Kategorie: Segeln

„Herbstwindregatta“ am Goldkanal mit drei Läufen


Elisa Kebschull hatte Bootsspitze vorn

Teilnehmer von weither bei Ranglistenregatta

Rastatt/Elchesheim-Illingen(wo). Zwar fiel der zweite Tag der Herbstwindregatta auf dem Goldkanal der Flaute zum Opfer, aber das, was sich bei drei Läufen bei der internationalen Ranglistenregatta zum Auftakt abspielte das war sportlich aller Ehren wert. 83 Starter in den Segelbootklassen „Europe“, „Laser 4.7“, Optimist A und B, meist von weither angereist, wurden auf den Dreieck-Schleife-Kurs geschickt, auch mit einem positiven Ergebnis für Starter der Segelabteilung des veranstaltenden Ruder-Club Rastatt (RCR).


Wettkampfleiterin Andrea Weingärtner vom RCR hatte neben dem Team des DLRG ein Dutzend Helfer für den reibungslosen Ablauf der finalen Regatta in diesem Jahr am Goldkanal an ihrer Seite. Das zahlte sich am ersten Regattatag aus, denn durch die Böen bei bis zu sechs Beaufort kam es zu vielen Kenterungen. Das bedeutete für einige der 83 Starter in den vier Bootsklassen, dass sie aufgeben mussten.

Die Aufbauarbeit von Segelwart Andreas Deckers im Stützpunkt des Landessegler-verbandes am Goldkanal zahlte sich deutlich bei den „Europe“ aus. Im Feld der 23 Gestarteten postierten sich hinter der souveränen Siegerin Elisa Kebschull mit Niklas Weisenbach, Christian Diebold und Pilar Hernandez Mesa noch weitere RCR-Segler auf den weiteren Plätzen. Die Vier vom Goldkanal werden am kommenden Wochenende bei der Deutschen Meisterschaft der „Europe“ am Brombachsee in Bayern an den Start gehen.


In der Einhandklasse der Laser 4.7. belegten Frederick Puls und Malik Wilkens vom RCR die Plätze drei und vier hinter dem Sieger Sebastian Höke vom Schluchsee. Den Sieg bei den „Optimisten A“ holte sich mit drei Laufsiegen Riccardo Honold vom Bodensee-Yachtclub Überlingen gefolgt von Sophie Schneider vom Segelverein Schluchsee.


Heiß umkämpft mit über 40 Startern waren auch die Läufe in der Nachwuchsklasse der „Optimisten B“. Unter den jüngsten Regattaseglern im Alter von sieben Jahren wurde auch der siebte Lauf der Regattaserie „Ludwig Benn Südwest-Cup“ ausgetragen. In dieser Klasse gewann souverän Yolanda Gebel vom Wassersportverein Langen alle drei Läufe. Dahinter platzierten sich Levin Büscher vom Düsseldorfer Segelclub und Lea Feil WSV Langen.


War auch der zweite Regattatag von der Flaute geprägt worden, die überwiegend jungen Seglerinnen und Segler kamen voll auf ihre Kosten und lobten die Organisation des RCR-Teams. 2019 stehen wieder vier Ranglistenregatten und die Clubmeisterschaft auf dem Programm der Segelabteilung des RCR.





Bild: Bei der „Herbstwindregatta“ des RCR auf dem Goldkanal gab es heftige Bord an Bord Kämpfe bei den „Optimisten A und B“.

Text und Foto: Wollenschneider

Segeln

Schnuppersegeln am RCR

Hallo liebe Segeler und Segelinteressenten,

am kommenden Mittwoch, den 03. Oktober ab 10 Uhr, findet am RCR ein Schnuppersgeln statt.

Mitsegeln, Theoriefragen und alles Weitere werden von Uschi Bodemer begleitet.

Wer also Lust und Zeit hat, kommt vorbei und seid dabei!

Treffpunkt: Vor der Segelhalle oder auf dem Steg. Falls gerade alle auf dem Wasser sein sollten, einfach kurz warten und in der vorliegenden Liste eintragen. Wir kommen wieder!

Mit sportlichen Grüßen,

Uschi Bodemer

P.S. Vorab könnt ihr eure Fragen direkt stellen: 0172-7663718 (Mittwochs ist das Handy an Land!)

Logbuch 29er-EM Helsinki


Riko Rockenbauchs Logbuch – 29er-EM Helsinki 04.-12.8.2018

Riko Rockenbauch kommt aus Mainz und segelt seit 2017 zusammen mit Moritz Dorau aus Freiburg im 29er. Im August 2018 waren beide als Teilnehmer bei der 29er-EM in Helsinki (GER 965). Riko schildert in seinem Logbuch die Erlebnisse und Erfolge dieses Events.


Mit professioneller Einstellung angemessene Erfolge erzielt

Nachdem wir seit einem Jahr gemeinsam 29er segeln und im Landeskader bei Marc Schulz trainiert sowie an mehreren Regatten teilgenommen haben, konnten wir gut vorbereitet zur EM nach Helsinki fahren.

Die Anreise war mit mehreren großen Trailern sehr beeindruckend (bis zu 4 Boote auf einem Trailer). Die gesamte Fahrtstrecke war 1.800 km, wobei wir den größten Teil zum Glück mit der Fähre Travemünde – Helsinki gefahren sind. Die Überfahrt hat 30 Stunden gedauert und ist gut verlaufen. Unsere Unterkunft war in einem Vorort von Helsinki auf der Halbinsel Lauttasaari in unmittelbarer Nähe des Segelclubs. Jedes Team war in einem eigenen Appartement untergebracht und hat sich entsprechend selbst versorgt. Dieses Jahr war in Helsinki ein Jahrhundertsommer, mit sehr viel Sonne sowie hohen Luft- und Wassertemperaturen.


Die erste Woche hatten wir intensives Training im Regattagebiet um uns auf die Revierbesonderheiten einstellen zu können. Insgesamt ein sehr schönes und anspruchsvolles Revier auf Grund von Strömung, Abdeckungen durch Inseln, variierenden Wellenmustern, unterschiedlichen Windrichtungen und wechselnden Windstärken. Wir hatten 3 Tage Starkwind, 2 Tage Schwachwind und 1 freien Tag, an dem wir uns Helsinki angeschaut haben. Jeden Tag stand zusätzlich eine Laufeinheit auf dem Programm, bei der wir die schöne Natur und nähere Gegend gesehen haben. Vor jeder Wassereinheit haben wir selbstverständlich ein intensives Wetterbriefing gemacht um uns auf die variablen Bedingungen einstellen zu können. Insgesamt war es also eine sehr professionelle Vorbereitung.


Die 29er-EM hat am 4.+5.8. mit der Vermessung der Boote begonnen wobei wir die Tage auch noch für Trainingswettfahrten genutzt haben. Am 6.8. war dann ein „practice race“ und bei der Eröffnungsfeier am Abend sind die 137 Teams mit Nationalflaggen einmarschiert. An jedem Wettfahrttag wurden wir von Sicherungsbooten durch die Fahrrinne der großen Kreuzfahrtschiffe ins Regattagebiet begleitet. An den ersten 3 Wettfahrttage wurden die Qualifikationsläufe in 3 Startgruppen mit je 45 Teams durchgeführt. Bei uns lief es sehr gut mit den Platzierungen: 16., 17., (33.), 5., 21., 5., 24. Somit lagen wir nach den Qualifikationsläufen auf dem 42. Platz und hatten uns für die Goldflotte qualifiziert. Diese Wertung wurde als erste Wertung in die Finalläufe mit aufgenommen und konnte auch nicht gestrichen werden. Die letzten 3 Tage waren dann die Finalläufe. Wir konnten uns trotz der starken Konkurrenz sogar noch um einen Platz auf den 41. Platz in der Goldflotte verbessern, weil wir folgende Platzierungen ersegelt haben: 42.0 (Wertung aus der Quali), 38., (41.), 30., 36., 33., 38., 28. Mit den Ergebnissen konnten wir sehr zufrieden sein, da wir 8. in der Junioren-Wertung (U-17) und 2. in der U-16-Wertung wurden.

https://www.29ereuropeans.org/event/results/

Die Organisation der Regatta war sehr professionell und hat das Maximum an Wettfahrten herausgeholt (14). In der Regel sind immer 2 Gruppen vormittags Wettfahrten gefahren und die 3. Gruppe kam dann nachmittags auf das Wasser (ca. ab 14 Uhr). Wie bereits beim Training hatten wir auch bei der Regatta mehrere Starkwind- aber auch Leichtwind-Tage, so dass alle Fähigkeiten und ständige hohe Konzentration geforderten wurden. Am Ende jedes Segeltages gab es für die Segler noch eine gute Verpflegung, so dass wir gut gestärkt aber erschöpft waren. Am letzten Tag bei der Siegerehrung wurden dann sehr tolle Preise an die Gewinner-Teams übergeben, die danach natürlich im Wasser gelandet sind. Nachdem die Boote dann alle wieder auf ihren Hängern verstaut waren konnten wir den Abend entspannt ausklingen lassen. Am nächsten Morgen haben wir dann die Heimreise angetreten die ebenso glatt verlaufen ist wie die Anreise.

Abschließend möchte ich mich noch bei allen bedanken, die uns beim Segeln mit dem 29er unterstützen – insbesondere Trainer, Eltern, Vereine, Verbände etc. Für den Herbst stehen noch 2 weitere Saisonhöhepunkte sowie einige Trainings und Regatten auf dem Programm.

Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit allen meinen Freunden und wünsche allen noch viele schöne Erlebnisse – auf dem Wasser und an Land.



Bild: Riko Rockenbauch (Vorschoter) / Moritz Dorau (Steuermann) (GER 965)


Viele Grüße und immer eine Hand breit Wasser unter dem Schwert


Riko Rockenbauch (29er: GER 965)

Bild und Text: © Rockenbauch

Vizeweltmeister Jürgen Eiermann!

Bei der Internationalen 5,5 Meter Weltmeisterschaft bei der Royal Yacht Squadron in Cowes (kleine Hafenstadt an der Nordküste der Insel Isle of Wight, Südlich vom englischen Festland) wird Jürgen Eiermann Vizeweltmeister! Nach einem spannenden Finaltag musste er und sein Team sich nur dem Team aus den Bahamas geschlagen geben.

Ein ausführlicher Bericht ist auf der Clubseite des Royal Yacht Squadron (RYS) zu

finden

.


Im Namen des Ruder-Club Rastatts gratulieren wir Jürgen recht herzlich. Klasse gemacht!!!

Segel-Ranglistenregatta „Korsar Preis 2018“

Spannende Bord-an-Bord-Kämpfe auf dem Goldkanal


RCR-Segler in der Spitze platziert

Rastatt/Elchesheim-Illingen(wo). Das Segelregattarevier Goldkanal zeigte sich am Wochenende von seiner besten Seite. Bei der Ranglistenregatta um Wertungspunkte mit dem hohen Faktor 1,15 waren Zweierteams auch außerhalb Baden-Württemberg angereist, um sich mit ihren „Korsar“-Jollen auf einem Dreieck-Schleifenkurs zu messen. Bei den „Korsaren“ mit dem markanten Krummschwert am Segel handelt es sich bei der Segelabteilung des Ruder-Club-Rastatt (RCR)um eine Bootsklasse, die schon seit Jahrzehnten hier heimisch ist.


Die Wettkampfleitung hatte RCR-Segelwart Andreas Deckers übernommen. Neben einem Rettungsboot der DLRG konnte er auf ein rühriges Team vom RCR zurückgreifen, das gerade am zweiten Regattatag bei böigem Wind bis zu 35 km/h alle Hände voll zu tun hatte. Bei Kenterungen musste den Bootsbesatzungen beim Aufrichten der Segelboote geholfen werden. Dramatisch auch der Regattaverlauf bei den fünf Läufen mit wechselnden Führungspositionen.


Auch vier RCR-Teams maßen sich mit der Konkurrenz, wobei eine optische Augenweide, das Setzen der bunten Spinnaker und das Arbeiten der Duos im Trapez, um im Wind optimale Geschwindigkeiten zu erzielen, war. Nicht zu nehmen war Thomas und Gesa Pauer vom Segelclub Graben-Neudorf der Sieg, obwohl Lisa und Tim Debatin (gleichzeitig Klassenobmann der Klassenobmann der Korsarflotte Südwest) vom RCR mächtig aufholten und den fünften Lauf gewinnen konnten.


Zunächst hatte es sogar ausgesehen, dass den Brüdern Daniel und Christian Winkel vom Yachtclub Saarbrücken der Sieg gehöre. Aber die Kenterung an der Wendetonne mit dem Einhaken am Tonnengewicht kostete sie einige Plätze und führte zu einem nicht vorgesehenen Streichresultat. Dafür landete Hans-Joachim Wolf vom RCR mit seinem Vorschoter Björn Kaizik auf einem achtbaren vierten Gesamtrang. Für einige Korsar-Teams war die Regatta am Goldkanal eine gute Übung für die Internationale Deutsche Meisterschaft, die nächste Woche in Travemünde stattfindet.

Jedenfalls die teilweise von weither angereisten Regatta-Teams lobten bei der Siegerehrung das schöne Wassersportrevier und die anerkennenswerte Leistung des Wettfahrt-Leitungsteam der Segelabteilung des RCR. Die nächste Regatta am Goldkanal wird am 16. September die gemeinsam von RCR und der Segelkameradschaft Pforzheim ausgetragene Clubmeisterschaft sein.

Bild: Schöne Bilder, spannende Kämpfe im Trapez und dem Dahingleiten unter dem Spinnaker gab es beim „Korsar Preis 2018“ vor dem RCR auf dem Goldkanal. Das RCR-Team Lisa und Tim Debatin (Segelnummer 3800) belegte den zweiten Platz.

Text und Foto: Wollenschneider

Beispielhaftes Schulprojekt am Goldkanal beendet


Bernhard Löhlein vom Deutschen Seglerverband gewürdigt



Ruderclub um sechs „Optimisten“ bereichert



Über 800 Schüler über 16 Jahre erlebten Wassersport hautnah


Rastatt/Elchesheim-Illingen(wo). Es war ein würdiges Finale für das Mitglied des Ruder-Clubs Rastatt (RCR) am Goldkanal, Bernhard Löhlein, der seit 16 Jahren ein Paradebeispiel ehrenamtlichen En-gagements mit über 800 Kindern gelebt hat. Das Schulprojekt der Grund- und Werkreal-Albert-Schweitzer-Schule Waldbronn hatte den Inhalt, in einwöchigen 24-Stunden-Aufenthalten den Wassersport nahe zu bringen. Er war auch für den RCR ein Erfolgsgarant. Dieses würdigte mit einer Urkunde die Präsidentin des Deutschen Seglerverbandes, Mona Küppers. Sie zollte Bernhard Löhlein für seine „langjährige ehrenamtliche und beispielhafte Arbeit in der der Kinder- und Jugendausbildung im Ruder-Club Rastatt“ Respekt und Anerkennung.


Vor zahlreich Erschienenen des RCR und Mitgliedern des Waldbronner Fördervereins und der Schulleitung der Albert-Schweit-zer-Schule lieferte Segelwart Andreas Deckers einen kompetenten Rückblick: „Wir hatten das Glück einen segelverliebten Lehrer mit gleichgesinnten Helfern, inklusive der engagierten Ehefrau mit Söhnen, zu gewinnen, die Wassersport in dem Zusatz-Unterricht der Landratten vermittelten.“

Andreas Deckers mit dem RCR unterstützten das Projekt, das nun leider keinen Nachfolger findet, der Bernhard Löhleins engagierte Arbeit fortsetzen möchte. „Mit der letzten Woche im Juli endet dieses in Baden-Württemberg einmalige eineinhalb Jahrzehnte durchgeführte Projekt. Schade!“, fügt Andreas Deckers an und, „Er hat mit seiner Initiative unseren Verein bereichert!“ Eine Perspektive gibt es noch, sollte sich doch an der Waldbronner Albert-Schweitzer-Schule ein Nachfolger finden. Im Rahmen der langjährigen Aktion wurden vom Förderverein der Schule, sechs Optimisten-Nachwuchs-Segelboote ange-schafft. Diese übernahm der RCR nun für seine Talentsichtung am Förderstützpunkt des Baden-Württembergischen Seglerverban-des „Goldkanal“ für 3000 Euro. Schon vorher durfte der Sportclub am Goldkanal die Jollen für die Segelausbildung benutzen und übernahm den Unterhalt, Versicherung und Ausrüstung. Diese würden bei Projekten der Waldbronner Schule gerne zur Verfügung stehen.


Was merkte Bernhard Löhlein selbst zu seiner Aktion an, die nun ausläuft: „Ich schätzte die Nachbarschaft mit den Ruderern, die zum Beispiel Dienstags morgens um halb sieben aufs Wasser gingen. Ein spürbares Nebeneinander mit den Wassersportkameraden.“ Die Schulleiterin der Albert-Schweitzer-Schule Waldbronn, Eva Heimlich, ist nun mit dem Förderverein auf der Suche nach einem Nachfolger von Bernhard Löhlein und seiner Projekt-Erfolgsgeschichte. Wird schwer sein. Ginge es nach den Schülern und der Äußerung von ihnen: „Das war in dieser Woche eine schöne Zeit. Wir und unsere Schulkameraden würden das gerne nochmals erleben.“



Bild: Der Segelwart des Ruder-Clubs Rastatt, Andreas Deckers (links), überreichte Mitglied Bernhard Löhlein die Anerkennungsurkunde des Deutschen Seglerverbandes für sein 16-jähriges Engagement im Bereich seiner beispielhaften ehrenamtlichen Kinder- und Jugendarbeit.

Bericht und Foto: Wollenschneider