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Segeln

Schnuppersegeln am RCR

Hallo liebe Segeler und Segelinteressenten,

am kommenden Mittwoch, den 03. Oktober ab 10 Uhr, findet am RCR ein Schnuppersgeln statt.

Mitsegeln, Theoriefragen und alles Weitere werden von Uschi Bodemer begleitet.

Wer also Lust und Zeit hat, kommt vorbei und seid dabei!

Treffpunkt: Vor der Segelhalle oder auf dem Steg. Falls gerade alle auf dem Wasser sein sollten, einfach kurz warten und in der vorliegenden Liste eintragen. Wir kommen wieder!

Mit sportlichen Grüßen,

Uschi Bodemer

P.S. Vorab könnt ihr eure Fragen direkt stellen: 0172-7663718 (Mittwochs ist das Handy an Land!)

Logbuch 29er-EM Helsinki


Riko Rockenbauchs Logbuch – 29er-EM Helsinki 04.-12.8.2018

Riko Rockenbauch kommt aus Mainz und segelt seit 2017 zusammen mit Moritz Dorau aus Freiburg im 29er. Im August 2018 waren beide als Teilnehmer bei der 29er-EM in Helsinki (GER 965). Riko schildert in seinem Logbuch die Erlebnisse und Erfolge dieses Events.


Mit professioneller Einstellung angemessene Erfolge erzielt

Nachdem wir seit einem Jahr gemeinsam 29er segeln und im Landeskader bei Marc Schulz trainiert sowie an mehreren Regatten teilgenommen haben, konnten wir gut vorbereitet zur EM nach Helsinki fahren.

Die Anreise war mit mehreren großen Trailern sehr beeindruckend (bis zu 4 Boote auf einem Trailer). Die gesamte Fahrtstrecke war 1.800 km, wobei wir den größten Teil zum Glück mit der Fähre Travemünde – Helsinki gefahren sind. Die Überfahrt hat 30 Stunden gedauert und ist gut verlaufen. Unsere Unterkunft war in einem Vorort von Helsinki auf der Halbinsel Lauttasaari in unmittelbarer Nähe des Segelclubs. Jedes Team war in einem eigenen Appartement untergebracht und hat sich entsprechend selbst versorgt. Dieses Jahr war in Helsinki ein Jahrhundertsommer, mit sehr viel Sonne sowie hohen Luft- und Wassertemperaturen.


Die erste Woche hatten wir intensives Training im Regattagebiet um uns auf die Revierbesonderheiten einstellen zu können. Insgesamt ein sehr schönes und anspruchsvolles Revier auf Grund von Strömung, Abdeckungen durch Inseln, variierenden Wellenmustern, unterschiedlichen Windrichtungen und wechselnden Windstärken. Wir hatten 3 Tage Starkwind, 2 Tage Schwachwind und 1 freien Tag, an dem wir uns Helsinki angeschaut haben. Jeden Tag stand zusätzlich eine Laufeinheit auf dem Programm, bei der wir die schöne Natur und nähere Gegend gesehen haben. Vor jeder Wassereinheit haben wir selbstverständlich ein intensives Wetterbriefing gemacht um uns auf die variablen Bedingungen einstellen zu können. Insgesamt war es also eine sehr professionelle Vorbereitung.


Die 29er-EM hat am 4.+5.8. mit der Vermessung der Boote begonnen wobei wir die Tage auch noch für Trainingswettfahrten genutzt haben. Am 6.8. war dann ein „practice race“ und bei der Eröffnungsfeier am Abend sind die 137 Teams mit Nationalflaggen einmarschiert. An jedem Wettfahrttag wurden wir von Sicherungsbooten durch die Fahrrinne der großen Kreuzfahrtschiffe ins Regattagebiet begleitet. An den ersten 3 Wettfahrttage wurden die Qualifikationsläufe in 3 Startgruppen mit je 45 Teams durchgeführt. Bei uns lief es sehr gut mit den Platzierungen: 16., 17., (33.), 5., 21., 5., 24. Somit lagen wir nach den Qualifikationsläufen auf dem 42. Platz und hatten uns für die Goldflotte qualifiziert. Diese Wertung wurde als erste Wertung in die Finalläufe mit aufgenommen und konnte auch nicht gestrichen werden. Die letzten 3 Tage waren dann die Finalläufe. Wir konnten uns trotz der starken Konkurrenz sogar noch um einen Platz auf den 41. Platz in der Goldflotte verbessern, weil wir folgende Platzierungen ersegelt haben: 42.0 (Wertung aus der Quali), 38., (41.), 30., 36., 33., 38., 28. Mit den Ergebnissen konnten wir sehr zufrieden sein, da wir 8. in der Junioren-Wertung (U-17) und 2. in der U-16-Wertung wurden.

https://www.29ereuropeans.org/event/results/

Die Organisation der Regatta war sehr professionell und hat das Maximum an Wettfahrten herausgeholt (14). In der Regel sind immer 2 Gruppen vormittags Wettfahrten gefahren und die 3. Gruppe kam dann nachmittags auf das Wasser (ca. ab 14 Uhr). Wie bereits beim Training hatten wir auch bei der Regatta mehrere Starkwind- aber auch Leichtwind-Tage, so dass alle Fähigkeiten und ständige hohe Konzentration geforderten wurden. Am Ende jedes Segeltages gab es für die Segler noch eine gute Verpflegung, so dass wir gut gestärkt aber erschöpft waren. Am letzten Tag bei der Siegerehrung wurden dann sehr tolle Preise an die Gewinner-Teams übergeben, die danach natürlich im Wasser gelandet sind. Nachdem die Boote dann alle wieder auf ihren Hängern verstaut waren konnten wir den Abend entspannt ausklingen lassen. Am nächsten Morgen haben wir dann die Heimreise angetreten die ebenso glatt verlaufen ist wie die Anreise.

Abschließend möchte ich mich noch bei allen bedanken, die uns beim Segeln mit dem 29er unterstützen – insbesondere Trainer, Eltern, Vereine, Verbände etc. Für den Herbst stehen noch 2 weitere Saisonhöhepunkte sowie einige Trainings und Regatten auf dem Programm.

Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit allen meinen Freunden und wünsche allen noch viele schöne Erlebnisse – auf dem Wasser und an Land.



Bild: Riko Rockenbauch (Vorschoter) / Moritz Dorau (Steuermann) (GER 965)


Viele Grüße und immer eine Hand breit Wasser unter dem Schwert


Riko Rockenbauch (29er: GER 965)

Bild und Text: © Rockenbauch

Rudern

2-Tagestour auf dem Rhein und seinen Nebenarmen

RCR – Germersheim – RG Speyer / Reffenthal, 07. und 08. Juli 2018

Mit 17 Bootsplätzen ist Start beim RC Rastatt und es geht rheinabwärts mal links und mal rechts abbiegen in die Altrheinarme, an denen wir sonst meist vorbeirudern.
Erstes Ziel ist der Segelclub Wörth im Wörther Hafen, wo eine kurze Pause eingelegt wird. Hier war früher auch mal ein Ruderverein.

Zweiter Abstecher ist die Insel Rott – Naturschönheit, wo Picknickpause ist.

3. Altrheinarm: Große Minthe kurz vor Germersheim – Herrliche Auen, die auch von nörgelnden Anglern bevorzugt werden.

In Germersheim ist Etappenziel, wo bei Pluppigem Weizen im „Fröhlichen Hecht“ alles Zander und Co isst….
Übernachtung im Bootshaus Germersheim – Stockbetten im 1. Stock … relaxed …
Man höre und staune – nur leichtes Schnarchen, ab und an ein Klettverschluss,
bewacht von Hallenschläfern/innen, draußen gesichert von Caming- und Mobilen –
Ruck zuck war die Nacht vorbei.

Sonntag früh – Eileen schleicht sich im Morgengrauen zur Frühstücksvorbereitung – allen Damen ein ganz liebes Dankeschön für das tolle Buffet.
Geduscht… geputzt… aufgeräumt… ausgebootet… geht es weiter am 2. Tag –
Alle strahlen … alle rudern … vom Winde umweht… von den Wellen verschaukelt … bis zum Lingenfelder Altrhein…

Lingenfelder Altrhein – Augenweide Auenwald … reine Natur und es „schwant“ üppig!

…und weiter geht es zum Oberhauser Altrhein – Insel Korsika … Napoleon hat hier
angeblich übernachtet…

Oberhauser Altrhein – Insel Korsika … wir kamen … staunten … tranken … und aßen… Bei freundlicher Bedienung im Motoryachtclub Oberhausen fanden wir ein
schattiges Plätzchen und dazu ein kühles Getränk.

Der Blick auf den Speyerer Dom – immer wieder schön, da muss man kurz anhalten.

Ankunft im Angelhofer Altrhein beim neuen Bootshaus der RG Speyer.
„Schön war’s…
sagte Corina und sprach für alle… auf dem Weg zum „angeschwemmten“ Sonnendach beim RCR…
Gerne wieder…sagen sicherlich alle Crew-Mitglieder…
Simone, Peter, Norbert, Ingeborg, Peter, Corina, Ralph, Ute, Rainer, Maria, Eileen, Thomas, Rita, Sibylle, Thomas, Susanne, Harald.
An Isolde nochmals Danke für die tolle Organisation.

Urheber von Text und Fotos ist Thomas Bartsch.

Vizeweltmeister Jürgen Eiermann!

Bei der Internationalen 5,5 Meter Weltmeisterschaft bei der Royal Yacht Squadron in Cowes (kleine Hafenstadt an der Nordküste der Insel Isle of Wight, Südlich vom englischen Festland) wird Jürgen Eiermann Vizeweltmeister! Nach einem spannenden Finaltag musste er und sein Team sich nur dem Team aus den Bahamas geschlagen geben.

Ein ausführlicher Bericht ist auf der Clubseite des Royal Yacht Squadron (RYS) zu

finden

.


Im Namen des Ruder-Club Rastatts gratulieren wir Jürgen recht herzlich. Klasse gemacht!!!

Rudern

120 Jahre Ruder-Club Rastatt

Ein „Silberreiher“ erweitert Bootspark

Peter Hacker gab historischen Rückblick
Rastatt(wo). Er ist zehn Meter lang, wiegt 68 Kilogramm, dank Kohlefaser mit Epoxy, ist Diamantweiß und kostete über 10 000 Euro plus Zubehör. Das ist der Kurzsteckbrief des C-Ruderboot-Vierers, der anlässlich des 120-Jährigen des Ruder-Club Rastatt (RCR) zünftig getauft wurde. Organisiert wurde die Tauffeier mit großem Publikumszuspruch von Corina Klug-Kastner und Sabine Klomen. Neben dem Vorsitzenden Georg Schmidt waren auch Mitglieder der Segel- und Motorbootabteilung dabei.

Nach der Begrüßung durch Ruderwart Uli Jung lieferte das langjährige Mitglied Peter Hacker einen aufschlussreichen historischen Rückblick. Er erinnerte an die Vereinsgründung am 3. Juli 1898, die Wurzeln beim Karlsruher Ruderclub „Germania“ und das erste Ruderboot zu einem Preis von 100 Mark. Früh ruderte man auch im Elsass und Vereinsgründer Anton Walter führte den RCR zu erster Blüte. Bei Regatten wurde mancher Sieg herausgefahren und das Bootshaus des RCR befand sich bis zum Wechsel in den sechziger Jahren an den Goldkanal, in der Rastatter Augusta-straße. Äußerst schlechte Wasserstände der Murg hatten dazu geführt. Peter Hacker erinnerte auch an das Jahr 1920, als drei Rudersportler des RCR im Rhein ertranken und das Jahr 1970 als Bundespräsident Gustav W. Heinemann auf dem Goldkanal ruderte. Seit den 60er-Jahren hat der Ruder-Club Rastatt auch Motorbootfahrer und Segler in seinen Reihen und inzwischen 530 Mitglieder.

Anlässlich des 120-Jährigen des RCR wurde auch ein mit Hochwasser-Treibholz-Elementen erstellter Unterstand eingeweiht. Das von Wanderruderwartin Isolde Orschulko getaufte Ruderboot erhielt den Namen „Silberreiher“, auch in Anlehnung an seine weiße Epoxy-Außenhaut. Voll des Lobes waren hinterher die vier Ruderinnen, welche die Jungfernfahrt unternehmen durften. Der C-Vierer stammt übrigens aus Österreich (Linz) und trägt dem Mitgliederzuwachs in der Ruderabteilung Rechnung.


Bild: Anlässlich des 120-Jährigen des Ruder-Club Rastatt wurde ein C-Vierer auf den Namen „Silberreiher“ getauft. Vier Ruderinnen unternahmen die Jungfernfahrt.
Text und Foto: Wollenschneider

Segel-Ranglistenregatta „Korsar Preis 2018“

Spannende Bord-an-Bord-Kämpfe auf dem Goldkanal


RCR-Segler in der Spitze platziert

Rastatt/Elchesheim-Illingen(wo). Das Segelregattarevier Goldkanal zeigte sich am Wochenende von seiner besten Seite. Bei der Ranglistenregatta um Wertungspunkte mit dem hohen Faktor 1,15 waren Zweierteams auch außerhalb Baden-Württemberg angereist, um sich mit ihren „Korsar“-Jollen auf einem Dreieck-Schleifenkurs zu messen. Bei den „Korsaren“ mit dem markanten Krummschwert am Segel handelt es sich bei der Segelabteilung des Ruder-Club-Rastatt (RCR)um eine Bootsklasse, die schon seit Jahrzehnten hier heimisch ist.


Die Wettkampfleitung hatte RCR-Segelwart Andreas Deckers übernommen. Neben einem Rettungsboot der DLRG konnte er auf ein rühriges Team vom RCR zurückgreifen, das gerade am zweiten Regattatag bei böigem Wind bis zu 35 km/h alle Hände voll zu tun hatte. Bei Kenterungen musste den Bootsbesatzungen beim Aufrichten der Segelboote geholfen werden. Dramatisch auch der Regattaverlauf bei den fünf Läufen mit wechselnden Führungspositionen.


Auch vier RCR-Teams maßen sich mit der Konkurrenz, wobei eine optische Augenweide, das Setzen der bunten Spinnaker und das Arbeiten der Duos im Trapez, um im Wind optimale Geschwindigkeiten zu erzielen, war. Nicht zu nehmen war Thomas und Gesa Pauer vom Segelclub Graben-Neudorf der Sieg, obwohl Lisa und Tim Debatin (gleichzeitig Klassenobmann der Klassenobmann der Korsarflotte Südwest) vom RCR mächtig aufholten und den fünften Lauf gewinnen konnten.


Zunächst hatte es sogar ausgesehen, dass den Brüdern Daniel und Christian Winkel vom Yachtclub Saarbrücken der Sieg gehöre. Aber die Kenterung an der Wendetonne mit dem Einhaken am Tonnengewicht kostete sie einige Plätze und führte zu einem nicht vorgesehenen Streichresultat. Dafür landete Hans-Joachim Wolf vom RCR mit seinem Vorschoter Björn Kaizik auf einem achtbaren vierten Gesamtrang. Für einige Korsar-Teams war die Regatta am Goldkanal eine gute Übung für die Internationale Deutsche Meisterschaft, die nächste Woche in Travemünde stattfindet.

Jedenfalls die teilweise von weither angereisten Regatta-Teams lobten bei der Siegerehrung das schöne Wassersportrevier und die anerkennenswerte Leistung des Wettfahrt-Leitungsteam der Segelabteilung des RCR. Die nächste Regatta am Goldkanal wird am 16. September die gemeinsam von RCR und der Segelkameradschaft Pforzheim ausgetragene Clubmeisterschaft sein.

Bild: Schöne Bilder, spannende Kämpfe im Trapez und dem Dahingleiten unter dem Spinnaker gab es beim „Korsar Preis 2018“ vor dem RCR auf dem Goldkanal. Das RCR-Team Lisa und Tim Debatin (Segelnummer 3800) belegte den zweiten Platz.

Text und Foto: Wollenschneider