Kategorie: Segeln

29er IDJM 2020


Ruder-Club stellt deutschen Jugendmeister in der Segeljolle „29er“


Riko Rockenbauch setzt Siegeszug fort


Segelwart Westholt: „Sportrevier Goldkanal zeigt sich von der besten Seite.“

Rastatt/Elchesheim-Illingen(wo). „Wie für andere Vereine war diese Saison ab März zunächst für die Segelabteilung des Ruder-Club Rastatt (RCR) eine Zitterpartie. Aber trotz der Pandemie in unseren Aktivitäten auf dem Wasserrevier Goldkanal eingebremst, haben wir das Beste daraus gemacht“, weiß der Leiter der Segelabteilung des RCR, Michael Westholt, zu vermelden. Bei fünf abgesagten Regatten, darunter drei um Punkte für die deutsche Rangliste, war man aktiv und kreativ geblieben.


Dazu kommt, dass aktuell das Top-Segel-talent des RCR, Riko Rockenbauch, zusammen mit seinem Segelpartner Moritz Dorau (Segelverein Schluchsee) in der Zweihand-Jolle „29er“, eben deutscher Jugendmeister bei der Internationalen Meisterschaft in Glücksburg an der Ostsee geworden ist. Dabei ließ man im Feld der für das Meisterschaftsfinale 47 qualifizierten Teams, die wellenerprobten Küstensegler hinter sich. Internationaler Maßstab waren zwei 29er-Spitzen-Crews aus Malta, die sich knapp vor den Badenern auf Platz eins und zwei platzieren konnten.


Jedenfalls waren der RCR-Segler Riko Rockenbauch und Moritz Dorau klar bestes deutsches Team und damit „Deutscher Meister der 29er“. Ausgefahren wurden bei der Regatta zwölf Läufe mit einem Streichresultat. Es siegte die Konstanz von Dorau/ Rockenbauch mit keinem schlechteren Platz als fünf in den Läufen und einem Sieg vor dem Feld in Lauf zehn. Die Erfolgsgeschichte des für den RCR startenden Seglers Riko und seinem Partner hatte sich schon 2019 angedeutet. Vordere Platzierungen bei der Welt- und Europameisterschaft im 29er machten Hoffnung auf mehr. „Wir fühlen uns in der Talentförderung beim RCR bestätigt“, betont Michael Westholt, schließlich stellt der RCR mit Felix Vogt auch den amtierenden Jugend-Landesmeister im „Laser Radial“.


Wenn auch schließlich die Internationale Schneeglöckchenregatta (März), Osterregatta (April) und die Herbstwind-Regatta im September (mit erwarteten 90 Wettfahrtstartern) und zwei weitere aus organisatorischen Corona-Gründen abgesagt werden mussten, in der Segelabteilung blieb man aktiv. Westholt lobt das hohe ehrenamtliche Engagement im Verein unter anderem von Christoph Puls, Ralf Schönberger, Christian van Briel sowie Tine und Ralph Helbig und Gunnar Rothers, um Trainings-Regatten auf dem heimischen Revier Goldkanal durchzuführen.


Dazu Segelwart Westholt: „Abgesehen vom angebotenen Training für den RCR-Segelnachwuchs von engagierten jungen Trainern aus den eigenen Reihen, wurden die Läufe für alle Bootsklassen der Einhand- und Zweihandjollen bis hin zu Dickschiffen blendend angenommen!“ Neben der sportlichen Komponente wäre auch das gesellschaftliche Moment unter der Beachtung der Corona-Regeln nicht zu kurz gekommen. Über 40 Neuaufnahmen in der Segelabteilung des RCR sind dazu ein erfreuliches Moment. Insbesondere in der Opti-Trainingsgruppe der acht- bis 14-Jährigen mit den Trainern Daniel Uhl und Martin Kirchner hatten wir in diesem Jahr starken Zustrom. Das lässt für die Zukunft hoffen.“


Was den deutschen Jugendmeister im „29er“ Riko Rockenbauch und Partner betrifft, so ist abzuwarten, wie 2021 der geplante Umstieg in die olympische Bootsklasse des „49er“ gelingen wird.



Bild: Riko Rockenbauch vom RCR am Goldkanal und Moritz Dorau (Segelverein Schluchsee), Segelnummer 2875, erkämpften sich in zwölf Läufen den Titel eines deutschen Jugendmeisters in der „29er“-Jolle in Glücksburg an der Ostsee.

Foto: Deutscher Seglerverband – c.Ingvild Buchholz (Podestbild: Rockenbauch,links)

Landesjugendmeister Laser Radial 2020



Felix Vogt vom RC Rastatt Landesjugendmeister im Segeln

Talentförderung hat sich ausgezahlt



Titelverteidigung 2021 fest im Visier


Rastatt(-).

Nach den Erfolgen mit olympischen Perspektiven von Riko Rockenbauch in seiner Segel-Rennmaschine „29er“ meldet sich in Corona-Zeiten ein weiteres Talent der Segelabteilung des Ruder-Club Rastatt (RCR) erneut zu Wort. Felix Vogt, Seit einigen Jahren Kader-Segler des Landes-Segler-Verbandes Baden-Württemberg gewann am Bodensee bei starker Konkurrenz den Titel eines Landesjugendmeisters im „Laser Radial“.

Freude auch bei Segelwart Michael Westholt. Er weiß zu berichten, dass Felix Vogt in einer vom Verein gekauften Einhandjolle segelt, zu der man Zuschüsse vom Badischen Sportbund und der Stadt Rastatt erhalten hatte. Dazu der RCR-Segelwart: „Das intensive Training am Goldkanal und die Sportförderung der Stadt Rastatt zahlen sich aus.“

Noch im Februar vor dem Corona-Lockdown fand mit Felix Vogt ein Training des Landeskaders im spanischen Barcelona statt. Im Gegensatz zu anderen Mitsportlern konnte sein Segelboot eben noch nach Deutschland herausgebracht werden. Da während des Lockdowns auch das komplette Wasserprogramm beim RCR gestoppt wurde, war intensives Theorie-Studium und Krafttraining angesagt.

In einer zweiten Phase wurde der Segelbetrieb unter enormen Hygienevorschriften und das Kadertraining wieder aufgenommen. Allerdings wegen der Anreise an den Bodensee nicht für Felix. Dafür folgten viele Segelstunden auf dem Goldkanal und dann endlich in den Pfingstferien das einwöchige Kadertraining in Kiel mit gesammelten Erfahrungen auf der rauen See.

Im Juli war der erste Wettkampf in der Corona-Saison für Felix Vogt die Distriktmeisterschaft Süd in Überlingen. In einem starken Feld mit drehenden Winden ersegelte sich der Binnensegler vom RCR als bester Kadersegler einen vielversprechenden dritten Platz. Die baden-württembergischen Landesjugendmeisterschaften, vor Überlingen am Bodense,e sollten zeigen, wo Felix Vogt in seiner Bootsklasse steht.

Bei hoher Leistungsdichte, auch wenig Wind, dann viel Regen und enorm taktisch klug, erkämpfte sich RCR-Segler in zwei Läufen den Titel eines Landesjugend-Seglermeisters im „Laser Radial“ vor Niklas Ill vom Yachtclub Ludwigshafen-Bodensee. „Ich möchte auch im nächsten Jahr meinen Landestitel verteidigen“, betont selbstbewusst der Segler vom Ruder-Club Rastatt.


Bild:

Bei den Landesjugendmeisterschaften Baden-Württemberg vor Überlingen am Bodensee errang der Segler Felix Vogt (im Vordergrund links) vom Ruder-Club Rastatt den Titel in der Einhandjollenklasse „Laser Radial“.

Foto:


Landesseglerverband

Letzte Fahrt Jürgen Reschke

Von der Erde gegangen, in unseren Herzen geblieben,Jürgen hat seine Segel für die letzte große Fahrt gesetzt; er wurde 92 Jahre alt.


Das Segeln war eine seiner großen Leidenschaften. Gemeinsam mit seiner Frau Ingrid erlebte Jürgen unzählige Abenteuer auf dem Mittelmeer. Seine „Haithabu“ war über 42 Jahre ein treuer Begleiter. 1990 verfasste Jürgen einen Fahrtenbericht über seine Erlebnisse und beschrieb, was aus seiner Sicht das Segeln so schön macht:…Du gleitest fast lautlos auf den wogenden Wellen an zauberhaften Felsenküsten vorbei, ankerst in einsamen Buchten, schwimmst im warmen Meer und geniest die Sonne, südliche Speisen und Weine. Schläft der Wind ein, so startest Du den Jockel und suchst zum Nachmittag oder Abend einen netten Hafen, entdeckst zu Fuß die Schönheiten der Stadt und Umgebung und findest ein uriges, preiswertes Lokal zum gemütlichen Speisen. Nach einem köstlichen Schlummertrunk in der Kajüte oder im Cockpit kriechst Du zufrieden in die Koje und schläfst bei leichtem Schaukeln und offener Luke bis die Sonne Dich weckt…

Gute Fahrt Jürgen

Michael Westholt

– SegelwartRuder-Club Rastatt 1898 e.V. –

Segeln

Gemeinsames Jollen-Training


Offenes Jollentraining – Laser, 29er und andere Bootsklassen

für Jugendliche und Erwachsene mit Interesse am sportlichen Segeln und Regattaambitionen.

Informationen zum Training:

* Gemeinsames Segeln für Fortgeschrittene:

Üben von Starts, kleine Dreieckskurse, Üben von Wenden, Halsen usw.

* Kein klassenspezifisches Training sondern allgemein für Ein- und Zweihandjollen

* Findet bei geeigneter Wetterlage statt, gegebenenfalls Absage am Tag davor bis 18h

* Kommunikation mit den Teilnehmern per WhatsApp

* Voraussetzungen für die Teilnahme:

Mindestalter 14 Jahre und grundlegende Segelkenntnisse bzw. Segelerfahrung

* Termin: Samstagvormittag, gelegentlich mit Vorankündigung auch unter der Woche

Melde dich bei Interesse am Training per Email bei den Organisatoren Christoph Puls und Angela Pietsch-Haas:

Jollentraining@ruder-club-rastatt.de

Bitte gib neben deinen persönlichen Daten auch an, ob du Vereinsmitglied bist oder nicht.

Außerdem benötigen wir Information zu deiner Segelerfahrung, deiner Bootsklasse und deinen Trainingsvorstellungen.

Wir freuen uns auf dich,

Christoph und  Angela



Olympia mit dem RCR


Olympia-Teilnahme 2024 fest im Visier


Nachwuchssegler Riko Rockenbauch vom RCR auf dem Weg zum Spitzensport

RCR unterstützte Neuinvestition eines 29ers

Rastatt/Elchesheim-Illingen(wo). Wenn auch der Sportbetrieb bei den drei Abteilungen des Ruder-Club-Rastatt (RCR) zunächst bis 19.April 2020 ruht, das Mitglied Riko Rockenbauch (Jahrgang 2003) kann auf eine stolze Regattabilanz verweisen und wäre bei der ausgefallenen Sportlerehrung der Stadt Rastatt klar dabei gewesen. Riko begann mit sechs Jahren im Einsteiger-Segelboot „Optimist B“ und wurde 2019 in der U17 Wertung Deutscher Meister in der Segelboot-Rennmaschine 29er. Gemeinsam mit seinem Steuermann Moritz Dorau (Segelverein Schluchsee) wurde Riko Rockenbauch 2019 ins deutsche Nachwuchs-Nationalteam berufen.

Jetzt hat der Segler vom RCR die Olympiade 2024 im Visier und kann auf diesem Weg seinen ganzen gezeigten Elan und seine stetig gewachsene Erfahrung einbringen. Nach dem Jüngstenschein 2009 konnte der geborene Mainzer den ersten Platz im Opti B-Cup erringen, bei internationalen Regatten vorne mitsegeln und dann mit zehn Jahren in die Bootsgattung der Optimist A umsteigen.

Das Segeltalent Riko Rockenbauch machte als Segler von einem Binnenrevier bald von sich reden und regattierte bei der Travemünder Woche, in Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz, Slowenien, Österreich, Italien und Belgien. Gerne erinnert sich der junge Segler vom Goldkanal an die Teilnahme beim Störtebecker Cup, das Hochseesegeln mit Kegelrobben um Helgoland und Segeln mit Delfinen in der Nachbarschaft beim slowenischen Portoroz (Adria). Da war natürlich bei den weiten Anreisen die Unterstützung von der Familie und Vereinsseite wichtig.

Mit 14 Jahren stieg Riko Rockenbauch in das Zweihand-Jugendboot 29er um. Der Ruder-Club Rastatt fördert aktiv seinen Seglernachwuchs und tätigte 2018 eine Neuinvestition für ein wettbewerbsfähiges Vereinsboot, das immerhin in einer Preisdimension von zirka 10 000 Euro liegt. Zusätzlich wurde der 29er vom Badischen Sportbund und der Stadt Rastatt bezuschusst. Der 29er ist 90 Kilogramm leicht, hat ein Großsegel mit Fock und ist ein „One Design Boat“, d.h. alle bei Regatten antretenden Jollen sind baugleich. Das Material ist glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK).

Bei der Erfolgsgeschichte im 29er mit Steuermann Moritz Dorau (SV Schluchsee) und Riko Rockenbauch schälte sich ein Spitzenteam heraus, das 2019 in der Regattaszene immer wieder vorne mitmischte. Der RCR-Segler und sein Steuermann nennen Punkte ihres Erfolgskonzepts: „Wir haben gute Vorkenntnisse aus der Optimistenzeit und sind sehr gut in das Landes- bzw. Nationalkader integriert worden. Selbstständigkeit und Disziplin gehören dazu und ohne eine sehr gute materielle Ausstattung geht natürlich gar nichts.“

Was das für das Team Rockenbauch/Dorau heißt, belegen bereits ihre Erfolgsplatzierungen: 4. Platz U17 bei der Weltmeisterschaft in Gdynia (Polen), 3. Platz U17 bei der Europameisterschaft 2019 auf dem Ammersee, erster Platz bei der Internationalen Jugendmeisterschaft, Teilnahme und zweiter Platz beim Eurocup-Finale U17 usw. Dazu der Segelwart des RCR, Michael Westholt: „Unsere professionelle Nachwuchsarbeit zahlt sich aus. Wir sind sehr stolz darauf, wieder so einen herausragenden Segler wie Riko in unseren Reihen zu haben.“

Riko Rockenbauch und Moritz Dorau planen nach der Saison 2020/21 den Umstieg in die olympische Bootsklasse des 49er. Hier warten noch härtere Herausforderungen, wie ein Doppeltrapez und noch mehr Geschwindigkeit. Vorab gilt es für den RCRler noch mehr Erfahrungen im 29er zu sammeln. Die neuen Segel und den Mast werden derzeit noch geschont und voraussichtlich von den Jungen bei der Kieler Woche im Juni erstmalig eingesetzt. Aus Materialsicht kann der RCR 2020 mit weiteren Top-Platzierungen rechnen.


Bild: Mit dem vierten Platz in der deutschen Rangliste im Segelboot 29er und Timo Rockenbauch stellt die Segelabteilung des Ruder-Club Rastatt ein herausragendes Mitglied des deutschen Nachwuchs-Nationalteams.

Foto: RCR