Kategorie: Segeln

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Sommerferienspaß 2012


Sommerspaß beim Ruder-Club Rastatt



Mit 5 Knoten über den Goldkanal


Wassersport intensiv kennengelernt


Rastatt/Elchesheim-Illingen(wo).

Das war ein Schnuppern in die Fayencen des Wassersports nach Maß. Im Rahmen des Programms „Sommerspaß“ der Stadt Rastatt, zusammen mit interessierten Kindern aus Steinmauern und Elchesheim-Illingen, hatte der Ruder-Club Rastatt (RCR) mit seinen drei Abteilungen eingeladen und ein tolles Programm geboten.

Neben Katrin Meergans von der Rastatter Jugendförderung und ihren zwei Assistenten hatte Jugendwartin Romana Grau ein stattliches Helferteam zusammenbekommen. Die obligaten Schwimmwesten zur Sicherheit waren kooperativ vom Rastatter Kanu-Club zur Verfügung gestellt worden. Für sechs Stunden lernten die Ferienprogrammler die Grundzüge des Ruderns, des Segelns und auch das Gefühl an Bord eines großen Motorboots kennen.

Während viele sehr schnell in die Technik des Ruderns eingeführt wurden und sich enorm geschickt anstellten, standen auch drei große Segelschiffe für die Kinder ab acht Jahren zur Verfügung. Mit Windstärken über vier Beaufort wurden Geschwindigkeiten über fünf Knoten erreicht. Dieses zum absoluten Spaß der Bordpassagiere.

Romana Grau hatte versprochen: „Jeder darf alles ausprobieren!“ Und dieses Versprechen wurde gehalten. Nach der Ausfahrt mit drei Motorbooten, den Runden auf dem Ergometer und den Passagen im Ruderboot war für die ab Achtjährigen der Samstag am Goldkanal ein voller Erlebniserfolg, was auch der RCR-Vorsitzende, Georg Schmidt bestätigte. „Gerne sind wir auch im kommenden Jahr dabei, wenn Kinder aus unseren Partnergemeinden und Rastatt in die schönen Seiten des Wassersports schnuppern wollen.“

Bild: Mit Geschwindigkeiten bis über fünf Knoten segelten Kinder aus Rastatt, Steinmauern und Elchesheim-Illingen beim „Sommerspaß“ über den Goldkanal.

Foto:

Wollenschneider

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Paddeltour durch die „Rastatter Everglades



Paddeltour durch die „Rastatter Everglades“

Bei einer der letzten Seglertreffen machte ich beiläufig die Bemerkung :

Wir kennen die Adria von Rovinj bis Dubrovnik, die Kornaten und die Krka-Wasserfälle, einige die „dänische Südsee „

oder die Ostsee von Flensburg bis Travemünde, aber wer kennt schon die Rastatter Everglades? Erstaunte Gesichter,

als ich erklärte, dass sich hinter unserem Segelrevier ein ausgestrecktes Altrhein-  und Überflutungsgebiet von Illingen

über Au bis Karlsruhe, ähnlich den Everglades ausbreitet ,das zum Erkunden mit dem Kanu sehr interessant ist.

Sofort wurde ich gebeten eine entsprechende Tour bei „Gelegenheit“ zu organisieren.

Die Gelegenheit bot sich dann am 07.07.2012.

Durch den langanhaltenden Regen war der Wasserstand des Rheines mit seinen Überflutungsgebieten um ca. 1,5 bis 2 Meter

angestiegen, so dass ein Paddeln durch die Altrheinarme und Überflutungsgebiete möglich war. Außerdem fand

auf dem Gelände des RCR ein dreiwöchiger Segelworkshop der Albert-Schweitzer-Schule aus Waldbronn statt,

die ein Mitglied des RCR als Klassenlehrer leitete. Dieser hatte zur Abrundung des Outdoorprogramms drei Kanus besorgt.

So starteten am 07.07  um 10 Uhr, sechs Segler der Sportgemeinschaft Stern aber diesmal nicht auf 40 Fuß Jachten,

sondern in kippligen fünf Meter Kanus im RCR-Jachthafen.

Bei strahlendem Sonnenschein wurde nach einer Paddeleinweisung zuerst im engen Hafenbecken  Wenden auf engstem Raum geübt.

Danach ging es mit zügigen Paddelschlägern in Richtung Rheinzugang, vorbei an Segelbooten, die mit hängenden Segeln

in der leichten Briese vor sich hin dümpelten.

Nach ca. 2,5 km erreichten wir eine Stelle, an der der Goldkanal in den etwa 1,5 m tiefer gelegenen Baggersee  überströmte.

Der Baggersee hat  über das angrenzende Altrheingebiet Verbindung mit dem Rhein in Höhe Au, das flußabwärts liegt.

Aufgrund der starken Strömung mußten wir die Boote um diese Stelle herumragen. Wir überquerten den See und

suchten nach der Stelle, an der der Baggersee  in das Illinger  Altrheinwasser einmündet. Unter weit überhängenden

Ästen fanden wir den  Eingang und fuhren mit leichter Strömung in das Altwasser ein.

Tiefe Ruhe umgab uns, nur das Zwitschern der Vögel oder die Schreie der Reiher, Kormorane, Gänse und Schwäne waren

in der Ferne  zu hören. Wir beschlossen, die Ruhe zu genießen und uns von der Strömung oder nur mit leichten Paddelschlägen

ganz langsam treiben zu lassen. Wir trieben vorbei an den tief hängenden Ästen , entlang von Schilf , Gebüsch, abgestorbene Bäumen,

die wie moderne Skulpturen aussahen, und ließen die einzigartige Atmosphäre auf uns wirken.  Wir fuhren zwischen umgestürzten Bäumen

und Schwemmholz, die die Fahrrinne teilweise versperrten hindurch, bis sich die Fahrrinne  auf ca. 20-30 m weitete und wir wieder die Sonne

geniesen konnten. Wir entdeckten auch Seewasserzeichen, die den Paddelweg entlang des Altrheines auswiesen.

Wir bogen unter tief herabhängenden Ästen hindurch in das Überflutungsgebiete ab, sahen dabei Reiher, Kormorane

und Schwäne, die sich in die flacheren Uferzonen zurückgezogen hatten. Wir kehrten wieder ins Fahrwasser zurück, um die Tiere nicht zu stören.

Fünf Kilometern später erreichten wir die Mündung zum Rhein beim Alten Auer Zollhaus. Die Boote wurden an

Land gezogen und mit Sicht auf den Rhein wurde ausgiebig gevespert.

Unser Wetterspezialist Zoltran machte uns auf einmal auf eine Wolkenwand aufmerksam, die wie ein Blumenkohl

über der Französischer Rheinseite aufstieg ,sich immer mehr als schwarze , bedrohliche Wand ausbildete und bedenklich schnell näher kam.

Nun aber nichts wie weg! Im Eiltempo, Paddeln als olympische Disziplin, paddelten wir zurück. In der Eile orientierten wir uns auf dem Rückweg

nach den Paddelzeichen und fuhren promt in ein uns unbekanntes Gebiet ein. Nach zwei Abzweigungen  gab es kein Durchkommen mehr.

Ich erinnerte mich, daß ich vor dem Start mein uralt Garmin GPS, das mich schon 20  Jahren auf meinen Törns begleitet hatte, zum Aufzeichnen

der Strecke und zur Entfernungsermittlung eingeschaltet hatte. Nun konnte ich es zur Navigation in unbekanntem Gelände verwenden.

Ich hatte den Weg als Plott aufgezeichnet und so konnten wir auf den alten Kurs zurückpaddeln. Wir paddelten ein Stück zurück

und auf einmal konnte ich auf dem Plott, 100 m Querab unserer Hinwegaufzeichnung finden. Nun mußten wir nur noch einen Weg durch den Wald finden,

endlich lichteten sich die Bäume und wir fanden eine Möglichkeit, auf den alten Weg in uns bereits bekanntes Fahrwasser zurück zu kehren.

Leider hatten wir durch unsereren ungewollten Abstecher wertvolle Zeit verloren. Das Unwetter stand nun direkt über uns!

Blitze zuckten und der Donner schallte zwischen den Bäumen wie in einer Halle ! Und dann öffneten sich die Schleußen!

Ein Tropenregen, wie aus der Gießkanne aber diesmal mit 3 mm Hagelkörnern ging auf uns herab! Naß bis auf die Haut suchten wir Schutz

unter einer tief ausladenden, bis aufs Wasser herabhängenden Weide. Nach 20 Minuten war der Spuk vorbei, und man glaubt es nicht, die Sonne kam wieder!

Die olympische Schnellpaddeldisziplin war vorbei und wir fuhren zügig zurück zum RCR zurück. Als wir ankamen waren unsere Kleider, durch die Sonne

bereits teilweise wieder getrocknet

Der Rest ist schnell berichtet: Wir reinigten die Boote gaben diese wieder zurück. Danach spendierte Helmut eine Flasche Sekt

aus seiner Jachtbar, die  glücklicherweise am Goldkanal liegt.Es wurde noch einige Zeit geklönt, man machte auch die Bemerkung,

daß die versprochene Adventurertour auf den Rastatter Everglade doch sehr wirklichkeitsnah ausgefallen ist.

Es hat allen großen Spaß gemacht, nur der Tropenregen mit Hagel  hatte man nicht gebucht.

Vielleicht gibt es eine Wiederholung, demnächst auf der Moder ! Es müssen also nicht immer 40 Fuß sein!!

Ich möchte mich bei den Teilnehmern für das Vertrauen und die Disziplin bedanken. Ebenso danke ich Herrn Löhlein

für das Ausleihen der Boote, denn ohne ihn wäre diese Tour nicht möglich gewesen.

Günter Schottmüller

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Korsarpreis 2012


Ranglistenregatta lockte Segler an



Korsarpreis auf dem Goldkanal


Spannendes Regattawochenende beim RCR


Rastatt(-).

Für den Wettfahrtleiter Andreas Deckers von der Segelabteilung des Ruder-Club Rastatt (RCR) war es eine weitere Generalprobe für die Landes-Jugend-Meisterschaft im Segeln, die vom 6. bis zum 8. September auf dem Goldkanal stattfindet. Beste Bedingungen für die Mannschaften herrschten am vergangenen Wochenende bei der jährlich stattfinden „Korsar-Regatta“ auf dem Goldkanal. Insgesamt 13 Tandem-Teams aus Baden-Württem-berg und Hessen waren angereist, um ihr seglerisches Können unter Beweis zu stellen und Punkte in der deutschen Rangliste zu ergattern.

Bei Windstärken von drei bis vier Beaufort am Samstag und ähnlichen Verhältnissen am Sonntag, dazu angenehmen Temperaturen, zeigte sich das Hausrevier des RCR von der besten Seite. Die Regattasegler aus der weiteren Region kommen gerne zum Rastatter Club am Illinger See, denn sie wissen den fairen Wettbewerb zu schätzen. Dieses stellte der RCR-Regattawart Gunnar Roters mit Freude fest.

Nach vier Wettfahrten siegte diesesmal ein Stuttgarter Team am Goldkanal. Steuermann Axel Gramberg und Vorschoterin Andrea Christ (beide von der Studentischen Segelgemeinschaft Stuttgart)ersegelten in vier Wettfahrten zwei erste Plätze, einen zweiten und einen dritten Platz. Damit lagen sie in der Gesamtwertung deutlich vorne. Zweite wurden Rainer Pohl und Dieter Semsek vom Segelverein Schluchsee. Den dritten Platz belegten Tim Debatin und Lisa Koch (Segelclub Graben-Neudorf).

Bester Starter für den RCR war Hans-Joachim Wolf mit seiner Vorschoterin Dorothé Ruckes. In der Endwertung erzielten sie einen achtbaren Platz sechs.

Die sehr positive Resonanz der Aktiven sei nicht zuletzt eine schöne Bestätigung für gute ehrenamtliche Arbeit im Verein, so kommentierte Andreas Deckers, Wettfahrtleiter und Segelwart, das gelungene Wettfahrtwochenende.

Bild: Korsare (Zweier Jollen) in der Wettfahrt auf dem Goldkanal

.

Die großen Vorwindsegel (Spinnaker) boten ein besonderes Farbenschauspiel.

Foto:


RCR




Zu den Ergebnissen und weiteren Bildern


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Erfolgreiche Segelprüfung 2012



Segelprüfung erfolgreich gemeistert!

Am vergangen Sonntag (15.7.) konnten die Teilnehmer des RCR-Segelkurses ihre praktische Prüfung nach vielen Monaten des Übens und Lernens erfolgreich ablegen.

Der Kurs hatte sich bereits im letzten Oktober formiert und auf den langen und mühsamen Weg gemacht, von den Vorfahrtsregeln über Schallsignale bis hin zu einer

Vielzahl neuer Vokabeln alles Notwendige zu lernen. Ab April stand der praktische Segelunterricht im Vordergrund; an so manchem Sonntagmorgen musste hierfür

früh aufgestanden werden. Bis dahin waren bereits etliche theoretische Stunden über die Wintermonate absolviert worden.

Im Februar hatten alle Teilnehmer erfolgreich ihre schriftliche Prüfung bestanden und im März die praktische Motorbootprüfung.

Der praktischen Segelprüfung hatten alle, auch Segellehrerin Uschi Bodemer, schon Tage zuvor entgegen gefiebert, da die Windvorhersagen deutlich mehr Wind

prognostizierten, als die Teilnehmer im Unterricht gewohnt waren. Unsere gute alte Seahorse ist dafür auch nicht mehr unbedingt geeignet. So wurde dann,

am eigentlichen Prüfungstag Samstag, die Prüfung wegen satter 6-7 Windstärken, abgebrochen.

Der Sonntag zeigte sich viel gnädiger und nur zwischendurch frischte es einmal kurz auf.

Dass die Teilnehmer so gut durch alle Prüfungen gekommen sind, ist sicher dem großen Engagement unserer Lehrerin Uschi geschuldet, die mit viel Herzblut

sehr gutes Unterrichtsmaterial verteilte, zum x-ten Mal Reff-einbinden, Manöver und Knoten erklärte. Unser „Drill Sergeant“ wird uns auf unseren

ersten Fahrten, die wir jetzt alleine machen, sicher fehlen.

Die stolzen neuen Besitzer des Sportbootführerschein Binnen denken nun über Bootskäufe und gelegentliches Mitsegeln nach.

Mal sehen, wen man demnächst wieder beim RCR trifft.

(Bericht: Alexandra Cornelius)



Foto: privat

Leider sind nicht alle Teilnehmer auf dem Abschlussfoto zu sehen, da sowohl private als auch berufliche Pflichten riefen.

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RCRler Dritter beim Sailing Cup 2012



RCR ler Dritter beim BMW Sailing Cup in Stuttgart


Stuttgart – Trotz des wechselhaften Wetters wurde die Premiere des BMW Sailing Cup Stuttgart von den Besuchern gut angenommen. Die Zuschauer bekamen schöne Wettfahrten mit spannenden Manövern geboten. Die J80 – 8-Meter-Kielboote – des BMW Sailing Cup waren zudem die größten Kielboote, die je auf dem Max-Eyth-See zu sehen waren.


Boot 1: Die späteren Dritten Wiedemann/Roters u.a. noch in Führung, das Siegerteam Wagner u.a.(Boot 3) noch dahinter. Foto: BMW Stuttgart
















Am vergangenen Samstag (14.7.) fiel der Startschuss. Für die


65 Seglerinnen und Seglern – zusammengestellt zu 13 Fünfercrews – standen die Vorläufe und die Qualifikationsrennen auf dem Programm, die bei sehr guten Windverhältnissen mit im Durchschnitt 15 Knoten aus Südwest ausgetragen wurden. Der Wind erreichte in Böen bis zu 30 Knoten, was die Manöver unter dem 65 Quadratmeter großen Vorsegel zu einer großen Herausforderung machte. Am zweiten Tag standen mit den Hoffnungsläufen, den Halbfinals, dem Runner’s Up und den Finalläufen sieben Wettfahrten auf dem Programm. Über den Max-Eyth-See kamen böige und drehende Winde mit12 Knoten – in Böen bis zu 20 Knoten – aus Richtung West und Südwest. Die drehenden Winde machten es der Wettfahrtleitung nicht leicht und die Regattabahn musste immer wieder an die neuen Windrichtungen angepasst werden.


Nach spannenden Wettfahrten siegte in Stuttgart die Steuerfrau Annina Wagner (SG Stern) aus München zusammen mit  Stefan Rappold, Uwe Schenk, Thomas Wild und Michael Weinmann. Sie bekamen die Einladung zum BMW Sailing Cup Deutschlandfinale nach Hamburg  Die zweitplatzierte Crew mit Alex Wütherich, Sebastian Rigbers, Wolfgang Schmid, Kathrin Wiedemann und Timo Rebstock sowie die Drittplatzierten Peter Wiedemann (StSC), Gunnar Roters (RCR – Ruderclub Rastatt), Lutz Ramminger, Wulf Handreck und Sybille Bruns wurden für ihre seglerischen Leistungen mit einem Eintritts-Gutschein für ein Konzert nach Wahl belohnt. Die weiteren 10 Teams bekamen Erinnerungsurkunden und Fotos.


Im Oktober 2012 treten in Hamburg dann die Siegerteams der 17 regionalen Regatten gegeneinander an, um im großen Finale den deutschen Vertreter für das Internationale Finale des BMW Sailing Cup zu ermitteln.