Hamburg ist ja bekanntlich immer eine Reise wert …
Ende Oktober nahmen einige RCR-Mitglieder den „Fari Cup“ zum Anlass, dieser schönen Stadt einen Besuch abzustatten.
Diese Regatta gibt es seit 1992, und die Teilnehmerzahlen steigen ständig (in diesem Jahr 270 Boote). Gerudert wird in Vierern oder Achtern, in Gigs oder Rennbooten.
Seit zwei Jahren reifte bereits die Idee, bei dieser Regatta an den Start zu gehen - der Gedanke, auf der Außenalster zu rudern, war einfach zu verlockend.
So machte sich eine gut gelaunte Reisegruppe von Ruderern und „Betreuerinnen“ mit der Deutschen Bahn auf den Weg gen Norden. Die Fahrt verlief – aller Unkenrufe zum Trotz – problemlos, sodass bereits am Donnerstagnachmittag an den Landungsbrücken mit der Akklimatisierung mittels Fischbrötchen begonnen werden konnte.
Am Samstag hieß es dann früh aufstehen, um am Zielort, der wunderschönen Anlage des Ruderclubs Favorite Hammonia, die Startnummer und die letzten Informationen zu Strecke und Ablauf entgegenzunehmen.
Danach machten wir uns auf den Weg zum Hamburger Ruderinnen-Club von 1925 e. V., der uns freundlicherweise ein Boot zur Verfügung stellte. Dort wurden wir sehr freundlich empfangen, und Anne stellte uns den gesteuerten Doppelvierer „Alsterblick” vor. Der idyllisch an einem Alsterkanal gelegene Ruderinnen-Club war ein optimaler Startpunkt, um durch die verschlungenen Kanäle mit wunderschöner Kulisse zum Start unserer 4200 m langen Strecke zu gelangen. Das Einrudern lief gut und wir wurden schnell mit der „Alster-blick“ warm. Zu diesem Zeitpunkt herrschte auf dem Wasser schon reger Betrieb, denn die Achter waren zeitgleich auf dem Weg zum Start ihres 7500 m langen Rennens. Eine kribbelnde Vorfreude stellte sich ein – frei nach dem Motto des Veranstalters: „Blätter im Wasser und Spannung in der Luft“. In unserem Rennen (4x+ Gig) waren sechs weitere Boote gemeldet. Gestartet wurde in 60-Sekunden-Abständen mit einem kurzen fliegenden Start. Dann kam endlich das Kommando „Alles vorwärts – LOS“, ein kurzes Hupen, und wir waren auf der Strecke. Ein starker Start und dann schnell und kraftvoll auf eine hohe Streckenfrequenz zu kommen, war unser Ziel. Unser Gefühl war gut, und unser Steuermann ermahnte uns immer wieder, zusammenzubleiben, schnell zu setzen und sofort Druck aufs Blatt zu bringen. Die erste Hälfte der Strecke wird in einem Kanal gerudert. Auf den zahlreichen Brücken stehen Zuschauer und feuern die Ruderer an. Dann passieren wir zwei Bojen und es geht auf die Außenalster. Ausgerechnet an dieser Engstelle wurde ein Überholmanöver angesetzt, aber unser Steuermann meisterte das souverän und trieb uns bis ins Ziel. So schnell war es dann auch schon vorbei, aber ein wunderschönes Erlebnis mit ausrudern auf der Binnenalster bleibt in Erinnerung.
Fotos: Reisegruppe
Text: Elke „Katzi“ Mackenthun
