Kategorie: Jugend

Ruderclub mit deutschem Meister im Segeln


Riko Rockenbauch im 29er-Boot vorn



Auch Felix Vogt wurde Landesmeister im 4,7

Rastatt/Berlin(-). Nachdem die Segelabteilung des Ruder-Club Rastatt (RCR) erfolgreich Ranglistenregatten auf dem Goldkanal veranstaltet hat, kann nun Segelwart Andreas Deckers mit eigenen Erfolgsmeldungen aufwarten. Einmal wurde Riko Rockenbauch mit seinem Steuermann Moritz Dorau vom Segelverein Schluchsee bei der Internationalen Deutschen JugendMeisterschaft in Berlin im Regattaboot 29er Deutscher Meister. Außerdem wurde das RCR-Mitglied Felix Vogt in der Einhandklasse Laser 4,7 Landesjugendmeister. Und dieses mit derselben Jolle, mit der sein Clubkamerad Felix Deckers bei drei deutschen Jugendmeisterschaften Erfahrungen gesammelt hatte.

Der 29er ist ein tituliertes Skiff-Segelboot, das von der Crew äußerste Aufmerksamkeit beim Regattieren erfordert und der kleine Bruder der olympischen Bootsklasse 49er. Riko Rockenbauch und sein Teamkollege hatten nach 16 Wettfahrten 14 Punkte Vorsprung von den Zweitplatzierten Schupp/Hagenmeyer vom Ammersee. Riko ist seit vier Jahren im RCR und hat zuerst die Einsteigerklasse Optimist gesegelt. Er ist 2017 in den 29er umgestiegen, seit 2017 im Landeskader von Baden-Württemberg. Im Frühjahr 2018 förderte der RCR das erfolgreiche Nachwuchsteam mit neuem Material. So wurden Rockenbauch/Dorau bei der Landesjugendmeisterschaft vierter und nun Deutsche Meister. Was den Landesmeister im Laser 4,7 Felix Vogt betrifft, so ist er inzwischen auch im Landeskader. Vorgesehen ist, dass der RCR im Rahmen der Talentförderung für die Saison 2019 ein neues Boot beschaffen wird.

29er Deutsche Meister 2018


Laser 4.7 Landesmeister 2018

Text: Wollenschneider

Logbuch 29er-EM Helsinki


Riko Rockenbauchs Logbuch – 29er-EM Helsinki 04.-12.8.2018

Riko Rockenbauch kommt aus Mainz und segelt seit 2017 zusammen mit Moritz Dorau aus Freiburg im 29er. Im August 2018 waren beide als Teilnehmer bei der 29er-EM in Helsinki (GER 965). Riko schildert in seinem Logbuch die Erlebnisse und Erfolge dieses Events.


Mit professioneller Einstellung angemessene Erfolge erzielt

Nachdem wir seit einem Jahr gemeinsam 29er segeln und im Landeskader bei Marc Schulz trainiert sowie an mehreren Regatten teilgenommen haben, konnten wir gut vorbereitet zur EM nach Helsinki fahren.

Die Anreise war mit mehreren großen Trailern sehr beeindruckend (bis zu 4 Boote auf einem Trailer). Die gesamte Fahrtstrecke war 1.800 km, wobei wir den größten Teil zum Glück mit der Fähre Travemünde – Helsinki gefahren sind. Die Überfahrt hat 30 Stunden gedauert und ist gut verlaufen. Unsere Unterkunft war in einem Vorort von Helsinki auf der Halbinsel Lauttasaari in unmittelbarer Nähe des Segelclubs. Jedes Team war in einem eigenen Appartement untergebracht und hat sich entsprechend selbst versorgt. Dieses Jahr war in Helsinki ein Jahrhundertsommer, mit sehr viel Sonne sowie hohen Luft- und Wassertemperaturen.


Die erste Woche hatten wir intensives Training im Regattagebiet um uns auf die Revierbesonderheiten einstellen zu können. Insgesamt ein sehr schönes und anspruchsvolles Revier auf Grund von Strömung, Abdeckungen durch Inseln, variierenden Wellenmustern, unterschiedlichen Windrichtungen und wechselnden Windstärken. Wir hatten 3 Tage Starkwind, 2 Tage Schwachwind und 1 freien Tag, an dem wir uns Helsinki angeschaut haben. Jeden Tag stand zusätzlich eine Laufeinheit auf dem Programm, bei der wir die schöne Natur und nähere Gegend gesehen haben. Vor jeder Wassereinheit haben wir selbstverständlich ein intensives Wetterbriefing gemacht um uns auf die variablen Bedingungen einstellen zu können. Insgesamt war es also eine sehr professionelle Vorbereitung.


Die 29er-EM hat am 4.+5.8. mit der Vermessung der Boote begonnen wobei wir die Tage auch noch für Trainingswettfahrten genutzt haben. Am 6.8. war dann ein „practice race“ und bei der Eröffnungsfeier am Abend sind die 137 Teams mit Nationalflaggen einmarschiert. An jedem Wettfahrttag wurden wir von Sicherungsbooten durch die Fahrrinne der großen Kreuzfahrtschiffe ins Regattagebiet begleitet. An den ersten 3 Wettfahrttage wurden die Qualifikationsläufe in 3 Startgruppen mit je 45 Teams durchgeführt. Bei uns lief es sehr gut mit den Platzierungen: 16., 17., (33.), 5., 21., 5., 24. Somit lagen wir nach den Qualifikationsläufen auf dem 42. Platz und hatten uns für die Goldflotte qualifiziert. Diese Wertung wurde als erste Wertung in die Finalläufe mit aufgenommen und konnte auch nicht gestrichen werden. Die letzten 3 Tage waren dann die Finalläufe. Wir konnten uns trotz der starken Konkurrenz sogar noch um einen Platz auf den 41. Platz in der Goldflotte verbessern, weil wir folgende Platzierungen ersegelt haben: 42.0 (Wertung aus der Quali), 38., (41.), 30., 36., 33., 38., 28. Mit den Ergebnissen konnten wir sehr zufrieden sein, da wir 8. in der Junioren-Wertung (U-17) und 2. in der U-16-Wertung wurden.

https://www.29ereuropeans.org/event/results/

Die Organisation der Regatta war sehr professionell und hat das Maximum an Wettfahrten herausgeholt (14). In der Regel sind immer 2 Gruppen vormittags Wettfahrten gefahren und die 3. Gruppe kam dann nachmittags auf das Wasser (ca. ab 14 Uhr). Wie bereits beim Training hatten wir auch bei der Regatta mehrere Starkwind- aber auch Leichtwind-Tage, so dass alle Fähigkeiten und ständige hohe Konzentration geforderten wurden. Am Ende jedes Segeltages gab es für die Segler noch eine gute Verpflegung, so dass wir gut gestärkt aber erschöpft waren. Am letzten Tag bei der Siegerehrung wurden dann sehr tolle Preise an die Gewinner-Teams übergeben, die danach natürlich im Wasser gelandet sind. Nachdem die Boote dann alle wieder auf ihren Hängern verstaut waren konnten wir den Abend entspannt ausklingen lassen. Am nächsten Morgen haben wir dann die Heimreise angetreten die ebenso glatt verlaufen ist wie die Anreise.

Abschließend möchte ich mich noch bei allen bedanken, die uns beim Segeln mit dem 29er unterstützen – insbesondere Trainer, Eltern, Vereine, Verbände etc. Für den Herbst stehen noch 2 weitere Saisonhöhepunkte sowie einige Trainings und Regatten auf dem Programm.

Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit allen meinen Freunden und wünsche allen noch viele schöne Erlebnisse – auf dem Wasser und an Land.



Bild: Riko Rockenbauch (Vorschoter) / Moritz Dorau (Steuermann) (GER 965)


Viele Grüße und immer eine Hand breit Wasser unter dem Schwert


Riko Rockenbauch (29er: GER 965)

Bild und Text: © Rockenbauch

RCR-Opti-Kids


Optiliga Baden-Württemberg


Die Segeljugend des Landes-Seglerverbandes hat die Optiliga Baden-Württemberg ins Leben gerufen.

Für die Opti Anfänger gibt sie die Möglichkeit in das Segeln unter Wettfahrtbedingungen reinzuschnuppern.

Startberechtigt sind Anfänger, die noch nicht an B-Regatten teilgenommen haben.


In Baden-Württemberg gibt es vier Regionen, in denen Wettfahrten mit Begleitung durch Vereinstrainer für

den Nachwuchs ausgerichtet werden. Die Region Oberhein, Untersee, Obersee und Überlinger See veranstalten

Regatten und auch Trainings, um den Nachwuchs den Spaß am Segeln unter Wettfahrtbedingungen nahe zu bringen.


Ausschreibungen und Infos gibt es beim

Landes-Seglerverband.





„Flotte Lotte“ im Alohra Bad



Segelnachwuchstraining beim RCR mal anders



Mit der „Flotten Lotte“ durch das ALHORA


Peter Vogt trainiert die „Opti-Kids“


Rastatt(wo).

Da staunten die im Rastatter Familienbad ALHORA nach den offiziellen Öffnungszeiten trainierenden Schwimmer und Taucher nicht schlecht, als sie ungewöhnliche Gesellschaft bekamen. Ein Boot der Nachwuchs-Segelbootklasse „Optimist“ mit dem Namen „Flotte Lotte“ wurde zu Wasser gebracht. Der Jüngsten-Trainer des Ruder-Club Rastatt (RCR), Peter Vogt, und Segelwart Andreas Deckers fanden bei Olaf Kaspryk von den Stadtwerken ein offenes Ohr, als Überbrückung von Saison zu Saison, Nachwuchsarbeit und Training im ALOHRA durchzuführen.

Im Bereich der Opti B-Segler erfreute sich der RCR im vergangenen Jahr eines großen Zuspruchs. Gut 20 Opti-Kids, unterstützt auch von ihren Eltern, wollten im Segelsport am Goldkanal unterwiesen werden. Ein Teil davon rein als Freude am Freizeitsport, aber ein großer Teil, um später auf Regatten zu gehen. Damit die Zeit bis April nicht zu lang wird, begann Peter Vogt mit dem Basisprojekt. Zunächst wurden die jungen Segler in der Theorie instruiert und mancher Knoten geknüpft. Aktuell dabei, Max (6 Jahre) und Victor (11 Jahre).

Der Trainings-Opti „Flotte Lotte“ wurde zuvor unter der Anleitung von Michael Rastätter vom ALHORA fachgerecht gereinigt, damit das Wasser im Becken nicht verschmutzt würde. Beim Training mit Schwimmweste zur Sicherheit wurden vor allem Kenterübungen durchgeführt. Dabei brachten die jungen Optisegler die „Flotte Lotte“ in Schräglage und eine Kenterung, wie sie sich später auf dem Wasserrevier ereignen könnte, mehrfach simuliert.

Trainer Peter Vogt gab dann die entsprechenden Tipps, wie der Opti schnell wieder aufgerichtet werden kann. Ein Vorteil noch im Hallenbecken, dass auf die Neopren- bzw. weitere Schutzkleidung noch verzichtet werden kann. Dazu der Nebeneffekt des Manövers, dass die jungen Segler den „Pütz“ kennenlernten, den Wasserschöpfer, um das eingedrungene wieder Wasser nach außen zu befördern. Trotzdem meinte Victor stellvertretend für die anderen: „Das macht richtig Spaß!“

Trainer Peter Vogt zeigte sich sehr zufrieden mit dem Interesse seiner Kursteilnehmer und sagte: „Gut vorbereitet können die Opti-Kids des RCR in die kommende Saison starten und bei einer etwaigen Kenterung auf dem Revier, die Eltern am Ufer entspannt bleiben.“ Bei der Segelabteilung des RCR sind noch weitere Opti-Kids willkommen, die später wie Felix Vogt von der Fördergruppe Oberrhein, dann zu den „Optimisten A“ aufsteigen können. Weitere Informationen unter www.ruder-club-rastatt.de.

Bild.

Unter der Anleitung von Trainer Peter Vogt vom RCR lernen junge Segler im Familienbad ALHORA, wie man ein Optimist-Segelboot nach der Kenterung wieder aufrichten kann.

Foto:


Wollenschneider

Grundkurs Segeln – Kinder und Jugendliche auf Besuch am Goldkanal



Grundkurs Segeln




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er und Jugendliche auf Besuch am Goldkanal





Rastatt/Elchesheim-Illingen(-).



Nicht nur etwas Seemanns-Latein gehörte für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Programm des zweitägigen Grundkurses im Jollensegeln, der vom Ruder-Club Rastatt (RCR) gemeinsam der Jugendförderung der Stadt veranstaltet wurde.

In der Hauptsache ging es bei diesem Kurs ums „Selbermachen“.




Wenden, Halsen, An- und Ablege-Manöver wollen geübt sein. Auch das Kentern und anschließende Wiederaufrichten der Boote muss ausprobiert werden. Was hier spielerisch geübt wird, ist für die Sicherheit und Möglichkeiten zur Selbsthilfe beim Segeln später entscheidend.



Tobias Höltzel, der diese Veranstaltung für den RCR geplant hat, und eine ganze Reihe weiterer Betreuer und Trainer freuten sich über gute Beteiligung und das Interesse der Jungseglerinnen und Jungsegler. Das RCR-Team begleitete die Ausfahrten der Neulinge auf den See und half bei den ersten Manövern.



Geschicklichkeit und Konzentration erforderte die Optimisten-Jolle, die von den Mädchen und Jungen völlig allein gesegelt werden durfte. Aber auch die größeren Boote mit einer Zweier- oder Dreier-Crew hatten ihren Reiz. Einzig der Wind war manchmal etwas zu schwach.



Einige Kursteilnehmer wollen nach diesem Einstieg gern zu den regelmäßigen Trainings-Terminen des Vereins wiederkommen und noch intensiver Segeln lernen.



„Die Kinder- und Jugendtrainings haben für den Verein eine große Bedeutung und sind eine Art Zukunftssicherung“, sagte der Leiter der Segelabteilung Andreas Deckers. Segeln ließe sich aber auch noch im Erwachsenen-Alter erlernen, so Deckers weiter, auch hierzu mache der Verein entsprechende Angebote.


Fotos:pr



Letzte Vorbereitungen, Tipps und Hilfen von den RCR-Betreuern vor der ersten „Alleinausfahrt“ auf den See.



Erste Ausfahrten auf größeren Jollen mit Trainern zur Gewöhnung ans Segeln.



In der Hafenausfahrt des RCR drei Jungsegler in Optimisten-Jollen.

Sportliche Herausforderung für Segler



Sportliche Herausforderung für Segler am Goldkanal


Regatta mit Regen, Kälte und Starkwind


(Rastatt/Elchesheim-Illingen) Am Wochenende trafen sich rund 50 Seglerinnen und Segler aus Frankreich und Deutschland zur traditionellen „Schneeglöckchen-Regatta“ beim Ruder-Club Rastatt (RCR) am Goldkanal. Diese Regatta ist zugleich  Bestandteil der „Ostfranzösischen Meisterschaft“. Die teils schwierigen Wettbedingungen machten die Wettfahrten zu einer sportlichen Herausforderung für alle Teilnehmer.

Gesegelt wurden in den Einhand-Jollen-Klassen „Laser Standard“, „Laser Radial“ und „Laser 4.7“, die auch olympisch sind. Sie unterscheiden sich lediglich in der Größe des Segels, der Bootsrumpf ist in allen Klassen gleich.

Der Veranstalter freute sich über die – trotz des Wetters – erfreulich gute Beteiligung und den fairen Wettbewerb auf dem Wasser. Für die notwendige Sicherheit sorgten die Wasserrettung des DLRG Gaggenau und ein umsichtiges Regatta-Team.

Zwei Rastatter Segler auf den vorderen Wertungsplätzen, belegten erneut, dass beim RCR zahlreiche Segel-Talente beheimatet sind.

Felix Deckers vom RCR wurde Zweiter in der Klasse „Laser Radial“ und musste lediglich knapp dem Sieger Robin Todt vom Duisburger Yacht Club geschlagen geben. Den dritten Platz in dieser Gruppe mit insgesamt 19 Startern erzielte der Franzose Corentin Wurtz vom Straßburger Club ACAL.

In der Gruppe der Laser 4.7-Segler, die 11 Starter umfasste, holte Marc Oberheim vom Ruder-Club Rastatt den dritten Platz. In dieser Gruppe segeln vorwiegend junge Nachwuchssegler. Leonard Zacher vom Wassersportverein Bergstraße, der erst über wenig Regattaerfahrung verfügt, führt die Wertungsgruppe mit drei Siegen in vier Wettfahrten souverän an. Zweiter wurde Tim Conradi vom Duisburger Yacht-Club.

Unter den Laser-Standard-Seglern lieferten sich Bertrand Blanchet vom AOG Strasbourg und Harald Obergfell vom Segel-Club „Nautic“ Breisach ´71 einen spannenden Wettbewerb an der Spitze, den Bertrand Blanchet schließlich für sich entschieden konnte. Der dritte Platz in dieser Gruppe mit 19 Startern ging an Martin Klawon vom Kaaster Segel Club.

„Allen Segler, die an den Wettfahrten bei bis 5 Windstärken und 28 Knoten Böen, Regen und Kälte teilgenommen haben, gilt Respekt für ihre sportliche Leistung“, stellte RCR-Segelwart Andreas Deckers fest.


Start der Laser-Radial-Jollen: Auch der zweite in der Klassen-Wertung – Felix Deckers (z.v.l.) – bringt sich in eine günstige Start-Position.

Foto: privat


3/2015