Start Rudern
25 | 04 | 2019
Wanderfahrt auf dem Main

Wanderfahrt auf dem Main von Schweinfurt nach Würzburg vom 11. bis 14. September und anschließendes Wanderrudertreffen vom 14. bis 16. September in Schweinfurt



Am 11. September fuhren wir insgesamt zu zwölft mit zwei Booten nach Würzburg auf die von Norbert von langer Hand akribisch organisierte Main-Fahrt.

Für den Nachmittag und Abend des Anreisetags hatte Norbert sich für uns ein Vorprogramm ausgedacht:
Rundgang durch die Festung Marienberg, von dort aus rundherum Blick über Würzburg und die Umgebung

Später ein Spaziergang zur Residenz – UNESCO-Weltkulturerbe - mit Hofkirche, und wunderschönem Biergarten gleich nebenan.
Und die, die nach dem Essen noch nicht zu müde waren (fast alle) dann gab’s noch einen Rundgang mit dem Nachtwächter.

Wir waren alle begeistert von dem – fast mediterranen - Flair, das Würzburg hat – kein Wunder auch bei dem tollen Sommerwetter.

Die historische Steinbrücke auf dem Foto war übrigens DIE Attraktion: Dort macht eine Weinstube Straßenausschank – Wein „To Go“ ? und die Brücke ist voller weintrinkender, entspannter Menschen.

Untergebracht waren wir in der Jugendherberge, einst „Frauenzuchthaus“, mitten in der Stadt gelegen und ganz frisch renoviert.

Am nächsten Tag ging’s bei hochsommerlichem Wetter vom Schweinfurter Ruderclub nach Volkach, mit Mittagspause in Wipfeld, direkt am Main-Radwanderweg.

 

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Urlaubsstimmung am gemächlich dahinfließenden Main: Die Campingplätze lagen wie aufgereiht wie an der Perlenkette am Ufer, überall sonnenbadende, dösende Menschen am Fluss.
Am zweiten Tag ruderten wir, ausgestattet mit einem Lunchpaket aus der Jugendherberge, von Volkach nach Ochsenfurt, mit 37 km die längste Etappe.
Auf dem Main lässt es sich entspannt rudern – wenig Schiffsverkehr. Doch gibt es ca. alle 10-11 km eine Schleuse. Kein Problem für uns: Isolde hatte die diplomatischen Beziehungen zu den – durchweg sehr zuvorkommenden und freundlichen – Schleusenwärtern übernommen und uns jeweils rechtzeitig angekündigt, so dass die Wartezeiten sich in Grenzen hielten.

Am dritten Tag dann ging’s von Ochsenfurt wieder zur Würzburger Rudergesellschaft. Nach der Etappe fuhren wir die Boote nach Eltmann, von wo aus am nächsten Tag die Fahrt im Rahmen des Wanderrudertreffens startete.

 

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Im Vordergrund unsere gelben Boote „Herbert Weisenburger“ und „Goldkanal“.

Für einige von uns war es die erste Teilnahme an einem Wanderrudertreffen, und wir waren natürlich sehr gespannt, wie das ablaufen würde. Andere waren schon mehrfach bei einem solchen Treffen und freuten sich, alte Bekannte wiederzusehen. Am Vorabend gab’s dann zunächst die Begrüßung im Festzelt auf dem Gelände des Schweinfurter Ruder-Club Franken mit fränkischen Grillspezialitäten, Käse, Bier und Wein, wo wir uns auf den nächsten Tag einstimmen konnten. Am Samstag ging’s auf die 36 km lange Strecke mit insgesamt drei Schleusen, die dieses Mal Geduld und Sitzfleisch verlangten.

 

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Aber man konnte ja die Wartezeit und die Gelegenheit nutzen, um sich ein wenig mit den Mitfahrern im Boot bekannt zu machen. Es waren insgesamt etwa 180 Teilnehmer mit 38 Booten, darunter eine Barke und ein Kirchboot. Auch der Bayerische Rundfunk berichtete in seiner „Rundschau“. Geschafft! Jetzt erstmal ein Bier am Festzelt.

 

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Für den Abend hatte der Schweinfurter Ruder-Club ein Buffet mit allem Drum und Dran im Festzelt organisiert. Überhaupt beeindruckend, welche organisatorische Leistung der Schweinfurter Ruder-Club geboten hat und wie viele Helfer auf der Strecke eingespannt waren, um für den reibungslosen Ablauf zu sorgen: Boote ins Wasser tragen, aus dem Wasser holen, schauen und helfen, dass alle zügig ein- und aussteigen, Skulls wegbringen.

 

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Und dazu: Shuttle-Dienst vom Clubgelände zu den Übernachtungsorten. Mittagessen auf der Strecke beim Sportverein Untertheres. Und das ganze Rahmenprogramm, auch für Nicht-Ruderer (Stadtführung, Fahrt in die Haßberge). Und bei allem blieben die Verantwortlichen vom Schweinfurter RC immer gelassen und hatten offensichtlich ihren Spaß an der Sache. Am Sonntag gab’s zum Abschluss einen Festakt im Rathaus von Schweinfurt, mit prominenten Rednern (u. a. der Schweinfurter OB Sebastian Remelé, der Präsident des DRV war aus Plowdiw von der Weltmeisterschaft angereist) , einem hervorragenden, jungen Bläserquintett und der Preisverleihung.

 

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Isolde erhielt den Äquatorpreis. Herzlichen Glückwunsch, Isolde! Dann ging’s nach Hause. Wir waren uns einig: Das Frankenland ist auf jeden Fall noch einmal eine Reise wert, und es gäbe noch viel zu entdecken. Vielen Dank für die perfekte Organisation und die professionelle und geduldige Reiseleitung, Norbert!

 

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Text: Sabine Bastian, Fotos: Elisabeth Breinlinger, Konrad Roth, Reinhard Pfeuffer