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Saisoneröffnung im RCR 2026


Bei bestem Frühlingswetter eröffnete der Vereinsvorsitzende Matthias Koerwer am 22. März die Saison 2026 des Ruder-Club Rastatt 1898 (RCR) am Goldkanal. Sonnenschein und gute Laune sorgten für einen gelungenen Start in die neue Saison.
Endlich geht es wieder aufs Wasser – zum Rudern, Segeln und Motorbootfahren. Die Vorfreude auf die kommenden Monate und viele gemeinsame Stunden im und am Verein war deutlich spürbar.
Wie jedes Jahr wurden auch diesmal die Fahrtenabzeichen verliehen. Die Ruderinnen und Ruderer erhielten sie für ihre im vergangenen Jahr zurückgelegten Kilometer – eine schöne Anerkennung für ihren Einsatz.
Zum Abschluss wünschte der Vorsitzende allen eine unfallfreie Saison – und dass immer genauso viele glückliche Ablegerinnen und Ableger wie glückliche Anlegerinnen und Anleger unterwegs sind. Mit diesem Wunsch stoßen alle gemeinsam auf eine spannende und sichere Saison an.
Damit ist die Saison offiziell eröffnet – und der RCR freut sich auf viele tolle Stunden am und auf dem Wasser.

Text und Bilder: Nicoletta Arndt

RCR investiert für den Sport von Morgen

Jahreshauptversammlung des RC Rastatt 20.3.2026

„Mit Freunden im Boot“, ist die Device des Ruder-Club Rastatt (RCR) mit seiner Segel-, Ruder- und Motorbootabteilung und 569 Mitgliedern am Goldkanal. Bei der Jahreshauptversammlung 2026 stellte dazu der Vorsitzende Matthias Koerwer fest: „Das Vereinsleben findet in den Abteilungen statt und das funktioniert!“
So konnte Segelwart Ralf Rössler vermelden, dass erfolgreich mehrere Regatten auf dem Revier mit fast 80 Helfern durchgeführt wurden. Dazu konnte Lisa Kebschull deutsche Vizemeisterin bei den „Europes“ werden. Aktuell gewann Jürgen Eiermann vor Andreas Franke vom RCR die profilierte Finn-Dinghy-Regatta in Cannes. Dabei wird durch das angeleitete Training in den Bootsklassen „Optimist“ und „Europe“ Nachwuchsarbeit geleistet. Zudem stellt der RCR fünf große Clubboote Mitgliedern zur Verfügung.
Ruderwart Tillmann Runck vermeldete, dass die Ruderer im Fahrtenwettbewerb Baden-Württemberg auf Platz Eins und bundesweit auf Platz 7 gelandet sind. Bei 46 000 Fahrtenkilometern wurde 21-mal der Fahrtenwettbewerb erfüllt. Erfolgreich platzierte man sich bei mehreren besuchten Regatten. Auf Hochtouren laufen nach Runck die Vorbereitungen für das Landes-rudertreffen am 27. Juni. Für den Ruderkurs 16.05.-17.05.2026 gibt es noch freie Plätze.
Zufrieden zeigte sich bei der Versammlung auch der Motorbootwart Martin Brunner. Man wirke abteilungsübergreifend und die 15 Ausnahmegenehmigungen sind belegt.
Schatzmeister Konrad Roth schilderte die gute Entscheidung, in eine Photovoltaik-Anlage investiert zu haben. Auch die Speicherbatterie sei sehr gut abgestimmt. Das nächste Großinvestitionsprojekt ist die Erneuerung der Slip-Rampe. Dazu Matthias Koerwer: „Es ist fünf vor zwölf!“ Die Anwesenden billigten einstimmig einen vorgegebenen Kostenrahmen.
Unter den Ehrungen ragen die 70 Jahre Aktivität von Peter Hacker hervor. Geehrt wurden außerdem für 40 Jahre: Martin, Sibylle und Wolfgang Kirchner sowie Uschi Bodemer. Für 50 Jahre: Jürgen Eiermann. Für 60 Jahre: Ralf Schönberger. Für 65 Jahre: Anton Kastner und Reinhard Magosch.
Herausragend die 70 aktiven Jahre von Peter Hacker.

Text und Fotos: R. Wollenschneider

RCR-Doppel-Wumms!

Internationaler RCR-Doppelsieg bei hochrangiger Regatta in Cannes

RCR-Doppel-Wumms!

Semaine Internationale de Cannes, 17.–20. Februar 2026

Die Semaine Internationale de Cannes gilt seit Jahren als fester Termin im internationalen Finn-Kalender. Auch 2026 zog es 40 Segler aus zehn Nationen an die Côte d’Azur. Das Feld war hochkarätig, die Erwartungen entsprechend groß – und das Wetter zeigte sich zunächst wenig kooperativ.

Eine stürmische, wechselhafte Wetterlage stellte Veranstalter und Aktive auf die Probe. An zwei Tagen war an reguläre Wettfahrten kaum zu denken. Kräftige, böige Winde und unberechenbare Dreher machten ein sicheres und faires Segeln unmöglich. Geduld war gefragt – und die Hoffnung auf bessere Bedingungen.

Am zweiten Regattatag öffnete sich schließlich das ersehnte Wetterfenster. Bei 8 bis 11 Knoten konnten drei anspruchsvolle Rennen gesegelt werden. Das Revier vor Cannes präsentierte sich taktisch herausfordernd: Druckunterschiede auf der Bahn, drehende Winde und enge Positionskämpfe verlangten volle Konzentration. Am vierten und letzten Tag folgten zwei weitere Wettfahrten bei wechselnden 6 bis 14 Knoten. Auch hier blieb es spannend bis zum Schluss – fünf hochwertige Rennen kamen so in die Wertung.

Und aus Sicht des RCR hätte diese Regatta kaum besser verlaufen können.

Mit einer beeindruckend konstanten Serie sicherte sich Juergen Eiermann vom RCR den Gesamtsieg. Er segelte von Beginn an im Spitzenfeld, traf die richtigen taktischen Entscheidungen und blieb auch in den schwierigen Phasen der Serie ruhig und fokussiert. Seine Leistung war Ausdruck großer Erfahrung und konsequenter Vorbereitung.

Doch der RCR-Erfolg ging noch weiter: Auf Rang zwei folgte mit Andreas Franke ebenfalls ein Segler unseres Clubs. Auch Andreas überzeugte mit starken Einzelresultaten und bemerkenswerter Konstanz. Dass bei einer international besetzten Traditionsregatta gleich zwei Segler desselben Vereins ganz oben auf dem Podium stehen, ist alles andere als selbstverständlich – es ist ein starkes Zeichen für die Qualität und den Zusammenhalt im RCR.

Der Yacht Club de Cannes bewies einmal mehr große Professionalität und Gastfreundschaft. Trotz der wetterbedingten Herausforderungen gelang eine faire und sportlich anspruchsvolle Durchführung der Regatta. Die Kombination aus mediterranem Flair, anspruchsvollem Revier und internationaler Konkurrenz macht den besonderen Reiz dieser Veranstaltung aus.

Die Semaine de Cannes 2026 wird uns im RCR sicher noch lange in Erinnerung bleiben – als Woche mit viel Wind, viel Geduld und am Ende einem echten Doppel-Wumms. Herzliche Gratulation an Jürgen und Andreas zu diesem großartigen Erfolg. Ihr habt unseren Club auf internationaler Bühne hervorragend vertreten und setzt ein starkes Zeichen für alle, die den nächsten Schritt wagen wollen.

Fotos: M. Eiermann, A. Franke

 

Feuchte Nikolausbescherung mit vier Rentieren

Am Goldkanal kam Nikolaus im Ruderboot

Nach der Premiere im letzten Jahr kam beim RCR (Ruder-Club-Rastatt) der Nikolaus, begleitet von vier Rens in Verkleidung, im Ruderboot. Dabei verlief der Besuch von wartenden Mitgliedern der drei RCR-Abteilungen etwas anders als geplant. Als die Alternative zum Rentier-Schlitten diente der Bootsvierer „Murg“. Als der Nikolaus einsteigen wollte, rutschte er aus und stand bis zum Bauchnabel im Wasser. Dazu kam der Verlust der Rute: Aber die vier weiblichen Rens ruderten den Mann in Rot rasch zum Steg. Der Nikolaus, RCR-Vorsitzender Matthias Koerwer, ließ sich bei der Bescherung nichts anmerken und beglückte Jung und Alt mit Geschenken.
Text & Bilder: Rainer Wollenschneider

 

Hamburg – das Tor zur (Ruder-)Welt

Hamburg ist ja bekanntlich immer eine Reise wert …
Ende Oktober nahmen einige RCR-Mitglieder den „Fari Cup“ zum Anlass, dieser schönen Stadt einen Besuch abzustatten.
Diese Regatta gibt es seit 1992, und die Teilnehmerzahlen steigen ständig (in diesem Jahr 270 Boote). Gerudert wird in Vierern oder Achtern, in Gigs oder Rennbooten.
Seit zwei Jahren reifte bereits die Idee, bei dieser Regatta an den Start zu gehen - der Gedanke, auf der Außenalster zu rudern, war einfach zu verlockend.
So machte sich eine gut gelaunte Reisegruppe von Ruderern und „Betreuerinnen“ mit der Deutschen Bahn auf den Weg gen Norden. Die Fahrt verlief – aller Unkenrufe zum Trotz – problemlos, sodass bereits am Donnerstagnachmittag an den Landungsbrücken mit der Akklimatisierung mittels Fischbrötchen begonnen werden konnte.
Am Samstag hieß es dann früh aufstehen, um am Zielort, der wunderschönen Anlage des Ruderclubs Favorite Hammonia, die Startnummer und die letzten Informationen zu Strecke und Ablauf entgegenzunehmen.
Danach machten wir uns auf den Weg zum Hamburger Ruderinnen-Club von 1925 e. V., der uns freundlicherweise ein Boot zur Verfügung stellte. Dort wurden wir sehr freundlich empfangen, und Anne stellte uns den gesteuerten Doppelvierer „Alsterblick” vor. Der idyllisch an einem Alsterkanal gelegene Ruderinnen-Club war ein optimaler Startpunkt, um durch die verschlungenen Kanäle mit wunderschöner Kulisse zum Start unserer 4200 m langen Strecke zu gelangen. Das Einrudern lief gut und wir wurden schnell mit der „Alster-blick“ warm. Zu diesem Zeitpunkt herrschte auf dem Wasser schon reger Betrieb, denn die Achter waren zeitgleich auf dem Weg zum Start ihres 7500 m langen Rennens. Eine kribbelnde Vorfreude stellte sich ein – frei nach dem Motto des Veranstalters: „Blätter im Wasser und Spannung in der Luft“. In unserem Rennen (4x+ Gig) waren sechs weitere Boote gemeldet. Gestartet wurde in 60-Sekunden-Abständen mit einem kurzen fliegenden Start. Dann kam endlich das Kommando „Alles vorwärts – LOS“, ein kurzes Hupen, und wir waren auf der Strecke. Ein starker Start und dann schnell und kraftvoll auf eine hohe Streckenfrequenz zu kommen, war unser Ziel. Unser Gefühl war gut, und unser Steuermann ermahnte uns immer wieder, zusammenzubleiben, schnell zu setzen und sofort Druck aufs Blatt zu bringen. Die erste Hälfte der Strecke wird in einem Kanal gerudert. Auf den zahlreichen Brücken stehen Zuschauer und feuern die Ruderer an. Dann passieren wir zwei Bojen und es geht auf die Außenalster. Ausgerechnet an dieser Engstelle wurde ein Überholmanöver angesetzt, aber unser Steuermann meisterte das souverän und trieb uns bis ins Ziel. So schnell war es dann auch schon vorbei, aber ein wunderschönes Erlebnis mit ausrudern auf der Binnenalster bleibt in Erinnerung.

Fotos: Reisegruppe
Text: Elke „Katzi“ Mackenthun

Meckatzer Cup 2025

Meckatzer Finn und Europe Cup 2025 – Segeln mit Herz, Regen und Kässpätzle

 

Auch in diesem Jahr war es wieder soweit: Vom 2. bis 4. August 2025 lud der Segel- und Surfgemeinschaft Rottachsee e.V. zum traditionellen Meckatzer Finn und Europe Cup ein – und wie immer war es ein Fest, bei dem sich die Segelgemeinschaft nicht nur auf dem Wasser, sondern auch an Land pudelwohl fühlen konnte.

Freitagabend – Ankommen, Lachen, Kässpätzle

Schon am Freitagabend trudelten die ersten Teilnehmer ein – trotz Dauerregen, grauem Himmel und eher bescheidenen Aussichten. Warum? Weil der Empfang beim SSGR einfach immer herzlich ist. Wie eine große Familie wurde man begrüßt, das Zelt war bereits gut gefüllt und aus der Küche strömte der verführerische Duft von frischen Kässpätzle. Dazu ein kühles Meckatzer – was will man mehr? Kein Wunder also, dass bereits am Vorabend fast alle Teilnehmer vor Ort waren.

Starke Felder und starke Leute

Mit 33 Meldungen bei den Finns – darunter niemand Geringeres als Klassenpräsident Claus Wimmer und Südwest-Obmann Detlev Guminski – sowie 20 Europe-Segler*innen, inklusive der bayerischen Klassenobfrau Julia Sauer und des Baden-Württembergischen Obmanns Christian Diebold, war das Feld bestens besetzt. Da war schon vor dem ersten Start klar: Das wird sportlich!

Samstagmorgen – Weißwurst, Wetter und Wasser

Nach der Anmeldung und der Steuermannsbesprechung gab’s zur Stärkung erst einmal das obligatorische Weißwurst-Frühstück. Der Himmel hielt sich derweil weiterhin bedeckt und auch der Wind ließ sich Zeit. Aber wer braucht schon Sonne, wenn’s Weißbier gibt?

Gegen Mittag war’s dann soweit: Bei lauschigen 13 Grad, Dauerregen und einem für den Rottachsee erstaunlich konstanten Wind mit 2–3 Bft hieß es: Leinen los! Oder, wie einer der Segler trocken bemerkte: „Ideales Segelwetter – wenn man ein Pinguin ist.“

Enges Feld, kühle Köpfe

Auf dem Wasser wurde es bei der großen Teilnehmerzahl naturgemäß etwas kuschelig, aber das Wettfahrtleiter-Duo Thomas Krause und sein Stellvertreter hatte alles bestens im Griff. Drei knackige Up-and-Down-Rennen wurden souverän durchgezogen – Chapeau!

Nach getaner Arbeit freuten sich alle auf den Hafen, wo eine wohltuende heiße Dusche wartete. Doch der wahre Applaus des Tages galt jenen, die nicht segelten, sondern bei Regen und Kälte still und tapfer auf den Motorbooten ausharrten: Ein riesiges Dankeschön an das Wettfahrtleitungsteam und die Motorboot-Crews! Ohne euch gäbe es keine Regatta – und vermutlich auch keine Zehen mehr.

Kulinarisches Highlight und feuchtfröhlicher Abend

An Land angekommen, ging es mit der nächsten Disziplin weiter: Abendessen. Und wie! Spanferkel direkt vom Bio-Bauern, dazu Knödel, Rotkraut, Salate – ein Festmahl, begleitet vom besten, was die Meckatzer Brauerei zu bieten hat. Das Vereinszelt wurde zur Festhütte, und die gute Stimmung ließ nicht lange auf sich warten. Zwischen Fachsimpelei, Anekdoten und schallendem Gelächter wurde es – ganz unbemerkt – eins, bevor die letzten Lichter ausgingen.

Sonntag – Frühstück, Flaute, Finale

Am Sonntagmorgen lockte ein weiteres Frühstück im Vereinsheim. Doch der Blick nach draußen verriet schnell: Um 10 Uhr wird hier wohl eher Kaffee als Genua gesetzt. Die Startverschiebung wurde gehisst, erste Boote abgebaut – da schien der Tag schon gelaufen.

Doch dann kam sie: die Wetterrettung in Form einer Regenfront, die tatsächlich Wind mitbrachte! Das Regattateam ließ sich nicht lange bitten, legte das Feld aus und gab das Signal zum Auslaufen.

Letzte Wettfahrt mit Sonne im Gesicht

Und plötzlich war er da – der perfekte Segelabschluss: Sonne, 2–3 Bft und ein glänzender Rottachsee. Die letzte Wettfahrt des Wochenendes wurde bei traumhaften Bedingungen gesegelt – als hätte sich das Wetter zum Abschied entschuldigen wollen.

Die Sieger – und die starken RCR-Segler

Die strahlenden Gewinner der Regatta waren:

Finn-Klasse:
🥇 Claus Wimmer
🥈 Karl-Heinz Erich
🥉 Andreas Franke (RCR)

Europe-Klasse:
🥇 Jan Schliemann
🥈 Pilar Hernandez Mesa (RCR)
🥉 Oida Schreiner

Doch damit nicht genug: Besonders erfreulich war die starke Präsenz des RCR-Teams! Immer mehr RCR-Segler sind auf den Regatten vertreten – und meist genau dort vorne zu finden, wo die Wendepunkte gesetzt werden.

RCR-Ergebnisse Europe:
🥈 Pilar Hernandez Mesa
9️⃣ Christian Diebold
🔟 Christoph Etspuler

RCR-Ergebnisse Finn:
🥉 Andreas Franke
8️⃣ Daniel Uhl – unser „Sieger der Herzen“, trotz Frühstart ohne Streicher
2️⃣0️⃣ Julian Hartung
3️⃣0️⃣ Martin Deutscher, der leider wegen Wasserschaden früher abreisen musste

Ein starkes Bild für den RCR – und Motivation für die kommenden Regatten!

Großer Dank, große Freude

Was bleibt, ist einmal mehr die Erkenntnis: Beim SSGR kommt man nicht nur zum Segeln, sondern zum Heimkommen. Ob Küche, Organisation, Regattateam, Kuchenbuffet oder Festzelt – ein riesiges Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer. Ein besonderer Applaus geht an Felix mit seiner Familie und dem gesamten Team, die diese Veranstaltung Jahr für Jahr so wunderbar auf die Beine stellen.

Oder, wie es Präsident Claus Wimmer auf den Punkt bringt:

„Kommt wieder – und bringt noch einen mit!“

Na klar, Claus. Machen wir. Bis zum nächsten Jahr am Rottachsee!