Kategorie: Segeln

Pilar Hernandez Mesa und Jürgen Eiermann sind Sportler des Jahres 2018


Pilar Hernandez Mesa Sportlerin des Jahres 2018


Jürgen Eiermann Seniorsportler des Jahres 2018

Bei der Sportlerehrung am 22. März 2019 in der Aula des Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums Rastatt wurden Sportler/innen der Ruder-und Segelabteilung geehrt. Isolde Orschulko wurde für den Äquatorpreis des Deutschen Ruderverbandes geehrt. Felix Vogt wurde für den Landesmeistertitel von Baden-Württemberg im Laser 4.7 geehrt. Er segelt im Landeskader TK2. Riko Rockenbauch, der mit Moritz Dorau vom Schluchsee seit zwei Jahren zusammen segelt wurde für seinen Deutschen Jugendmeistertitel im 29er geehrt. Beide sind aktuell im Bundeskader NK2 der 29er und in Sachen Segeln sehr viel unterwegs.



Pilar Hernandez Mesa

segelt die Jolle Europe. Sie erreichte im Sommer den fünften Platz bei der Europameisterschaft der Master der Damen und Platz 17 bei der Weltmeisterschaft jeweils in Kühlungsborn. Zum Abschluß des Jahres wurde sie dann noch Deutsche Meisterin am Brombachsee in Bayern.

Pilar ist Spanierin und kommt aus Gran Canaria. Ihre Segelleidenschaft begann mit zwölf Jahren. Sie bekniete ihre Eltern, im Opti segeln zu dürfen. Regelmäßiges Segeln, Trainings und Regatten trugen zur Entwicklung ihres Segeltalents bei. Der Umstieg mit 15 Jahren in die Europe und der Einstieg in die spanische Nationalmannschaft

führten 2005 zum Gewinn der spanischen Jugendmeisterschaft.

Mit dem Studium 2006 am KIT in Karlsruhe wurde ihre aktive Segelkariere kurz unterbrochen. Nach ihrem Abschluss im Jahr 2013 entdeckte sie als Doktorandin beim KIT den RCR und den Goldkanal. Ab da stand das Regattasegeln wieder auf dem Programm. Sie holte gleich ihre Europe aus Spanien und ging damit auf Regatten in Süddeutschland. Unser Bürgermeister Arne Pfirrmann fand dass Pilars Werdegang ein Beispiel einer europäischen Segelkarriere darstellt und zeigt, wie Sport Menschen und Nationen verbindet.


Jürgen Eiermann

segelt im Finn Dinghy und wurde schon im Jahr 2000 zum Sportler des Jahres gewählt. Für seine weiteren Erfolge in seiner langen Segelkarriere wurde er nun zum Seniorsportler des Jahres gewählt. Für die Nominierung ausschlaggebend waren der Vizeweltmeistertitel 2009 bei den Finn Masters in Bordeaux, mehrfache Süddeutsche und Schweitzer Meisterschaften, viele Siege auf nationalen und internationalen Revieren und seine Erfolge im H-Boot. Der Gewinn der Vizeweltmeisterschaft 2018 in der Internationalen 5,5m Klasse in Cowes rundeten seine Erfolge ab. Die 5,5m Klasse ist eine Konstruktionsklasse,

die zu dritt gesegelt wird und von 1952-1968 olympisch war.

Jürgen begann mit zehn Jahren im Opti das Segeln am Goldkanal. Sein Vater ließ ihn alleine auf dem Goldkanal segeln, da die Mitglieder der Moboabteilung ihm bei Kenterungen halfen. Nach dem Prinzip „Learning by Doing“ begann er mit den Elementen Wind und Wasser zu spielen. Er beherrschte bald die Technik der Boote, das Haushalten mit seinen Kräften und später kam die Taktik in den Wettfahrten dazu. Schnell zeigte sich seine besondere Leidenschaft und Begabung fürs Segeln. Er reifte zu einem Spitzensegler heran, der zudem außerordentlich sympathisch ist. Jürgen Eiermann versteht es vorzüglich, sein Wissen und seine Erfahrungen an die segelnde Jugend weiterzugeben. Er trainiert beim RCR und für den Landes-Segler-Verband von Baden-Württemberg den Segelnachwuchs in den Bootsklassen Opti, Laser, Europe und Finn.

Der Ruder-Club Rastatt freut sich mit seinen erfolgreichen Mitgliedern und wünscht Ihnen noch viele schöne Erfolge und vor allem Spaß beim Rudern und Segeln.


Fotos: Ch. Etspüler Text: A. Deckers

Segeln

Nachruf auf Hans-Joachim Fritze

Leidenschaftlicher Segler und Surfer, Brückenbauer zwischen Verbänden und Nationen und nicht zuletzt ein feiner Mensch: Hans-Joachim Fritze prägte von 1993 bis 2001 als Präsident die Geschicke des Deutschen Segler-Verbandes. Nun ist „Hajo“, wie er in der Seglerwelt genannt wurde, im Alter von 89 Jahren gestorben.

Hajo Fritze begann seine ehrenamtliche Karriere mit einer Provokation: Es war Mitte der sechziger Jahre, er war Mitglied in einem großen norddeutschen Verein, und dort lag die Regattasegelei im Argen. Um auf diese Misere aufmerksam zu machen, stellte der Finn-Segler Fritze einen Antrag: Man möge doch bitte das „R“ für Regatta aus dem Vereinsnamen streichen – was natürlich abgelehnt wurde. Ob es an Fritzes Vorstoß lag, sei dahingestellt, doch heute gehört dieser Verein zu den sportlichen Aushängeschildern Deutschlands.

Ähnlich leichtfüßig brachte der Hamburger das Surfen auf die olympische Agenda. Seit 1976 saß er als Chairman für das „Board Sailing Comittee“ in Weltsegelverband, der damals noch IYRU hieß. 1980 dann die Chance, das Internationale Olympische Komitee von der neuen Disziplin zu überzeugen. Fritze und seine Kollegen nahmen „die alten Herrschaften“ im Handstreich für ihre Idee ein, und zwar „mit einem Film der Weltmeisterschaft der Windsurfer, in dem junge hübsche Menschen bei beschwingter Musik die neue Segelsportart vorführen.“ Das Votum für die neue olympische Disziplin Windsurfen fiel einstimmig aus.

Der hanseatische Kaufmann Hans-Joachim Fritze hat für den deutschen Segelsport viel erreicht. Die Liste seiner Ehrenämter ist lang und gipfelt in seiner Wahl zum DSV-Präsidenten 1993. Fritze löste Hans-Otto Schümann ab, der den Verband von 1985 an geführt hatte. „Es muss eine Freude sein, Mitglied im DSV zu sein“ – mit dieser Ambition trat Hans-Joachim Fritze sein Amt an. Damals war er 63 Jahre alt. Ein ganzes Berufsleben lag schon hinter ihm: Seine Tätigkeit in der Kakao- und Schokoladenbranche führte ihn unter anderem nach London, wo er als Mitarbeiter einer UNO-Organisation Diplomaten-Status hatte. Die Gewandtheit, die er sich auf internationalem Parkett erworben hatte, kam Fritze in seiner Rolle als Repräsentant der deutschen Segler zugute. Er knüpfte internationale Beziehungen, harmonisierte die Verhältnisse innerhalb des Verbandes und verbesserte die Bedingungen für den Leistungssport. In Hajo Fritzes Amtszeit von 1993 bis 2001 ersegelten vier deutsche Teams und Einzelsportlerinnen olympisches Edelmetall – unter anderem Surferin Amelie Lux, deren Sport erst durch seinen Einsatz olympisch wurde.

Der Vater von drei Söhnen verstand es mit seiner ruhigen, freundlichen und ehrlichen Art, Menschen für sich einzunehmen. Die älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hamburger Geschäftsstelle erinnern sich an ihn als einen „feinen Mann“, der bei jedem Besuch in der Gründgensstraße allen Mitarbeitern die Hand gab. Fritze war es auch, der zu seinem Amtsantritt sagte: „Es gibt zu wenig Platz für kreative Mitarbeit der Hauptamtlichen“, und die Mitarbeiter der Geschäftsstelle aktiv in Prozesse einband.

Fritze, der lange Jahre Klassensekretär der Finn-Dinghys war, setzte auf den direkten Dialog mit Seglern und Vereinen. „Von dort sind immer gute Impulse und konstruktive Kritik gekommen“, sagte er in einem Interview. Aktiv warb der Kosmopolit für die Arbeit des DSV: „Jeder Verein braucht den DSV; jeder profitiert von seiner Arbeit“, sagte er vor 25 Jahren bei der Jubiläumsrede in einem Verein.

„Mit Hajo Fritze verliert die Segelwelt einen außergewöhnlichen Menschen“, sagte DSV-Präsidentin Mona Küppers. „Mit seinem Engagement, seiner Weitsicht und seinen hanseatischen Tugenden hat er den deutschen Segelsport entscheidend vorangebracht. Im Namen des gesamten DSV-Präsidiums verabschiede ich mich in tiefer Dankbarkeit von einem großen Hanseaten und Segler. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Angehörigen.“

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Dr. Germar Brockmeyer

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RCR hat Internationale Deutsche Meisterin


Den Favoriten das „Europe“-Bootsheck gezeigt


Pilar Hernandez Mesa zur Meisterschaft der Meister eingeladen

Rastatt/Elchesheim-Illingen(-). Und wieder kann der Segelwart des Ruder-Club Rastatt (RCR) eine Erfolgsmeldung vermelden. In der Einhandbootsklasse der „Europe“ wurde Pilar Hernandez Mesa auf dem  Brombachsee Internationale Deutsche Meisterin. Nach fünf Wettfahrten auf dem Regattarevier in Mittelfranken ließ die Seglerin vom Goldkanal die favorisierte Konkurrenz hinter sich.


Mesa ist seit vier Jahren beim RCR und hat am KIT, dem Karlsruher Institut für Technologie, studiert und promoviert. Trainiert hat sie auf dem Goldkanal bei Daniel Uhl und später bei Christian Diebold vom Förderstützpunkt. Bei der diesjährigen Herbstregatta auf dem einheimischen Revier beim RCR sah es noch nicht vielversprechend aus und auch bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft landete Mesa zunächst im ersten Lauf auf Rang sechs. Doch bei den folgenden Läufen konnte sie der Konkurrenz aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein Paroli bieten und von der Konstanz profitieren.


Mit einem Laufsieg, zwei zweiten und einem dritten Platz hatten Sandra Diebel vom 1. Segelclub Partwitzer See und Anja Fiedler Turn- und Sportverein Schilksee von 1947 das Nachsehen. Etwas Besonders ist es, dass nun Pilar Hernandez Mesa zur Meisterschaft der Meister in Hamburg auf der Binnenalster vom 27. auf den 28. Oktober eingeladen wurde. Dort treffen sich alle Deutschen Meister, um in acht gestellten Booten vom Typ „Seascape 20“ den Meister der Meister zu ermitteln.


Bild. Internationale Deutsche Meisterin in der Bootsklasse der „Europe“ wurde Pilar Hernandez Mesa von der Segelabteilung des Ruder-Club Rastatt auf dem mittelfränkischen Brombachsee. Jetzt wartet die Regatta „Meisterschaft der Meister“ in Hamburg auf sie.

Text & Foto: Wollenschneider

Ruderclub mit deutschem Meister im Segeln


Riko Rockenbauch im 29er-Boot vorn



Auch Felix Vogt wurde Landesmeister im 4,7

Rastatt/Berlin(-). Nachdem die Segelabteilung des Ruder-Club Rastatt (RCR) erfolgreich Ranglistenregatten auf dem Goldkanal veranstaltet hat, kann nun Segelwart Andreas Deckers mit eigenen Erfolgsmeldungen aufwarten. Einmal wurde Riko Rockenbauch mit seinem Steuermann Moritz Dorau vom Segelverein Schluchsee bei der Internationalen Deutschen JugendMeisterschaft in Berlin im Regattaboot 29er Deutscher Meister. Außerdem wurde das RCR-Mitglied Felix Vogt in der Einhandklasse Laser 4,7 Landesjugendmeister. Und dieses mit derselben Jolle, mit der sein Clubkamerad Felix Deckers bei drei deutschen Jugendmeisterschaften Erfahrungen gesammelt hatte.

Der 29er ist ein tituliertes Skiff-Segelboot, das von der Crew äußerste Aufmerksamkeit beim Regattieren erfordert und der kleine Bruder der olympischen Bootsklasse 49er. Riko Rockenbauch und sein Teamkollege hatten nach 16 Wettfahrten 14 Punkte Vorsprung von den Zweitplatzierten Schupp/Hagenmeyer vom Ammersee. Riko ist seit vier Jahren im RCR und hat zuerst die Einsteigerklasse Optimist gesegelt. Er ist 2017 in den 29er umgestiegen, seit 2017 im Landeskader von Baden-Württemberg. Im Frühjahr 2018 förderte der RCR das erfolgreiche Nachwuchsteam mit neuem Material. So wurden Rockenbauch/Dorau bei der Landesjugendmeisterschaft vierter und nun Deutsche Meister. Was den Landesmeister im Laser 4,7 Felix Vogt betrifft, so ist er inzwischen auch im Landeskader. Vorgesehen ist, dass der RCR im Rahmen der Talentförderung für die Saison 2019 ein neues Boot beschaffen wird.

29er Deutsche Meister 2018


Laser 4.7 Landesmeister 2018

Text: Wollenschneider

„Herbstwindregatta“ am Goldkanal mit drei Läufen


Elisa Kebschull hatte Bootsspitze vorn

Teilnehmer von weither bei Ranglistenregatta

Rastatt/Elchesheim-Illingen(wo). Zwar fiel der zweite Tag der Herbstwindregatta auf dem Goldkanal der Flaute zum Opfer, aber das, was sich bei drei Läufen bei der internationalen Ranglistenregatta zum Auftakt abspielte das war sportlich aller Ehren wert. 83 Starter in den Segelbootklassen „Europe“, „Laser 4.7“, Optimist A und B, meist von weither angereist, wurden auf den Dreieck-Schleife-Kurs geschickt, auch mit einem positiven Ergebnis für Starter der Segelabteilung des veranstaltenden Ruder-Club Rastatt (RCR).


Wettkampfleiterin Andrea Weingärtner vom RCR hatte neben dem Team des DLRG ein Dutzend Helfer für den reibungslosen Ablauf der finalen Regatta in diesem Jahr am Goldkanal an ihrer Seite. Das zahlte sich am ersten Regattatag aus, denn durch die Böen bei bis zu sechs Beaufort kam es zu vielen Kenterungen. Das bedeutete für einige der 83 Starter in den vier Bootsklassen, dass sie aufgeben mussten.

Die Aufbauarbeit von Segelwart Andreas Deckers im Stützpunkt des Landessegler-verbandes am Goldkanal zahlte sich deutlich bei den „Europe“ aus. Im Feld der 23 Gestarteten postierten sich hinter der souveränen Siegerin Elisa Kebschull mit Niklas Weisenbach, Christian Diebold und Pilar Hernandez Mesa noch weitere RCR-Segler auf den weiteren Plätzen. Die Vier vom Goldkanal werden am kommenden Wochenende bei der Deutschen Meisterschaft der „Europe“ am Brombachsee in Bayern an den Start gehen.


In der Einhandklasse der Laser 4.7. belegten Frederick Puls und Malik Wilkens vom RCR die Plätze drei und vier hinter dem Sieger Sebastian Höke vom Schluchsee. Den Sieg bei den „Optimisten A“ holte sich mit drei Laufsiegen Riccardo Honold vom Bodensee-Yachtclub Überlingen gefolgt von Sophie Schneider vom Segelverein Schluchsee.


Heiß umkämpft mit über 40 Startern waren auch die Läufe in der Nachwuchsklasse der „Optimisten B“. Unter den jüngsten Regattaseglern im Alter von sieben Jahren wurde auch der siebte Lauf der Regattaserie „Ludwig Benn Südwest-Cup“ ausgetragen. In dieser Klasse gewann souverän Yolanda Gebel vom Wassersportverein Langen alle drei Läufe. Dahinter platzierten sich Levin Büscher vom Düsseldorfer Segelclub und Lea Feil WSV Langen.


War auch der zweite Regattatag von der Flaute geprägt worden, die überwiegend jungen Seglerinnen und Segler kamen voll auf ihre Kosten und lobten die Organisation des RCR-Teams. 2019 stehen wieder vier Ranglistenregatten und die Clubmeisterschaft auf dem Programm der Segelabteilung des RCR.





Bild: Bei der „Herbstwindregatta“ des RCR auf dem Goldkanal gab es heftige Bord an Bord Kämpfe bei den „Optimisten A und B“.

Text und Foto: Wollenschneider

Segeln

Schnuppersegeln am RCR

Hallo liebe Segeler und Segelinteressenten,

am kommenden Mittwoch, den 03. Oktober ab 10 Uhr, findet am RCR ein Schnuppersgeln statt.

Mitsegeln, Theoriefragen und alles Weitere werden von Uschi Bodemer begleitet.

Wer also Lust und Zeit hat, kommt vorbei und seid dabei!

Treffpunkt: Vor der Segelhalle oder auf dem Steg. Falls gerade alle auf dem Wasser sein sollten, einfach kurz warten und in der vorliegenden Liste eintragen. Wir kommen wieder!

Mit sportlichen Grüßen,

Uschi Bodemer

P.S. Vorab könnt ihr eure Fragen direkt stellen: 0172-7663718 (Mittwochs ist das Handy an Land!)