahrtenleiterin Corina Klug-Kastner begann die Reise am 20. Mai in den frühen Morgenstunden in Richtung Venedig. Unser Ziel war die Teilnahme an der Vogalonga, einer alljährlich stattfindenden Ruderregatta in der Lagune von Venedig. Ursprünglich wurde die Veranstaltung 1974 als friedlicher Protest gegen den zunehmenden Motorbootverkehr und die damit einhergehende Wasserverschmutzung und Wellenbildung ins Leben gerufen. Die Teilnahme ist ausschließlich Booten vorbehalten, die mit Muskelkraft betrieben werden. Die Gesamtlänge der Strecke beträgt 30 Kilometer. Sie startet und endet am Markusplatz. Die Route führt vorbei an den Inseln Vignole und San Erasmo bis nach Burano und zurück über Murano und durch den Canal Grande. Nach einer reibungslosen Fahrt konnten wir am frühen Abend unsere Quartiere auf einem Campingplatz in Punta Sabbioni beziehen. Schon der Zwischenstopp an einer vorgelagerten Bucht, in der die Boote abgeladen wurden, gab uns einen Vorgeschmack auf die kommenden Tage. Sonniges Wetter, der Geruch von Meerwasser und geschäftiges Treiben einiger Teilnehmer, die Boote aller Gattungen in der Bucht „parkten“. Nach einem gemeinsamen Abendessen starteten am folgenden Tag die Erkundungstouren mittels Ruderboot aber auch zu Fuß bzw. mit den regelmäßig verkehrenden Fähren. Auf dem Programm standen eine Tour nach Burano sowie nach San Erasmo - das bedeutete rudern bei optimalen Bedingungen und bereits erste Eindrücke aus der Ferne von Venedig und der Ruderstrecke für die Vogalonga sammeln - auch für das leibliche Wohl war gesorgt, dank Gastronomie mit optimalen Anlandungsbedingungen.

Am 24. Mai war es dann soweit. In aller Frühe klingelten die Wecker und auf dem, überwiegend mit Teilnehmern besetzten, Campingplatz herrschte reges Treiben - Frühstück, Ruderutensilien zusammenpacken und bloß nicht genug Wasser und Sonnenschutz vergessen, So konnten wir frühzeitig ablegen und näherten uns gemütlich dem Startpunkt in Venedig, schon die Anfahrt war ein Erlebnis. Sommerliche Morgenstimmung in der Lagune und aus allen Richtungen strömten Boote und bildeten eine Kolonne Richtung Startplatz vor dem Markusplatz. Zusehens füllte sich das Wasser mit Booten aller Art und es herrschte eine freudige und erwartungsvolle Stimmung.

9:00 Startschuss. Es geht endlich los! Unbeschreiblich wie sich über 2000 Boote vor der Kulisse Venedigs unter dem Jubel der zahlreich am Ufer stehenden Zuschauer in Bewegung setzen - ein Gänsehautmoment auch für die alten Ruderhasen unserer Gruppe. Das Feld bewegt sich langsam voran und nimmt allmählich Fahrt auf, wobei „Fahrt“ ein relativer Begriff ist, immer wieder Stop-and-Go und je enger es wird, desto lauter werden die Rufe der Mannschaften in den benachbarten Booten- wir sind unverkennbar in Italien. Auf der Strecke gibt es viel zu sehen und neben der Ruderei lebt diese Veranstaltung vom enormen Zuspruch der Bewohner an der Strecke sowie der Touristen. Fast ununterbrochen kommen freundliche Zurufe oder Musik vom Ufer und wenn man mal wieder an einem Nadelöhr auf der Strecke festhängt und versucht seine Skulls zu entwirren, erinnert einen das daran, dass es nicht um die schnellste Zeit, sondern schlichtweg um dieses einmalige Erlebnis geht. Auf der Strecke beeindruckt ein weiteres Mal der Blick auf die bunten Häuschen von Burano und die Masse der anderen Boote, die zum Teil kunstvoll dekoriert sind. Vorbei an Burano ging es zurück Richtung Venedigund dem Highlight, dem Canal Grande. Die Einfahrt in den Canale di Cannaregio wird von einem Motorboot geregelt, um zumindest das größte Chaos zu vermeiden - dann endlich geht es auf den letzten und spektakulärsten Teil der Strecke. Zunächst bildet sich ein Stau, der von couragierten Tauchern geregelt wird, die nach und nach Boote passieren lassen. Unter dem Applaus der Zuschauer und Jubelrufen der mitgereisten RCR-Fans geht es unter zahlreichen Brücken hindurch durch das unglaubliche Ambiente der Serenissima. Dann biegt man um eine Ecke und es ist plötzlich sehr ruhig - in diesem Bereich sind keine Zuschauer und die übliche Betriebsamkeit ist für ein paar Stunden durch die Sperrung für Motorboote unterbrochen. In diesem Moment wird einem der ursprüngliche Zweck dieser Veranstaltung nachvollziehbar. Der Zieleinlauf wird durch die Durchsage der Namen und die Medaillenübergabe direkt ins Boot zelebriert. Was für ein Tag voller unvergesslicher Eindrücke! Der Heimweg zu „unserer“ Bucht zieht sich gefühlt noch in die Länge, aber am Ende des Tages sind alle Teilnehmer wieder gesund am Ziel und alle Boote unbeschadet auf dem Anhänger. Eine rundum tolle und eindrucksvolle Wanderfahrt geht zu Ende! Diese war so nur Dank unserer Fahrtenleiterin, den Obleuten, den Fahrerinnen und Fahrern der Fahrzeuge und nicht zuletzt dem „alles was noch zu organisieren ist“ Team möglich.

DANKE

Text: Elke  & Fotos: Corina, Isolde

Drei Tage Rudern mit Eva und RG München !

Drei Tage Rudern mit Eva und RG München !

Die „Münchner“, die sonst ja auf der Regattastrecke in Oberschleißheim skullen oder ihre Riemen in den Bahnen ziehen, waren letztes Wochenende bei uns am RCR zu Gast. Endlich mal gemeinsam mit uns raus auf den Rhein!

Schon am Freitag ging es vormittags mit unseren Wanderruderbooten vom Bootshaus los Richtung Germersheim. Bei dem niedrigen Wasserstand war das direkt ein kleines Abenteuer: Der Pegel Maxau stand bei gerade mal 318 Zentimetern, sodass die Buhnen komplett aus dem Wasser ragten und dazwischen riesige Sand- und Kiesbänke zum Vorschein kamen. Auch die Berufsschifffahrt war entsprechend minimiert. Tolles Rudern auf fast spiegelglattem Wasser. Nach der Ankunft im Germersheimer Hafen haben wir erstmal die Boote versorgt und sind danach gemütlich im „Poseidon“ versunken. Abends am Club wurde dann bis spät gequatscht und bei einer ordentlichen Portion Spaghetti Kraft für den nächsten Tag getankt.

Am Samstag hieß es dann Start in Greffern. Vor allem die Schleuse Iffezheim mit ihrem Gefälle von zwölf Metern war für unsere Gäste aus Bayern ein echtes Highlight. Danach ging es rheinabwärts zurück zum RCR. Den Abend haben wir in einer etwas kleineren Runde drüben im Elsass bei richtig gutem Flammkuchen ausklingen lassen.

Bevor die Münchner am Sonntag schließlich die Heimreise antraten, ließen sie es sich auf dem Goldkanal natürlich nicht nehmen, noch in unseren neuen Rennvierer zu steigen und mit einer ganz anderen Schlagfrequenz ihr „badisches Wochenende“ zu beschließen!

Kurzum: Ein absolut geniales Wochenende mit Freunden im Boot!

   

Kaiser-Korsar-Preis 2026

Kaiserwetter und alle fünf Wettfahrten beim Korsarpreis 2026

Am vergangenen Wochenende (25. und 26. Juli) war der Goldkanal Austragungsort des Korsarpreises 2026. Insgesamt gingen 11 Boote mit 22 Seglerinnen und Seglern an den Start und erlebten ein abwechslungsreiches Segelwochenende bei bestem Sommerwetter.

Unter der Leitung von Wettfahrtleiter Gunnar Roters und seiner Stellvertreterin Nicole Meier (NSV) verlief die Veranstaltung reibungslos. Trotz zunächst schwieriger Windverhältnisse konnten alle fünf geplanten Wettfahrten wie vorgesehen durchgeführt werden.

Der Samstag begann mit viel Geduld: Bei zunächst nahezu völliger Flaute hieß es erst einmal abwarten. Im Laufe des Nachmittags setzte sich schließlich ein leichter Wind mit rund 6 Knoten durch, sodass noch zwei Wettfahrten gesegelt werden konnten.

Am Sonntag zeigte sich der Goldkanal dann von seiner sportlichen Seite. Bei etwa 12 Knoten Wind und Böen bis 20 Knoten herrschten ideale Bedingungen für drei weitere spannende Wettfahrten. So kamen sowohl Leichtwind- als auch Starkwindfans voll auf ihre Kosten.

Mit Kaiserwetter, fairen Wettkämpfen und einem gelungenen Ablauf war der Korsarpreis 2026 eine rundum erfolgreiche Veranstaltung des Ruder-Club Rastatt.

Die vollständigen Ergebnisse sind auf Manage2Sail verfügbar: https://www.manage2sail.com/DE-DE/event/Korsarpreis2026#!results.

Text: D. Uhl

 

Wakeboard statt Wende oder Ruderschlag – ein heißer Sonntag auf dem Rhein

 

Was macht man am heißesten Wochenende des Jahres? Genau – man tauscht Segel und Ruder gegen ein Wakeboard!

Unsere Motorbootabteilung hatte die Idee, einmal etwas ganz Neues für das abteilungsübergreifende Vereinsleben auf die Beine zu stellen und lud zu einem gemeinsamen Wakeboard- und Wakesurf-Nachmittag ein. Und tatsächlich fanden sich sechs mutige Freiwillige, die sich dieses Abenteuer nicht entgehen lassen wollten.

Pünktlich um 13 Uhr trafen wir uns am Club, machten das Wakeboard-Boot startklar und liefen gemütlich auf den Rhein aus. Auf unserer Trainingsstrecke angekommen, wurde schnell klar: Die ersten Versuche erinnerten eher an eine Badeveranstaltung als an elegantes Wakeboarden. Das Wasser war an diesem Sonntag definitiv öfter näher als das Brett.

Doch Aufgeben war keine Option! Mit jeder Runde wurden die Versuche besser und am Ende schaffte es fast jeder, mindestens einmal aufzustehen und ein paar Meter über die Wellen zu gleiten. Die schönsten Momente – und vermutlich auch die spektakulärsten Abflüge – findet ihr unten in unserer Bildergalerie.

Ein riesiges Dankeschön geht an Christoph und Thorsten, die mit Engelsgeduld, guten Tipps und einer ordentlichen Portion Humor unzählige Startversuche begleiteten. Dass sie dabei immer wieder die gleichen Anfängerfehler ertragen mussten, verdient höchsten Respekt.

Nach einem sportlichen Nachmittag wurden die kleinen und größeren Wehwehchen stilecht am Clubgelände versorgt: Bei einem kühlen Bier, Leckereien vom Grill und einem wunderschönen Sonnenuntergang ließen wir den Tag gemütlich ausklingen. Gegen 22 Uhr machten sich schließlich alle auf den Heimweg – glücklich, um viele Erfahrungen reicher und mit Muskelkater an Stellen, von denen man bisher gar nicht wusste, dass es dort Muskeln gibt.

Fazit: Ein rundum gelungener Nachmittag mit jeder Menge Spaß, vielen Lachern und definitiv Wiederholungsbedarf!

 
 
 
Text und Bilder: D. Uhl
 
 

Wanderfahrt – RCR nach Ingelheim in Juni 2026

Wanderfahrt – RCR nach Ingelheim vom 20. – 22.06.2026

Fünf verwegene Ingelheim-Ruderer machten sich am Samstag, 20. Juni recht zeitig auf dieStrecke vom Bootshaus bis nach Speyer. Zeitiges Ankommen um 13 Uhr in Speyer war das Ziel, denn dann wurde es recht warm! Bei der RG Speyer fand eine Kirchboot-Regatta von Betriebssportmannschaften statt, wo zugeschaut wurde. Dann ging es in den kühlen Dom und im Alten Hammer“ gab es im Biergarten leckere Pfälzer Spezialitäten.

Am Sonntag musste das morgendliche Gewitter abgewartet werden, was eine frühe Abfahrtzeitum einige Stunden verzögerte. Bei den Kanuten in Worms wurde beim Griechen eine leckere Mittagspause eingelegt.

Am Tagesziel Gernsheim etwas verschwitzt angekommen, brachte ein „Radler“ am Kiosk an der Fähre schnelle Erholung.

Auch am dritten Tag wurde die Etappe von Gernsheim bis Ingelheim gemeistert. Eine Pause beim Italiener in Mainz, dann vorbei am Schloss Biebrich in Wiesbaden, an Eltvillebis ans Ziel in Ingelheim – alles lief nach Plan.

Mannschaft mit Bus und Bootsanhänger kam wohlbehalten und akkurat gemäß dem Detailzeitplan am RCR an.

Ganz persönliche Eindrücke: wir mussten nicht frieren, die wohltuende Wärme hat den alten Knochen stundenlang fast schmerzfreie Bewegung verschafft und die kühlen Notbiere zur Flüssigkeitsregulation mit Panoramablick schweißten die Crew zusammen, viel gelacht, wenige Blasen, kein Sonnenbrand – alles gut.

Herzlichen Dank an den nicht zurückgeschreckten Fahrtenleiter Ralph.

 

Text und Fotos: I.Orschulko