Kategorie: Der Club

Hessenmeisterschaft holt Baden!

Hessenmeisterschaft holt Baden!

Hessenmeisterschaft auf der Krombachtalsperre – Inoffizieller "Hessenmeistertitel" geht nach Baden!

Hessenmeisterschaft auf der Krombachtalsperre – Inoffizieller "Hessenmeistertitel" geht nach Baden!

Über das verlängerte Wochenende rund um den Brückentag traf sich die Seglergemeinschaft auf der Krombachtalsperre beim SCWw - Segelclub Westerwald zur Hessenmeisterschaft der Finn Klasse. Bereits am Donnerstag und Freitag nutzten viele Teilnehmer die Gelegenheit, das Revier bei einem lockeren Trainings kennenzulernen. Kleine Ausfahrten, Erfahrungsaustausch auf dem Wasser und gesellige Abende an Land sorgten für einen gelungenen Auftakt und machten schnell deutlich, dass dieses Wochenende nicht nur sportlich, sondern auch kameradschaftlich ein voller Erfolg werden würde.

Am Samstag startete dann die eigentliche Regatta. Die Wettervorhersage ließ bereits erahnen, dass es kein einfacher Segeltag werden würde und die Krombachtalsperre hielt, was sie versprach. Drehende und teilweise unberechenbare Winde stellten die Segler vor große Herausforderungen. Wer vorne mitsegeln wollte, brauchte nicht nur Geschwindigkeit, sondern auch ein gutes Auge für Winddreher und manchmal durchaus eine Portion Glück. Angesichts der schwierigen Bedingungen entschied sich die Wettfahrtleiterin Ann-Kristin Neuroth, am Samstag lediglich zwei Wettfahrten durchzuführen und die ursprünglich geplanten Läufe auf den Sonntag zu verschieben, für den deutlich mehr Wind angekündigt war.

Und mehr Wind gab es tatsächlich!
Der Sonntag präsentierte sich von seiner deutlich lebhafteren Seite. Ob der Wind dabei wirklich konstanter war, darüber dürften die Meinungen im Teilnehmerfeld auseinandergehen. Fest steht jedoch: Es wurde ordentlich gesegelt, und mit drei weiteren Wettfahrten konnte das geplante Programm erfolgreich abgeschlossen werden.

Besonders erfreulich aus Sicht des Ruderclubs Rastatt: Andreas Franke sicherte sich mit einer starken und konstanten Leistung den 1. Platz der Landesmeisterschaft Hessen und brachte damit den begehrten Titel kurzerhand nach Baden-Württemberg. Eine bemerkenswerte Leistung in einem starken Teilnehmerfeld und unter anspruchsvollen Bedingungen. Als besondere Auszeichnung durfte er außerdem den traditionsreichen Halbschalen-Wanderpokal mit nach Hause nehmen. Auch die übrigen Rastatter Segler konnten sich sehen lassen. Daniel Uhl belegte in dem 24 Boote starken Feld einen respektablen achten Platz und konnte ebenfalls zahlreiche wertvolle Erfahrungen auf dem anspruchsvollen Revier sammeln.

Doch nicht nur auf dem Wasser war die Veranstaltung hervorragend organisiert. Den Landteil hatte Ingo gemeinsam mit seiner Crew wieder einmal vorbildlich im Griff. Von einem reichhaltigen Frühstück über das wohlverdiente Einlaufbier bis hin zum Abendessen war jederzeit bestens für das leibliche Wohl gesorgt. Besonders die Pasta mit zwei verschiedenen Varianten und frischem Salat fand großen Anklang bei den Teilnehmern. Am Samstagabend übernahm dann das engagierte Thekenteam, vor allem unterstützt von den jüngeren Vereinsmitgliedern, die Versorgung der Segler. So konnte bei kühlen Getränken und dem Fußballspiel des Abends noch lange gefachsimpelt, gelacht und über die zahlreichen Winddreher diskutiert werden. Die perfekte Vorbereitung also für den letzten Regattatag.

Damit geht der Sieg zwar nach Baden, der Titel „Hessenmeister“ bleibt jedoch aus formalen Gründen im Bundesland. Schließlich kann bei einer nicht offenen Landesmeisterschaft nur ein echter Hesse Hessenmeister werden. Andreas Franke darf sich daher mit einem Augenzwinkern als „inoffizieller Hessenmeister“ bezeichnen – und den Pokal trotzdem völlig offiziell nach Rastatt entführen.

Text und Bild: D. Uhl

 

 

Schneeglöckchen-Regatta 2026

Saisonauftakt 2.0 am Goldkanal: Erfolgreiche Ranglisten-Regatta beim RCR

Nach dem großen Regattawochenende an Ostern mit der Finn- und Europe-Regatta hat der Ruder Club Rastatt am 18. und 19. April direkt nachgelegt: Mit der traditionellen Schneeglöckchen-Regatta für ILCA 7- und ILCA 6-Jollen wurde die Segelsaison 2026 am Goldkanal gewissermaßen im „Auftakt 2.0“ fortgesetzt.

Insgesamt 36 Boote gingen an den Start – darunter auch zahlreiche Gäste aus Frankreich, da die Regatta Teil der Serie „Grand Est“ ist. Zwölf Teilnehmer kamen von der anderen Rheinseite und sorgten erneut für ein starkes internationales Feld.

Der Vorsitzende Mattias Koerwer begrüßte die Seglerinnen und Segler herzlich, bevor Regattaleiter Andreas Deckers das Kommando übernahm. Geduld war jedoch zunächst gefragt: Der Samstag präsentierte sich zwar von seiner sonnigen Seite, blieb aber nahezu windstill – perfekte Bedingungen für Spaziergänger, weniger für Regattasegler.

Auch der Sonntag begann alles andere als verheißungsvoll: Regen, Kälte und erneut Flaute bestimmten das Bild. Doch im Laufe des Tages setzte schließlich der angekündigte Wetterumschwung ein. Mit auffrischendem Nordwind und ersten Sonnenstrahlen konnten Andreas Deckers und sein Team drei Wettfahrten durchführen. Die drehenden und böigen Bedingungen am Goldkanal verlangten den Teilnehmenden einmal mehr volle Konzentration und taktisches Feingefühl ab – eine echte Herausforderung, wie man sie hier kennt.

In der Klasse ILCA 7 setzte sich Bertrand Blanchet (FRA 211254) vor Benoit Vandereck (FRA 224207) und Miro Taphanel (GER 198607) durch.
In der ILCA 6 gewann Lukas Fangmeyer (GER 220962) vor Lukas Philipps (GER 205820) und Claude Wurz (FRA 207657).

Ein besonderer Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die auch dieses zweite große Regattawochenende möglich gemacht haben: dem Wettfahrtteam, unserem Clubwirt Ralph in der Kombüse sowie der DLRG für ihre Unterstützung an Land und auf dem Wasser.

Mit diesem gelungenen „Auftakt 2.0“ ist der RCR nun endgültig in der Segelsaison 2026 angekommen.

Saisoneröffnung im RCR 2026


Bei bestem Frühlingswetter eröffnete der Vereinsvorsitzende Matthias Koerwer am 22. März die Saison 2026 des Ruder-Club Rastatt 1898 (RCR) am Goldkanal. Sonnenschein und gute Laune sorgten für einen gelungenen Start in die neue Saison.
Endlich geht es wieder aufs Wasser – zum Rudern, Segeln und Motorbootfahren. Die Vorfreude auf die kommenden Monate und viele gemeinsame Stunden im und am Verein war deutlich spürbar.
Wie jedes Jahr wurden auch diesmal die Fahrtenabzeichen verliehen. Die Ruderinnen und Ruderer erhielten sie für ihre im vergangenen Jahr zurückgelegten Kilometer – eine schöne Anerkennung für ihren Einsatz.
Zum Abschluss wünschte der Vorsitzende allen eine unfallfreie Saison – und dass immer genauso viele glückliche Ablegerinnen und Ableger wie glückliche Anlegerinnen und Anleger unterwegs sind. Mit diesem Wunsch stoßen alle gemeinsam auf eine spannende und sichere Saison an.
Damit ist die Saison offiziell eröffnet – und der RCR freut sich auf viele tolle Stunden am und auf dem Wasser.

Text und Bilder: Nicoletta Arndt

RCR investiert für den Sport von Morgen

Jahreshauptversammlung des RC Rastatt 20.3.2026

„Mit Freunden im Boot“, ist die Device des Ruder-Club Rastatt (RCR) mit seiner Segel-, Ruder- und Motorbootabteilung und 569 Mitgliedern am Goldkanal. Bei der Jahreshauptversammlung 2026 stellte dazu der Vorsitzende Matthias Koerwer fest: „Das Vereinsleben findet in den Abteilungen statt und das funktioniert!“
So konnte Segelwart Ralf Rössler vermelden, dass erfolgreich mehrere Regatten auf dem Revier mit fast 80 Helfern durchgeführt wurden. Dazu konnte Lisa Kebschull deutsche Vizemeisterin bei den „Europes“ werden. Aktuell gewann Jürgen Eiermann vor Andreas Franke vom RCR die profilierte Finn-Dinghy-Regatta in Cannes. Dabei wird durch das angeleitete Training in den Bootsklassen „Optimist“ und „Europe“ Nachwuchsarbeit geleistet. Zudem stellt der RCR fünf große Clubboote Mitgliedern zur Verfügung.
Ruderwart Tillmann Runck vermeldete, dass die Ruderer im Fahrtenwettbewerb Baden-Württemberg auf Platz Eins und bundesweit auf Platz 7 gelandet sind. Bei 46 000 Fahrtenkilometern wurde 21-mal der Fahrtenwettbewerb erfüllt. Erfolgreich platzierte man sich bei mehreren besuchten Regatten. Auf Hochtouren laufen nach Runck die Vorbereitungen für das Landes-rudertreffen am 27. Juni. Für den Ruderkurs 16.05.-17.05.2026 gibt es noch freie Plätze.
Zufrieden zeigte sich bei der Versammlung auch der Motorbootwart Martin Brunner. Man wirke abteilungsübergreifend und die 15 Ausnahmegenehmigungen sind belegt.
Schatzmeister Konrad Roth schilderte die gute Entscheidung, in eine Photovoltaik-Anlage investiert zu haben. Auch die Speicherbatterie sei sehr gut abgestimmt. Das nächste Großinvestitionsprojekt ist die Erneuerung der Slip-Rampe. Dazu Matthias Koerwer: „Es ist fünf vor zwölf!“ Die Anwesenden billigten einstimmig einen vorgegebenen Kostenrahmen.
Unter den Ehrungen ragen die 70 Jahre Aktivität von Peter Hacker hervor. Geehrt wurden außerdem für 40 Jahre: Martin, Sibylle und Wolfgang Kirchner sowie Uschi Bodemer. Für 50 Jahre: Jürgen Eiermann. Für 60 Jahre: Ralf Schönberger. Für 65 Jahre: Anton Kastner und Reinhard Magosch.
Herausragend die 70 aktiven Jahre von Peter Hacker.

Text und Fotos: R. Wollenschneider

Feuchte Nikolausbescherung mit vier Rentieren

Am Goldkanal kam Nikolaus im Ruderboot

Nach der Premiere im letzten Jahr kam beim RCR (Ruder-Club-Rastatt) der Nikolaus, begleitet von vier Rens in Verkleidung, im Ruderboot. Dabei verlief der Besuch von wartenden Mitgliedern der drei RCR-Abteilungen etwas anders als geplant. Als die Alternative zum Rentier-Schlitten diente der Bootsvierer „Murg“. Als der Nikolaus einsteigen wollte, rutschte er aus und stand bis zum Bauchnabel im Wasser. Dazu kam der Verlust der Rute: Aber die vier weiblichen Rens ruderten den Mann in Rot rasch zum Steg. Der Nikolaus, RCR-Vorsitzender Matthias Koerwer, ließ sich bei der Bescherung nichts anmerken und beglückte Jung und Alt mit Geschenken.
Text & Bilder: Rainer Wollenschneider

 

Hamburg – das Tor zur (Ruder-)Welt

Hamburg ist ja bekanntlich immer eine Reise wert …
Ende Oktober nahmen einige RCR-Mitglieder den „Fari Cup“ zum Anlass, dieser schönen Stadt einen Besuch abzustatten.
Diese Regatta gibt es seit 1992, und die Teilnehmerzahlen steigen ständig (in diesem Jahr 270 Boote). Gerudert wird in Vierern oder Achtern, in Gigs oder Rennbooten.
Seit zwei Jahren reifte bereits die Idee, bei dieser Regatta an den Start zu gehen - der Gedanke, auf der Außenalster zu rudern, war einfach zu verlockend.
So machte sich eine gut gelaunte Reisegruppe von Ruderern und „Betreuerinnen“ mit der Deutschen Bahn auf den Weg gen Norden. Die Fahrt verlief – aller Unkenrufe zum Trotz – problemlos, sodass bereits am Donnerstagnachmittag an den Landungsbrücken mit der Akklimatisierung mittels Fischbrötchen begonnen werden konnte.
Am Samstag hieß es dann früh aufstehen, um am Zielort, der wunderschönen Anlage des Ruderclubs Favorite Hammonia, die Startnummer und die letzten Informationen zu Strecke und Ablauf entgegenzunehmen.
Danach machten wir uns auf den Weg zum Hamburger Ruderinnen-Club von 1925 e. V., der uns freundlicherweise ein Boot zur Verfügung stellte. Dort wurden wir sehr freundlich empfangen, und Anne stellte uns den gesteuerten Doppelvierer „Alsterblick” vor. Der idyllisch an einem Alsterkanal gelegene Ruderinnen-Club war ein optimaler Startpunkt, um durch die verschlungenen Kanäle mit wunderschöner Kulisse zum Start unserer 4200 m langen Strecke zu gelangen. Das Einrudern lief gut und wir wurden schnell mit der „Alster-blick“ warm. Zu diesem Zeitpunkt herrschte auf dem Wasser schon reger Betrieb, denn die Achter waren zeitgleich auf dem Weg zum Start ihres 7500 m langen Rennens. Eine kribbelnde Vorfreude stellte sich ein – frei nach dem Motto des Veranstalters: „Blätter im Wasser und Spannung in der Luft“. In unserem Rennen (4x+ Gig) waren sechs weitere Boote gemeldet. Gestartet wurde in 60-Sekunden-Abständen mit einem kurzen fliegenden Start. Dann kam endlich das Kommando „Alles vorwärts – LOS“, ein kurzes Hupen, und wir waren auf der Strecke. Ein starker Start und dann schnell und kraftvoll auf eine hohe Streckenfrequenz zu kommen, war unser Ziel. Unser Gefühl war gut, und unser Steuermann ermahnte uns immer wieder, zusammenzubleiben, schnell zu setzen und sofort Druck aufs Blatt zu bringen. Die erste Hälfte der Strecke wird in einem Kanal gerudert. Auf den zahlreichen Brücken stehen Zuschauer und feuern die Ruderer an. Dann passieren wir zwei Bojen und es geht auf die Außenalster. Ausgerechnet an dieser Engstelle wurde ein Überholmanöver angesetzt, aber unser Steuermann meisterte das souverän und trieb uns bis ins Ziel. So schnell war es dann auch schon vorbei, aber ein wunderschönes Erlebnis mit ausrudern auf der Binnenalster bleibt in Erinnerung.

Fotos: Reisegruppe
Text: Elke „Katzi“ Mackenthun